Prostatakrebs: Krebsvorstufen in der Familie erhöhen Risiko

Pro­sta­ta­krebs­er­kran­kun­gen in der Fami­li­en­ge­schich­te beein­flus­sen das Risi­ko an die­ser Krebs­art zu erkran­ken: Bekannt­lich haben Män­ner, deren Väter oder Brü­der an einem Pro­statakar­zi­nom erkrankt sind ein erhöh­tes Risi­ko, selbst einen Tumor der Pro­sta­ta zu entwickeln.

Wis­sen­schaft­ler des Natio­na­len Cen­trums für Tumor­er­kran­kun­gen (NCT) Hei­del­berg haben in der, nach eige­nen Anga­ben, welt­weit größ­ten Kohor­ten­stu­die zu fami­liä­rem Pro­sta­ta­krebs nun die Daten von über sechs Mil­lio­nen Män­nern aus­ge­wer­tet und konn­ten zei­gen, dass das Risi­ko für Pro­sta­ta­krebs auch bei Vor­stu­fen erhöht ist. „Wenn bei Ver­wand­ten ers­ten Gra­des — also bei Vater oder Bru­der — eine Vor­stu­fe von Pro­sta­ta­krebs auf­tritt, dann ist dies für Män­ner mit einem 1,7‑fachen Risi­ko ver­bun­den, selbst an einem inva­si­ven Pro­statakar­zi­nom zu erkran­ken — im Ver­gleich zu Män­nern ohne Pro­sta­ta­krebs oder Krebs­vor­stu­fen in der Fami­li­en­ge­schich­te“, heißt es in der Pres­se­mit­tei­lung des NCT.

Für die Bera­tung über eine indi­vi­dua­li­sier­te und risi­ko­ba­sier­te Früh­erken­nung von Pro­sta­ta­krebs beim Uro­lo­gen sind das wich­ti­ge Stu­di­en­ergeb­nis­se. Nicht nur Pro­sta­ta­krebs, son­dern auch Vor­stu­fen davon in der Fami­li­en­ge­schich­te soll­ten in die Bera­tung fami­li­är belas­te­ter Per­so­nen zur Früh­erken­nung und in die Risi­ko­ein­schät­zung mit ein­flie­ßen, so die Schluss­fol­ge­rung der Studienautoren.

Quel­le: DGU

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