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	<title>Männerarzt | Urologische Praxis</title>
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		<title>Blasenkrebs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jan 2025 06:38:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Blasenkrebs ist heimtückisch. Jahrelang kann ein bösartiger Tumor unbemerkt in der Blase wachsen. Ein Urologe erklärt, woran Sie die Krankheit frühzeitig erkennen. Mehr als 29.000 Mal pro Jahr erhalten Menschen hierzulande die Diagnose Blasenkrebs. Tückisch ist, dass der Tumor im Frühstadium kaum eindeutige Symptome hervorruft. Auch Schmerzen treten eher selten auf. Symptome: Vorsicht bei Blut &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p align="justify"><strong><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Blasenkrebs ist heimtückisch. Jahrelang kann ein bösartiger Tumor unbemerkt in der Blase wachsen. Ein Urologe erklärt, woran Sie die Krankheit frühzeitig erkennen.</span></span></strong></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Mehr als 29.000 Mal pro Jahr erhalten Menschen hierzulande die Diagnose Blasenkrebs. Tückisch ist, dass der Tumor im Frühstadium kaum eindeutige Symptome hervorruft. Auch Schmerzen treten eher selten auf. </span></span></p>
<p align="justify"><strong><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Symptome: Vorsicht bei Blut im Urin</span></span></strong></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">An welchen Symptomen Blasenkrebs dennoch erkennbar ist, erklärt Professor Dr. Christian Wülfing, Chefarzt der Urologie an der Asklepios Klinik Altona. “Am häufigsten ist Blut im Urin”, so der Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Urologie.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Betroffene sollten bei einer Rot- oder Braunfärbung des Urins daher immer einen Arzt aufsuchen. Auch Schmerzen beim Wasserlassen können ein Anzeichen für Blasenkrebs sein. Im fortgeschrittenen Stadium der Krebserkrankung kommen meist Schmerzen im Unterleib und der Nierengegend hinzu.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Ein Früherkennungstest wie der Urintest “NMP22”, der in einer Urinprobe eine von Tumoren vermehrt gebildete Substanz nachweisen soll, ist dem Urologen zufolge bislang nicht sehr zuverlässig.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>Ursachen: Rauchen ist Risikofaktor Nummer eins</b></span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Warum Geschwülste in der Harnblase und den Harnwegen entstehen, ist noch unklar. Wissenschaftliche Untersuchungen haben einige Faktoren nachweisen können, die das Erkrankungsrisiko für Blasenkrebs erhöhen, schreibt die Deutsche Krebshilfe in ihrem Ratgeber.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Der größte Risikofaktor für ein Blasenkarzinom ist “ganz klar” Rauchen, so Professor Dr. Wülfing. Auch Passivrauchen erhöht das Risiko, denn die krebserregenden Substanzen des Zigarettenrauches werden von der Niere aus dem Blut gefiltert und gelangen mit dem Urin in die Blase, wo sie die Schleimhaut schädigen. Experten schätzen, dass etwa 30 bis 70 Prozent aller Blasenkrebserkrankungen auf das Rauchen zurückzuführen sind.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>Chemische Substanzen als Auslöser für Blasenkrebs</b></span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Bei machen beruflichen Tätigkeiten sind die Beschäftigten bestimmten chemischen Stoffen wie aromatischen Aminen und Anilin-Farbstoffen ausgesetzt, die das Blasenkrebsrisiko erhöhen können. Gefährdet sind der Deutschen Krebshilfe zufolge: Chemiearbeiter, Maler und Lackierer, Automechaniker, Beschäftigte in der Gummiverarbeitung, Beschäftigte in der Stahl- und Lederindustrie,Friseure, Zahntechniker</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">In diesen Branchen gilt Blasenkrebs als anerkannte Berufskrankheit. Heutzutage gibt es verbesserte Sicherheitsvorkehrungen für den Umgang mit solchen Substanzen am Arbeitsplatz. Aber auch im privaten Alltag kommen viele Menschen mit krebserregenden Stoffen in Kontakt. So stehen chemische Haarfärbemittel unter Verdacht, das Blasenkrebsrisiko zu erhöhen.</span></span></p>
<p align="justify"><strong><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Weitere Risikofaktoren für Blasenkreb</span></span></strong><strong><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">serkrankungen</span></span></strong></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">chronische Blasenentzündungen, Blasensteine und Dauerkatheter, Einnahme von Schmerzmedikamenten mit dem Wirkstoff Phenazetin, über viele Jahre anhaltende Infektionskrankheiten wie Bilharziose</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>Männer erkranken häufiger an Blasenkrebs</b></span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Männer erkranken laut der Deutschen Krebshilfe mehr als doppelt so oft an Blasenkrebs wie Frauen. Das liege daran, dass Männer mehr rauchen. Doch die Zahl der Neuerkrankungen bei Frauen steigt, “vermutlich weil auch der Anteil der weiblichen Raucher gestiegen ist in den vergangenen 30 bis 40 Jahren”, erklärt Professor Dr. Wülfing.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>Behandlung ist abhängig vom Tumorstadium</b></span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Ob ein Verdacht auf Blasenkrebs begründet ist, kann der Arzt durch Analyse des Urins, Tast- und Ultraschalluntersuchungen, </span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Blasenspiegelung</span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"> und eine Röntgenkontrastdarstellung der Nieren und Harnwege feststellen. Die Mehrzahl der Blasentumoren werden in einem Stadium erkannt, in dem sie noch oberflächlich wachsen und operativ entfernt werden können.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">“Es folgt meistens eine endoskopische Operation, bei der über eine Blasenspiegelung Gewebe des Tumors ‘ausgeschält’ wird”, sagt Professor Dr. Wülfing. Diese Methode werde auch transurethrale Blasentumorresektion – kurz TURB – genannt.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Auch mit einer Chemotherapie oder </span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Strahlentherapie</span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"> der Harnblase kann der Krebs im Frühstadium behandelt werden. Ist er schon fortgeschritten, muss die Harnblase jedoch entfernt werden. Dann bekommen die Patienten einen Blasenersatz und es wird ein sogenanntes Urostoma gelegt. Das Urostoma ist eine künstliche Harnausleitung durch die Bauchdecke, durch das der Urin dann ausgeschieden wird.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Wird der Blasenkrebs erst spät erkannt, kann dieser das Muskel- und Lymphgewebe befallen. Ist dies der Fall, kann auch eine Blasenentfernung nicht mehr helfen und der Krebs endet tödlich. In Deutschland sterben rund 4.000 Menschen im Jahr an einem Tumor in der Harnblase. </span></span></p>
<p align="justify">Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/blasenkrebs/">Blasenkrebs</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Neuro-Urologie: ein junges Fachgebiet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jul 2022 08:51:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Scheuermann]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Gastbeitrag von Univ.-Prof. Dr. med. Ruth Kirschner-Hermanns aus Bonn Dieses oft wenig beachtete urologische Fachgebiet liegt auf der Schnittstelle von Urologie und Neurourologie, wächst und hat gute Erfolge! Keine sportlichen Erfolge, keine Olympiamedaille eines Querschnittgelähmten ohne eine gute Neuro-Urologie! Sie sichert das Überleben, und hat immer auch die Lebensqualität des Betroffenen im Fokus! Der &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="ce-bodytext">
<p><strong>Ein Gastbeitrag von Univ.-Prof. Dr. med. Ruth Kirschner-Hermanns aus Bonn</strong></p>
<p>Dieses oft wenig beachtete urologische Fachgebiet liegt auf der Schnittstelle von Urologie und Neurourologie, wächst und hat gute Erfolge!<br>
Keine sportlichen Erfolge, keine Olympiamedaille eines Querschnittgelähmten ohne eine gute Neuro-Urologie! Sie sichert das Überleben, und hat immer auch die Lebensqualität des Betroffenen im Fokus!</p>
<p>Der Neuro-Urologe muss ein guter Funktionsurologe sein! Alle operativen Eingriffe dienen immer dem Schutz der Nieren und/oder einer verbesserten Funktion des Harntraktes. Dies zeigt sich nicht nur im Kindesalter bei Kindern mit Spina bifida oder einer angeborenen Harnröhrenklappe, bei denen eine Refluxoperation ohne Beachtung der Blasenfunktion schnell in ein Desaster münden kann. Auch bei Patienten mit einer Parkinson und schwachem Harnstrahl führt eine Operation der Prostata ohne eine entsprechende urodynamische Evaluation schnell zur Harninkontinenz. Patienten mit MS und Harninkontinenz können gut behandelt werden – aber nicht immer operativ. Und dann gibt es spezielle neuro-urologische Interventionen von der sakralen Neuromodulation bis zur Deafferentation und Implantation eines Vorderwurzelstimulators bei komplett Querschnittgelähmten.</p>
<p>Jeder Patient mit hohem Querschnitt muss neuro-urologisch so geführt werden, dass eine autonome Dysregulation nicht zu schweren Komplikationen, bis hin zum Tod führen.</p>
<p>Der Neuro-Urologe muss Netzwerker sein und das interdisziplinäre Arbeiten lieben! Wir müssen uns mit Hilfsmitteln aller Art beschäftigen und ohne ein speziell ausgebildetes Team aus Urotherapeuten Physiotherapeuten und Sozialarbeitern ist kein Neuro-Urologisches Arbeiten denkbar.</p>
<p>Nicht jeder Querschnittpatient ist ein junger Patient nach einem Trauma – wir sehen auch onkologische Patienten – hier muss sehr einfühlsam mit dem Patienten eine evtl. auch palliative Versorgung besprochen werden. Und dank der guten Erfolge der Neuro-Urologie sehen wir immer mehr ältere Überlebende einer Querschnittlähmung – da sind auch geriatrische Kenntnisse gefragt.</p>
<p>Ein guter Neuro-Urologe muss selbstverständlich auch den neurogenen Darm verstehen und behandeln können.</p>
<p>Zu den neurologischen Funktionsstörungen gehören neben Blase- und Darmfunktionsstörungen auch Sexualstörungen bei Männern und Frauen– ein immer noch stark tabuisiertes Thema! Wenn es um Kinderplanung, Schwangerschaft und Geburt bei Patienten mit einer Rückenmarkserkrankung geht – dann ist enge Kooperation gefragt mit Gynäkologen, Neurologen, Rehabilitationsmedizinern, Geburtshelfern, Hebammen, Urotherapeuten – um nur einige zu nennen.</p>
<p>Bei Kindern mit Spina bifida – bedarf es als Neuro-Urologe eine Kooperation mit der Kinderurologie, Kindernephrologie, Kinderchirurgie und den neurologischen Pädiatern.</p>
<p>Kurzum Neuro-Urologie ist jung, abwechslungsreich, nie langweilig, spannend und bietet auch für wissenschaftliches Arbeiten viel Freiraum.</p>
<p>Mit der Verbesserung vieler chronischer neurodegenerative Krankheiten wie etwa der MS oder dem M. Parkinson wachsen die Anforderungen an die Neuro-Urologie.</p>
<p>Quelle: DGU</p>
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		<title>Weitere genetische Ursachen gefunden: 73. Urologen-Kongress diskutiert unerfüllten Kinderwunsch beim Mann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Sep 2021 13:40:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Düsseldorf/Berlin, 21.07.2021.&#160;Ein Kind zeugen, Vater werden: Nicht immer geht der Kinderwunsch des Mannes in Erfüllung. Diagnostik und Therapie der männlichen Unfruchtbarkeit stellen eine große Herausforderung für andrologisch ausgebildete Urologen dar. Neue Erkenntnisse bei der Suche nach genetischen Ursachen für die männliche Infertilität diskutiert die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) auf ihrer 73. Jahrestagung im &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Düsseldorf/Berlin, 21.07.2021.</strong><strong>&nbsp;</strong>Ein Kind zeugen, Vater werden: Nicht immer geht der Kinderwunsch des Mannes in Erfüllung. Diagnostik und Therapie der männlichen Unfruchtbarkeit stellen eine große Herausforderung für andrologisch ausgebildete Urologen dar. Neue Erkenntnisse bei der Suche nach genetischen Ursachen für die männliche Infertilität diskutiert die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (<abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>) auf ihrer 73. Jahrestagung im kommenden Herbst im Internationalen Congresscenter Stuttgart. „Wenn aktuelle Forschungsergebnisse im klinischen Alltag Relevanz bekommen und neue individualisierte Therapieansätze ermöglichen, dann sind das sehr gute Nachrichten für die behandelnden Urologinnen und Urologen und ihre Kinderwunschpatienten“, sagt <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. Arnulf Stenzl. (…)</p>
<p>„Da die Ursachen für einen unerfüllten Kinderwunsch zu gleichen Teilen beim Mann oder bei der Frau oder bei beiden liegen, ist es wichtig, beiden Partnern eine optimale Behandlungsoption anzubieten und aufseiten des Mannes mit einer verbesserten Diagnostik, Beratung und Behandlung durch den (…) versierten Urologen die große Behandlungslast von den Frauen zu nehmen“, erklärt Urologin Prof. Dr. Sabine Kliesch(…).&nbsp; Entscheidend dafür sei die Erforschung von genetischen Ursachen der männlichen Infertilität, denn bei 70 Prozent der Patienten mit schweren Fertilitätsstörungen sei keine offensichtliche Ursache erkennbar.</p>
<p>Einen Durchbruch brachte der sogenannte männliche Fertilitäts-Gen-Atlas (Male Fertility Gene Atlas), der von der klinischen Forschungsgruppe&nbsp;Male Germ Cells am Institut für Reproduktionsgenetik am Universitätsklinikum Münster und dem CeRA entwickelt wurde und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert wird. „Mithilfe dieser Datenbank, die 2017 an den Start ging und die einen schnellen, einfachen Zugang zu Studien und genetischen Befunden zu männlicher Infertilität und Keimzellen bereitstellt, konnten in den letzten drei Jahren weitere Gene entdeckt werden, die für das Fehlen von Spermien im Ejakulat, der Azoospermie, verantwortlich sind“, sagt Prof. Kliesch. Ein Großteil der gefundenen Gene sei bereits in die Klinik überführt und Patienten könnten routinemäßig getestet werden.</p>
<p>Nach einer Erhebung des CeRA konnte der Anteil der Patienten, bei denen genetische Ursachen für eine Azoospermie gefunden werden von 20 auf 25 Prozent gesteigert werden. „Das Ergebnis der genetischen Untersuchung kann dann darüber entscheiden, ob eine TESE, also eine Spermienextraktion aus dem Hodengewebe, angezeigt ist, um Samenzellen für eine künstliche Befruchtung zu gewinnen, oder ob es keine Aussicht auf einen Behandlungserfolg gibt. In diesen Fällen können wir durch die verbesserte Diagnostik unnötige Operationen vermeiden“, so die Urologin und Vorsitzende des <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr> Arbeitskreises Andrologie.</p>
<p>Außerdem können neuerdings Kinderwunschpatienten identifiziert werden, deren vermeintlich gesunde Samenzellen aufgrund eines kleinen genetischen Bauplanfehlers im Ionenkanal in der Zellmembran auf natürlichem Weg nicht fähig sind, eine Eizelle zu befruchten. „Diesen Paaren können wir eine lange Odyssee ersparen, denn wir wissen, dass bei diesem Defekt eine künstliche Befruchtung nur Erfolg haben wird, wenn im Rahmen einer intracytoplasmatischen Spermieninjektion, der ICSI, ein Spermium direkt in die Eizelle injiziert wird“, erläutert Prof. Dr. Sabine Kliesch.</p>
<p>Entdeckt wurden zudem Genveränderungen, die bei Patienten mit relativ normalen Spermien und normalem Hormonprofil eine ausreichende Produktion des follikelstimulierenden Hormons (FSH) und damit die Reifung der Keimzellen verhindern. „In diesen Fällen könnte eine Hormontherapie im besten Fall eine natürliche Befruchtung ermöglichen, was in einem nächsten Schritt in sehr komplexen und teuren klinischen Studien weiter untersucht werden muss“, sagt DGA-Präsidentin Kliesch, die dem Andrologie-Forum auf dem 73. <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr> Kongress im September 2021 in Stuttgart vorsitzen wird.</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/weitere-genetische-ursachen-gefunden-73-urologen-kongress-diskutiert-unerfuellten-kinderwunsch-beim-mann/">Weitere genetische Ursachen gefunden: 73. Urologen-Kongress diskutiert unerfüllten Kinderwunsch beim Mann</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>PSA-gestützte Früherkennung des Prostatakarzinoms — Stellungnahme der DGU</title>
		<link>https://www.urologe-bensheim.de/psa-gestuetzte-frueherkennung-des-prostatakarzinoms-stellungnahme-der-dgu/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jan 2020 17:57:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. (BPS) im Januar 2020 Liebe Patienten, möglicherweise haben Sie zu Beginn des Jahres die Berichterstattung zur Früherkennung des Prostatakarzinoms in der Presse verfolgt. Viele Medien hatten über den Vorbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zur Nutzenbewertung des Prostatakarzinomscreenings mittels &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. (BPS) im Januar 2020</strong></p>
<p>Liebe Patienten, möglicherweise haben Sie zu Beginn des Jahres die Berichterstattung zur Früherkennung des Prostatakarzinoms in der Presse verfolgt. Viele Medien hatten über den Vorbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zur Nutzenbewertung des Prostatakarzinomscreenings mittels PSA-Test berichtet. Dieser Vorbericht ist Teil eines laufenden Bewertungsverfahrens, in dem geklärt werden soll, ob die Früherkennung mit Aufklärung, gemeinsamer Risiko-Nutzenabwägung durch den Urologen und den Patienten, PSA-Bestimmung und dessen patientenbezogener Beurteilung künftig von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden soll.</p>
<p><strong>WAS HEISST DAS?</strong></p>
<p>Wenn eine neue Untersuchung oder Behandlung zur Übernahme der Kosten durch die gesetzlichen Krankenkassen empfohlen wird, muss der Gemeinsame Bundesausschuss (GB‑A) aus Krankenkassen- und Ärztvertretern zuvor darüber entscheiden. Wenn ihm die Sachlage nicht klar genug ist, beauftragt er das dafür gegründete Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) damit, den Nutzen wissenschaftlich zu bewerten.</p>
<p><strong>WAS IST EIN SCREENING?</strong></p>
<p>Screening bedeutet, durch eine Reihenuntersuchung – in diesem Fall einen Bluttest des PSA (Prostata-Spezifisches Antigen) – aus einer bestimmten Bevölkerungsgruppe (z.B. alle Männer zwischen 45 und 70) diejenigen zu identifizieren, die, ohne es zu spüren, ein Risiko tragen, in diesem Falle an einem bösartigen Prostatatumor zu erkranken oder ihn bereits in sich zu tragen.<br>
Bei der in Deutschland praktizierten Früherkennung geht es nicht um ein Prostatascreening durch den PSA-Test alleine. Dieser stellt vielmehr einen Baustein der Früherkennung von Prostatakrebs durch die Urologin/den Urologen dar.<br>
Bekannt ist der Begriff „Screening“ schon lange beim Brustkrebs der Frau: Dort konnten die Sterblichkeit der Frauen an dieser Krankheit deutlich gesenkt und die Tumoren in großer Zahl in einem frühen Stadium erkannt werden, sodass oft eine Brusterhaltung möglich ist.</p>
<p><strong>WO LIEGT DAS PROBLEM?</strong></p>
<p>Das IQWiG schlussfolgert in seinem Vorbericht, dass die Nachteile die Vorteile eines PSA-Screenings deutlich überwiegen. Diese negative Bewertung wurde in der Presse vielfach ohne Kommentierung durch den Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (BPS) und die Experten der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) übernommen und kann für Irritation und Verunsicherung sorgen. Der BPS hatte den Antrag gestellt, den PSA-Test in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufzunehmen und damit das laufende Bewertungsverfahren initiiert.<br>
Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. www.urologenportal.de DÜSSELDORF Uerdinger Str. 64 | 40474 Düsseldorf | Telefon 0211 516096–0 BERLIN Nestorstraße 8/9 | 10709 Berlin | Telefon 030 8870833–0<br>
Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. widerspricht der negativen Nutzenbewertung des IQWiG ausdrücklich und erklärt ihre wissenschaftliche Position. Ebenso widerspricht der BPS aus Sicht der Betroffenen.</p>
<p>Bitte lesen Sie im Folgenden unsere gemeinsame Information mit den aktuellen Empfehlungen für eine individualisierte Früherkennung von Prostatakrebs.</p>
<p><strong>WAS IST ZU TUN?</strong></p>
<p>Zwischen dem 45. und 70. Lebensjahr sollte sich jeder Mann, der an einer Früherkennung interessiert ist, einer Prostatakarzinom-Früherkennungsuntersuchung unterziehen. Das schließt eine ausführliche Aufklärung, eine gemeinsame Risiko-Nutzenabwägung, eine PSA-Bestimmung (bisher Selbstzahlerleistung) und dessen patientenbezogene Beurteilung ein. Die reine Abtastungsuntersuchung (bereits Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung) erkennt in den allerseltesten Fällen ein potentiell heilbares Frühstadium, sondern entdeckt in der Regel erst ein nicht mehr gut heilbares fortgeschrittenes Stadium. Ziel ist es, diejenigen Männer zu finden, die weiterer Untersuchungen bedürfen, um ein behandlungsbedürftiges Prostatakarzinom so rechtzeitig behandeln zu können, dass das Leben nicht durch das Karzinom verkürzt wird oder ein metastasiertes Stadium eintritt. Denn das bedeutet in vielen Fällen lebensqualitätseinschränkende Symptome wie Schmerzen und eine dauerhafte Krebstherapie, häufig inkl. Chemotherapie. Um dieses Ziel zu erreichen, ist der PSA-Test zwingend erforderlich.</p>
<p>Genauso gibt es Männer, bei denen trotz Vorliegen eines Tumors keine oder erst sehr viel später eine Behandlung notwendig ist. Auch um das zu beurteilen und den Verlauf zu kontrollieren, ist der PSA-Wert unverzichtbar, weil anhand des Verlaufes (Anstieg oder nicht) innerhalb der folgenden Jahre gerade die möglichen „Übertherapien“ wie nicht notwendige Operationen oder Bestrahlungen und deren Begleiterscheinungen in einigen Fällen vermieden werden können.</p>
<p>Um dieses grundsätzlich gemeinsame Ziel der Betroffenen und der Urologen zu erreichen, empfehlen der BPS und die DGU – abweichend vom IQWiG-Vorbericht — eine Prostatakarzinomfrüherkennung für alle Männer dieser Altersgruppe, um das individuelle Risiko durch urologische Bewertung und Beratung möglichst genau beurteilen zu können. In Zweifelsfällen kann bei Tumorverdacht heutzutage vor einer möglichen Biopsie eine spezielle MRT-Untersuchung vorgeschaltet werden, um vielleicht unnötige Biopsien zu vermeiden.</p>
<p>Sollte sich das IQWiG mit seiner Meinung durchsetzen, besteht das Risiko, dass – wie bisher – viele Männer auf eine urologische Früherkennung verzichten und damit Erkrankte erst in einem späteren, möglicherweise nicht mehr heilbaren Stadium erkannt werden und einen unnötigen Leidensweg mit Schmerzen durch Absiedlungen (Metastasen) in anderen Organen wie z.B. Lymphdrüsen oder Knochen erleben müssen.</p>
<p>Die, oben beschriebene, in Deutschland von der AWMF-Leitlinie empfohlene, individuelle Früherkennungsuntersuchung inkl. PSA-Test stellt aus Sicht der Betroffenen des BPS und der wissenschaftlichen Experten der DGU aufgrund der vorliegenden Daten einen wesentlichen Baustein dar, die bisherige jährliche Todesrate (Rate der Patienten, die ohne PSA-Test an einem zu spät, erst bei Symptomen der Metastasen, erkannten Prostatakarzinom versterben) von etwa 13.000 Männern bei rund 60.000 Neuerkrankungen am Prostatakarzinom weiter zu senken und den Erkrankten ein möglichst langes Leben in guter Qualität zu ermöglichen.</p>
<p>Die DGU und der BPS werden alles daransetzen, ihrer Position in den Entscheidungsgremien Gehör zu verschaffen, den PSA-Test als wichtigen Baustein der Prostatakrebsfrüherkennung anzuerkennen.<br>
Nutzen Sie weiterhin oder erstmalig die Möglichkeit, sich von Ihrer Urologin/Ihrem Urologen entsprechend der Leitlinie beraten zulassen und sich durch Ihre eigene urologische Früherkennung inklusive PSA-Test gesund zu erhalten.</p>
<p><strong>Prof. Dr. Maurice Stephan Michel, Generalsekretär der DGU Prof. Dr. Jens Rassweiler, Präsident der DGU Werner Seelig, Vorsitzender BPS Ernst-Günther Carl, stell. Vorsitzender BPS</strong></p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/psa-gestuetzte-frueherkennung-des-prostatakarzinoms-stellungnahme-der-dgu/">PSA-gestützte Früherkennung des Prostatakarzinoms — Stellungnahme der DGU</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Urologen unterstützen Implementierung der HPV-Impfung für Jungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Aug 2018 07:21:59 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der STIKO-Empfehlung: Urologen unterstützen Implementierung der HPV-Impfung für Jungen<br>
Berlin, 13.06.2018. Deutschlands Urologen haben lange darauf gewartet: Nun hat die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts (RKI) am 5. Juni ihre Empfehlung zur HPV-Impfung für Jungen beschlossen. Danach empfiehlt die STIKO die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) für alle Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Zu einer Nachholimpfung wird bis zum Alter von 17 Jahren geraten. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. begrüßen diese Entscheidung uneingeschränkt und sichern der STIKO ihre volle Kooperation und Unterstützung bei der anstehenden Implementierungsphase der HPV-Jungenimpfung zu. Mit medizinischen Fortbildungen zu HPV-bedingten Erkrankungen, Impfkursen und der Einrichtung von Jungensprechstunden in urologischen Praxen und Kliniken haben DGU und Berufsverband in der Vergangenheit bereits entsprechende Versorgungsstrukturen eingeführt. „Schon im Herbst 2018 werden die Verbände mit einer Urologischen Themenwoche zur HPV-Impfung für Jungen in Zusammenarbeit mit der STIKO die breite Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren“, sagt DGU-Pressesprecher Prof. Dr. Christian Wülfing.</p>
<p>Aus Sicht von DGU und Berufsverband war die jetzige Impfempfehlung für Jungen überfällig, um eine effektive impfmedizinische Präventionsstrategie gegen HPV-assoziierte Erkrankungen für beide Geschlechter zu etablieren. In Deutschland werden 1,6 Prozent aller Krebserkrankungen in Verbindung mit sogenannten Hochrisiko-HPV-Typen gebracht. Laut RKI entspricht dies 7.600 Krebspatientinnen und ‑patienten. „Angesichts unzureichender HPV-Impfquoten der Mädchen in Deutschland mit einer Durchimpfungsrate von 31 Prozent bei den 15-jährigen Mädchen und folglich einer unzureichenden Herdenschutzwirkung war zehn Jahre nach der STIKO-Empfehlung für eine alleinige Mädchenimpfung eine Überprüfung der wissenschaftlichen Literaturlage dringend notwendig“, sagt Prof. Dr. Peter Schneede, HPV-Experte der DGU. Danach ist es wissenschaftlich erwiesen, dass sich durch die HPV-Impfung von Kindern und Jugendlichen, optimalerweise vor Aufnahme der sexuellen Aktivitäten, nicht nur Gebärmutterhalskarzinome, sondern auch andere HPV-assoziierte Karzinome von Frauen und Männern effektiv verhindern lassen. Dazu gehören Krebserkrankungen von Vulva, Scheide, Penis, After, Mund, Rachen und Kehlkopf. „Zudem schützt die Impfung beide Geschlechter vor den wesentlich häufigeren Anogenitalwarzen. Diese sind zwar gutartig, aber hoch ansteckend, häufig wiederkehrend und für die Betroffenen äußerst unangenehm“, so der HPV-Experte des Berufsverbandes, Dr. Wolfgang Bühmann.<br>
Die nun erweiterte STIKO-Empfehlung auf eine geschlechtsneutrale HPV-Impfung von Kindern und Jugendlichen deckt sich mit der Auffassung der DGU, die bereits seit 2013 in der S3-Leitlinie zur Impfprävention HPV-assoziierter Neoplasien (AWMF-Register Nr. 082/002, Stand 12/2013) von der Fachgesellschaft offiziell mit vertreten wurde. Eine öffentliche Empfehlung für die Jungenimpfung hatten die Fachgesellschaft und der Berufsverband der Deutschen Urologen 2016 abgegeben.<br>
Mit Veröffentlichung im Epidemiologischen Bulletin 34/2018 Ende August wird die neue STIKO-Empfehlung offiziell. Danach hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) drei Monate Zeit, die Aufnahme in die Schutzimpfungsrichtlinie zu prüfen, welche die Kostenübernahme von Impfungen durch die Gesetzliche Krankenversicherung regelt. Diese wird erwartet, da der G‑BA üblicherweise den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission folgt. „Wir sind vorbereitet“, sagt Dr. Axel Schroeder, Präsident des Berufsverbands der Deutschen Urologen. „Mit unseren Jungensprechstunden beim Urologen haben wir die notwendigen Versorgungsstrukturen geschaffen und können dazu beitragen, die männlichen Adoleszenten zu erreichen, sie aufzuklären und zu impfen und das nicht zuletzt mit Blick auf die Nachholimpfungen bis 17 Jahre.“</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/urologen-unterstuetzen-implementierung-der-hpv-impfung-fuer-jungen/">Urologen unterstützen Implementierung der HPV-Impfung für Jungen</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Nierenkrebs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jan 2018 10:04:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nierenkrebs ist die dritthäufigste Tumorerkrankung, mit der Deutschlands Urologen in Praxen und Kliniken konfrontiert sind. Betroffene Patienten sind zumeist ältere Menschen und nach altersstandardisierten Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) doppelt so viele Männer wie Frauen. Rund 16.500 Neuerkrankungen an Nierenkrebs erwartete das RKI für 2016. Früh erkannt, lassen sich Nierentumoren heute gut behandeln und die &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nierenkrebs ist die dritthäufigste Tumorerkrankung, mit der Deutschlands Urologen in Praxen und Kliniken konfrontiert sind. Betroffene Patienten sind zumeist ältere Menschen und nach altersstandardisierten Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) doppelt so viele Männer wie Frauen. Rund 16.500 Neuerkrankungen an Nierenkrebs erwartete das RKI für 2016. Früh erkannt, lassen sich Nierentumoren heute gut behandeln und die Prognose für die meisten Patienten ist günstig, teilen die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (BDU) anlässlich des Welt-Nierenkrebs-Tages mit, der am morgigen 22. Juni 2017 erstmals stattfindet. Sie betonen jedoch zugleich die Bedeutung der Prävention von Nierentumoren — und damit besonders Fragen des individuellen Lebensstils.</p>
<p>„Die Ursachen für die Entstehung von Nierenkrebs, zu 90 Prozent handelt es sich dabei um Nierenzellkarzinome, sind noch nicht geklärt. Aber es gibt Risikofaktoren wie etwa Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck und Mangel an körperlicher Aktivität, die laut S3-Leitlinie zum Nierenkrebs als begünstigend erkannt sind. Diese Faktoren sind beeinflussbar, und hier sollte Prävention ansetzen“, sagt BDU-Präsident Dr. Axel Schroeder. Nicht modifizierbare Risikofaktoren seien terminale Niereninsuffizienz und eine erbliche Vorbelastung, die jedoch selten vorkomme. „Umso mehr Bedeutung erhält eine gesunde Lebensführung bei der Prävention von Nierenkrebs.“</p>
<p>Im frühen und im lokal fortgeschrittenen Stadium machen Nierentumoren keine Symptome. Sie werden bei Ultraschalluntersuchungen des Bauchraumes oft eher beiläufig entdeckt, woran stetig verbesserte bildgebende Verfahren ihren Anteil haben. Treten bereits Beschwerden wie etwa Schmerzen im seitlichen Rückenbereich oder blutiger Urin auf, ist der Krebs häufig schon weit fortgeschritten und hat oft bereits Metastasen gestreut. Obwohl das statistische Durchschnittsalter bei der Erstdiagnose von Nierentumoren relativ hoch ist — bei Männern sind es 68, bei Frauen 72 Jahre — befindet sich das Karzinom bei seiner Entdeckung in 75 Prozent aller Fälle noch in einem frühen Stadium mit entsprechend günstiger Prognose für den Krankheitsverlauf.</p>
<p>Sowohl Nierentumoren im frühen und lokal fortgeschrittenen Stadium als auch Nierenkrebs im metastasierte Stadium werden nach der ärztlichen S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Nierenzellkarzinoms behandelt, die 2015 federführend von der DGU und von der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) erstellt und gerade aktualisiert worden ist. Das Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten ist breit und spannt sich von aktiver Überwachung über verschiedene Operationsverfahren bis zu komplexen systemischen Therapien. „Im frühen oder lokal fortgeschrittenen Stadium sind Operationen, minimal-invasiv und nach Möglichkeit organerhaltend, immer noch alternativlos. Regelmäßige, risikoadaptierte Nachsorgeschemata gemäß der S3-Leitlinie, gilt es bei der Nachsorge operierter Patienten zu berücksichtigen, um Rezidive ggf. früh zu erkennen. Ablative Therapien wie etwa die Radiofrequenzablation, bei der durch Hitzeentwicklung eines hochfrequenten Stroms gezielt Gewebe zerstört wird, müssen sich weiter beweisen“, so DGU-Pressesprecher Prof. Dr. Christian Wülfing. Der urologische Chefarzt weiter: „Für die metastasierten Tumoren sind inzwischen zehn Medikamente zugelassen. Durch gezielte Krebstherapie, sogenannte ‚̣targeted therapy’, und kluge Kombination neuer Präparate werden die Überlebenszeiten der Patienten länger.“</p>
<p>Ausführliche Informationen über Risikofaktoren, Symptome, Diagnostik und die Behandlung von Nierenkrebs bieten die beiden Patientenleitlinien „Nierenkrebs im frühen und im lokal fortgeschrittenen Stadium“ und „Nierenkrebs im metastasierten Stadium“, die im Leitlinienprogramm Onokologie von der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften, der Deutschen Krebsgesellschaft und der Stiftung Deutsche Krebshilfe unter Federführung der DGU und der DGHO herausgegeben wurden.</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/nierenkrebs/">Nierenkrebs</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Harninkontinenz: Urologen stellen neue Entwicklungen der Inkontinenz-Therapie vor</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jun 2017 08:49:40 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>Berlin, 11.05.2017. </b>Funktionsstörungen im Blasen- und Beckenbodenbereich sind weit verbreitet. Sie reichen von Blasenentleerungsstörungen über ungewollten Urinverlust bis hin zu Schmerzen in Becken und Rücken. Von den Patienten und Patientinnen als besonders unangenehm empfunden wird eine Harninkontinenz. Das Gefühl, die eigene Blase nicht mehr kontrollieren zu können, geht mit einem hohen Leidensdruck einher. Eine von drei Frauen hat in ihrem Leben das Risiko an einer Belastungsinkontinenz zu erkranken. Eine von neun Frauen erkrankt an einer sogenannten Senkung ihres inneren Genitales (Prolaps). Zu den häufigsten Auslösern einer Belastungs- oder Dranginkontinenz sowie einer Prolapserkrankung bei Frauen zählen degenerative Veränderungen, Entzündungen, Geburtsschädigungen, Übergewicht sowie eine zunehmende Lebenserwartung. Bei Männern spielt neben dem Alter meist eine Operation der Prostata die bedeutende Rolle bei der Entstehung einer Harninkontinenz.</p>
<p>Hilfe finden betroffene Männer und Frauen in Form moderner Behandlungsmaßnahmen, die zugleich schonend und effektiv sind. Wurde noch vor wenigen Jahren aufwändig operiert, bei Frauen etwa der Blasenhals im Zuge einer belastenden Schnittoperation verlagert, eine sogenannte Nadelsuspension vorgenommen oder eine Pubovaginalschlinge aus körpereigenem Gewebe gesetzt, reicht heute meist ein minimalinvasiver Eingriff aus. Die theoretischen Grundlagen dieser Therapie wurden bereits vor 25 Jahren in der sogenannten Integraltheorie nach Petros beschrieben – der Wiederherstellung der Blasenfunktion durch die Rekonstruktion des lockeren Halteapparates. Bewährt hat sich unter anderem der Einsatz suburethraler Bänder, etwa aus Polypropylen. Der Beckenboden ist dabei mit einem Trampolin vergleichbar: Nur wenn eine ausreichende Spannung vorhanden ist, kann er richtig funktionieren.</p>
<p>„Die synthetischen Bänder, die mit Hilfe eines kleinen Schnittes beziehungsweise Einstichs in den Beckenboden eingesetzt werden, ersetzen die erschlafften Halte- und Stützbänder des Beckenbodens und stellen so die verloren gegangene Elastizität und Spannkraft wieder her“, erklärt Dr. Alfons Gunnemann, der auf dem 69. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (<abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>) in Dresden zu diesem Thema referieren und das Inkontinenz-Forum begleiten wird. „Nicht nur, dass der Eingriff für Patientinnen und Patienten deutlich schonender ist. Ein Vorteil ist auch die gute Haltbarkeit der Bänder. Richtig eingesetzt, können sie viele Jahre im Körper ihre stützende und straffende Funktion behalten. Außerdem sind sie gut verträglich.“ Allerdings ist zu beachten, dass mögliche postoperative Materialveränderungen, Gewebereaktionen, die eingesetzte Implantationstechnik sowie patienteneigene Risikofaktoren die Ergebnisse beeinflussen können.</p>
<p>Neben dem Einbringen suburethraler Bänder kann den Betroffenen auch ein künstlicher Blasenschließmuskel helfen. Dieser kommt hauptsächlich bei Männern zum Einsatz. Hierbei kann der Mann mit Hilfe einer in den Hodensack eingebrachten Pumpe eine um die Harnröhre gelegte Manschette öffnen und schließen und so den Harnabfluss kontrollieren. „Der künstliche Schließmuskel ist eine sehr effektive Maßnahme und macht jeden Inkontinenten wieder trocken. Er ist vor allem für Männer interessant, die am Tag mehr als 500 Milliliter Urin verlieren“, erklärt Dr. Alfons Gunnemann. „Allerdings muss aufgrund der Komplexität dieser Maßnahme auch mit Komplikationen gerechnet werden. Kommt der Patient mit der Handhabung aber gut zurecht, funktioniert das Zusammenspiel von Manschette und Pumpe, und akzeptiert der Körper den künstlichen Schließmuskel, kann dieser durchaus lebenslang im Einsatz bleiben. Regelmäßige Kontrollen sind allerdings Pflicht. Das gilt auch für die suburethralen Bänder.“</p>
<p>Und die Forschungen gehen weiter: Feinere, elektronisch kontrollierte Behandlungsmethoden werden ebenso erprobt wie die Verträglichkeit und Belastbarkeit neuer Materialien. „Harninkontinenz betrifft viele Patienten und Patientinnen und ist ein wichtiges Thema, dem Aufmerksamkeit geschenkt werden muss“, sagt <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>- und Kongresspräsident Prof. Dr. Tilman Kälble, „Denn die Betroffenen haben nur einen Wunsch: wieder ein unbeschwertes Leben zu führen. Dabei können wir Urologen ihnen helfen. Eines der Ziele des 69. Kongresses der <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr> ist daher, den Blick für diesen bedeutenden Themenbereich zu schärfen. Raum für Diskussionen bieten unter anderem die Forumssitzungen, die von Donnerstag, den 21.09.2017 bis Samstag, den 23.09.2017 stattfinden.“</p>
<p>Doch nicht nur die Behandlung der Inkontinenz steht im Fokus. Thematisiert werden auch die Möglichkeiten, dem ungewollten Harnabgang vorzubeugen. Neben gezieltem Beckenbodentraining und der Vermeidung von Übergewicht spielen dabei Maßnahmen wie die Elektrostimulation und die Betrachtung des Hormonstatus eine tragende Rolle. „Der Beckenboden gehört zu den vernachlässigten Organen. Ihm sollte deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden“, appelliert Dr. Alfons Gunnemann. „In der Medizin gibt es zwar kein Allheilmittel, aber sehr gute Behandlungsmöglichkeiten. Um jedem Patienten und jeder Patientin die passende Therapie zu ermöglichen, kommt es daher auf einen fachübergreifenden Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Urologen, Gynäkologen und Coloproktochirurgen an.“</p>
<p>Der 69. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie findet vom 20. – 23.09.2017 in Dresden unter dem Motto „Urologie. Für alle. Für jeden. Für uns.“ statt. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten gehören neben der Inkontinenz bei Mann und Frau unter anderem auch die aktuellen Entwicklungen zu <abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>-Screening und Active Surveillance beim Prostatakarzinom sowie Neuerungen bezüglich Diagnostik und Therapie aller urologischer Tumoren.</p>
<p class="bodytext">Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/harninkontinenz-urologen-stellen-neue-entwicklungen-der-inkontinenz-therapie-vor/">Harninkontinenz: Urologen stellen neue Entwicklungen der Inkontinenz-Therapie vor</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Kinderwunsch — hier einige Informationen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Mar 2017 13:50:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>30.01.2017. Was sind die Ursachen ungewollter Kinderlosigkeit? Welche Rolle spielt das Alter? Wann sollte man sich untersuchen lassen? Welche Behandlungsmethoden gibt es in Deutschland, und wer trägt die Kosten? Informationen und Hilfe rund um das Thema Kinderwunsch bietet ein neues Zeitbild MEDICAL, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert sowie von den &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>30.01.2017. Was sind die Ursachen ungewollter Kinderlosigkeit? Welche Rolle spielt das Alter? Wann sollte man sich untersuchen lassen? Welche Behandlungsmethoden gibt es in Deutschland, und wer trägt die Kosten?</p>
<p>Informationen und Hilfe rund um das Thema Kinderwunsch bietet ein neues Zeitbild MEDICAL, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert sowie von den Berufsverbänden der Urologen und der Frauenärzte unterstützt wird. Das Medienpaket enthält sowohl Materialien für Ärzte als auch ein Magazin für Patienten.<a class="download" title="Opens internal link in current window" href="http://www.urologenportal.de/fileadmin/MDB/Images/Newsboard/patienten.pdf" target="_blank"> Hier geht’s zum Patientenmagazin.</a></p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/kinderwunsch-hier-einige-informationen/">Kinderwunsch — hier einige Informationen</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Hodenhochstand nicht nur bei Babys!</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2016 09:48:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Bei den allermeisten zum errechneten Termin geborenen Jungen wandern die Hoden gegen Ende der Schwangerschaft durch den Leistenkanal in den Hodensack. Bei etwa drei Prozent der reifgeborenen Jungen ist der Hoden nicht zuverlässig im Hodensack tastbar. Ärzte sprechen dann von einem Hodenhochstand, der bis zum Ende des ersten Lebensjahres abschließend behandelt werden sollte. &#160; Doch &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei den allermeisten zum errechneten Termin geborenen Jungen wandern die Hoden gegen Ende der Schwangerschaft durch den Leistenkanal in den Hodensack. Bei etwa drei Prozent der reifgeborenen Jungen ist der Hoden nicht zuverlässig im Hodensack tastbar. Ärzte sprechen dann von einem Hodenhochstand, der bis zum Ende des ersten Lebensjahres abschließend behandelt werden sollte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Doch auch ein bereits im Hodensack gelegener Hoden kann in der Folgezeit in den Leistenkanal aufsteigen und dort permanent liegen bleiben. Dieser sogenannte sekundäre Hodenhochstand kommt laut einer neuen Untersuchung weitaus häufiger vor als bisher angenommen.</p>
<p>Darauf wies die Regensburger Urologin PD Dr. Annette Schröder auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. in Leipzig hin. Schröder und Kollegen hatten in einer Untersuchung zwischen Mai 2015 und August 2016 festgestellt, dass von 175 Jungen, bei denen ein Hodenhochstand operiert wurde, fast 50 Prozent einen sekundären Hodenhochstand aufwiesen. Das heißt, dass der Hoden, obgleich er bereits ordnungsgemäß in den Hodensack abgesunken war, wieder aus diesem in Richtung Bauchraum zurückwandert. Risiken dafür sind unter anderem ein Pendelhoden, ein verspäteter Abstieg des Hodens in den Hodensack (primärer Hodenhochstand) sowie ein vorausgegangener Leistenbruch.</p>
<p>Wie der primäre Hodenhochstand geht auch der sekundäre Hodenhochstand, vor allem, wenn er beidseitig auftritt, mit einer eingeschränkten Zeugungsfähigkeit einher. Zudem trägt ein nicht richtig liegender Hoden ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Hodenkrebs in sich.</p>
<p>PD Dr. Schröder rät deshalb, die Hodenlage bis zur Pubertät regelmäßig etwa während der U‑Untersuchungen beim Kinderarzt zu überprüfen. Besteht ein begründeter Verdacht auf einen Hodenhochstand, sollte ein Urologe hinzugezogen werden und die Fehllage so früh wie möglich korrigiert werden, um Spätfolgen zu vermeiden. Die grösste Sicherheit einer komplikationslosen Entwicklung besteht bei einer Korrektur der Hodenlage bis zum Abschluss des 12. Lebensmonats.</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/hodenhochstand-nicht-nur-bei-babys/">Hodenhochstand nicht nur bei Babys!</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Kommen Männer in die Wechseljahre?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Sep 2016 07:15:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Scheuermann]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hypogonadismus des alternden Mannes Kommen Männer in die Wechseljahre? Diese Frage wird immer wieder diskutiert. Die Antwort der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) ist ein eindeutiges Nein. Bei dem Beschwerdebild, das fälschlicherweise oft als „Wechseljahre des Mannes“ bezeichnet wird, handelt es sich um ein Androgendefizit, auch Hypogonadismus genannt. „Meist ist bereits ab dem 45. &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>Hypogonadismus des alternden Mannes<br>
</b><br>
Kommen Männer in die Wechseljahre? Diese Frage wird immer wieder diskutiert. Die Antwort der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (<abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>) ist ein eindeutiges Nein. Bei dem Beschwerdebild, das fälschlicherweise oft als „Wechseljahre des Mannes“ bezeichnet wird, handelt es sich um ein Androgendefizit, auch Hypogonadismus genannt. „Meist ist bereits ab dem 45. Lebensjahr eine stetige Abnahme des wichtigsten Sexualhormons Testosteron von etwa einem Prozent im Jahr zu beobachten“, sagt Prof. Dr. Sabine Kliesch, Vorsitzende der PatientenAkademie der <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>. „Bei einem hohen Ausgangswert bereitet das keine Probleme. Doch es gibt Männer, die mit erheblichen Beschwerden zu kämpfen haben. Ihnen kann unter Umständen eine Testosteronersatztherapie helfen.“</p>
<p>Bei den 40- bis 79-Jährigen sind etwa zwei bis fünf Prozent der Männer vom altersbedingten Hypogonadismus betroffen. Besonders häufig zeigt sich der Hormonmangel in Zusammenhang mit Übergewicht und einem schlechten Gesundheitszustand. Aber auch Grunderkrankungen wie das metabolische Syndrom und Diabetes mellitus wirken sich negativ auf den Testosteronspiegel aus. Zu den Leitbeschwerden, mit denen Männer die urologische Praxis aufsuchen, zählen Erektionsstörungen und Libidoverlust. Weitere Folgen des Androgendefizits sind Schlafstörungen, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten. „Die betroffenen Männer fühlen sich nicht mehr leistungsfähig. Sogar Depressionen können einen Hypogonadismus begleiten“, weiß Prof. Kliesch. Häufig zeigt sich zudem eine Abnahme der Muskelmasse bei gleichzeitiger Zunahme des gesundheitskritischen viszeralen Bauchfetts. Hinzu kommt, dass ein zu niedriger Testosteronspiegel andere Stoffwechselprozesse negativ beeinflusst. Langfristig leidet das Blutbild und der Knochenstoffwechsel, Übergewicht sowie eine Störung des Zuckerhaushalts werden begünstigt. „Es ist ein Kreislauf: Zum einen fördert ein zu niedriger Testosteronspiegel die Entstehung von Stoffwechselkrankheiten. Zum anderen verstärken bereits bestehende Stoffwechselerkrankungen den Testosteronmangel. Hypogonadismus stellt für die Gesundheit des Mannes daher ein gewisses Risiko dar“, erklärt Prof. Kliesch. Die Urologin und renommierte Andrologin empfiehlt Kollegen, bei Patienten mit Beschwerden genau hinzuschauen und bei einem klinischen Verdacht auf einen Hypogonadismus die Testosteronwerte zu untersuchen.</p>
<p>Die endokrinologische Diagnostik erfasst nicht nur die Bestimmung des Testosteronspiegels. Auch die Gonadotropine, das sexualhormonbindende Globulin (SHBG), Prolaktin sowie der <abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>-Wert sind relevant. Kontraindikationen wie ein Prostatakarzinom müssen bei der Diagnostik ausgeschlossen werden. „Testosteronwerte zwischen 8 und 12 nmol/l sollten genauer kontrolliert werden“, sagt Prof. Kliesch. Bestimmungen des Blutbildes und der Blutfette schließen sich ebenso an wie die Messung der Knochendichte. Die genannten Parameter müssen auch im Verlauf einer Substitutionstherapie kontrolliert werden. Wichtig ist zudem, dass der Urologe im Zuge der Hormontherapie den Kontakt zu anderen Disziplinen etwa dem Hausarzt, dem Kardiologen und dem Diabetologen sucht, um dem Patienten eine bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen. Die Reduzierung gesundheitlicher Risiken, die in einem ungesunden Lebensstil begründet liegen und die Behandlung von Begleiterkrankungen sind gegebenenfalls wichtiger als die reine Testosteronersatztherapie.</p>
<p>„Die Hormontherapie ist kein Allheilmittel. Allerdings kann die Gabe von Testosterongelen oder Depotspritzen die Gesundheit und das Wohlbefinden des Patienten deutlich unterstützen“, erklärt Prof. Kliesch. „In dem Moment, in dem ich den Stoffwechselhaushalt auf hormoneller Seite wieder in Ordnung bringe, lassen sich auch andere gesundheitskritische Werte wie ein zu hoher Blutzucker besser behandeln“, betont die Urologin und ergänzt: „Studien haben gezeigt, dass ein Diabetiker, der begleitend unter einem unbehandelten Hypogonadismus leidet, früher stirbt, als ein Diabetiker mit einem behandelten Testosteronmangel.“ Ganz aktuell weist eine US-amerikanische Studie zudem auf kardiovakuläre Vorteile einer Testosteronersatztherapie hin. Anders als bisher diskutiert, senkt demnach die Normalisierung der Testosteronwerte bei Männern ohne vorhergehende kardiovaskuläre Ereignisse das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle und vermindert die Gesamtsterblichkeit.</p>
<p>Vor Beginn der Substitutionstherapie ist es von großer Wichtigkeit, den Patienten über den Nutzen der Hormone, aber auch über Nebenwirkungen wie mögliche Auswirkungen auf die Prostata oder die Fruchtbarkeit aufzuklären. „Diagnostik und Behandlung nach den Leitlinien der European Association of Urology (<abbr lang="en" title="European Association of Urology">EAU</abbr>) gewähren auch für den älteren Mann einen verantwortungsvollen Umgang mit der Hormonersatztherapie, die bei Patienten mit einem entsprechenden Beschwerdebild, bei nachgewiesenem Hypogonadismus, nach Aufklärung und Risikoabklärung sowie mit begleitenden Verlaufskontrollen zum Tragen kommen kann“, sagt Prof. Dr. Oliver Hakenberg, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V., die die jüngste Medienkritik am Einsatz der Testosteronersatztherapie ausdrücklich zurückweist. <b><br>
</b></p>
<p>Quelle DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/kommen-maenner-in-die-wechseljahre/">Kommen Männer in die Wechseljahre?</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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