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	<title>Blase | Urologische Praxis</title>
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		<title>Blasenkrebs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jan 2025 06:38:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Blasenkrebs ist heimtückisch. Jahrelang kann ein bösartiger Tumor unbemerkt in der Blase wachsen. Ein Urologe erklärt, woran Sie die Krankheit frühzeitig erkennen. Mehr als 29.000 Mal pro Jahr erhalten Menschen hierzulande die Diagnose Blasenkrebs. Tückisch ist, dass der Tumor im Frühstadium kaum eindeutige Symptome hervorruft. Auch Schmerzen treten eher selten auf. Symptome: Vorsicht bei Blut &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p align="justify"><strong><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Blasenkrebs ist heimtückisch. Jahrelang kann ein bösartiger Tumor unbemerkt in der Blase wachsen. Ein Urologe erklärt, woran Sie die Krankheit frühzeitig erkennen.</span></span></strong></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Mehr als 29.000 Mal pro Jahr erhalten Menschen hierzulande die Diagnose Blasenkrebs. Tückisch ist, dass der Tumor im Frühstadium kaum eindeutige Symptome hervorruft. Auch Schmerzen treten eher selten auf. </span></span></p>
<p align="justify"><strong><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Symptome: Vorsicht bei Blut im Urin</span></span></strong></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">An welchen Symptomen Blasenkrebs dennoch erkennbar ist, erklärt Professor Dr. Christian Wülfing, Chefarzt der Urologie an der Asklepios Klinik Altona. “Am häufigsten ist Blut im Urin”, so der Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Urologie.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Betroffene sollten bei einer Rot- oder Braunfärbung des Urins daher immer einen Arzt aufsuchen. Auch Schmerzen beim Wasserlassen können ein Anzeichen für Blasenkrebs sein. Im fortgeschrittenen Stadium der Krebserkrankung kommen meist Schmerzen im Unterleib und der Nierengegend hinzu.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Ein Früherkennungstest wie der Urintest “NMP22”, der in einer Urinprobe eine von Tumoren vermehrt gebildete Substanz nachweisen soll, ist dem Urologen zufolge bislang nicht sehr zuverlässig.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>Ursachen: Rauchen ist Risikofaktor Nummer eins</b></span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Warum Geschwülste in der Harnblase und den Harnwegen entstehen, ist noch unklar. Wissenschaftliche Untersuchungen haben einige Faktoren nachweisen können, die das Erkrankungsrisiko für Blasenkrebs erhöhen, schreibt die Deutsche Krebshilfe in ihrem Ratgeber.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Der größte Risikofaktor für ein Blasenkarzinom ist “ganz klar” Rauchen, so Professor Dr. Wülfing. Auch Passivrauchen erhöht das Risiko, denn die krebserregenden Substanzen des Zigarettenrauches werden von der Niere aus dem Blut gefiltert und gelangen mit dem Urin in die Blase, wo sie die Schleimhaut schädigen. Experten schätzen, dass etwa 30 bis 70 Prozent aller Blasenkrebserkrankungen auf das Rauchen zurückzuführen sind.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>Chemische Substanzen als Auslöser für Blasenkrebs</b></span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Bei machen beruflichen Tätigkeiten sind die Beschäftigten bestimmten chemischen Stoffen wie aromatischen Aminen und Anilin-Farbstoffen ausgesetzt, die das Blasenkrebsrisiko erhöhen können. Gefährdet sind der Deutschen Krebshilfe zufolge: Chemiearbeiter, Maler und Lackierer, Automechaniker, Beschäftigte in der Gummiverarbeitung, Beschäftigte in der Stahl- und Lederindustrie,Friseure, Zahntechniker</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">In diesen Branchen gilt Blasenkrebs als anerkannte Berufskrankheit. Heutzutage gibt es verbesserte Sicherheitsvorkehrungen für den Umgang mit solchen Substanzen am Arbeitsplatz. Aber auch im privaten Alltag kommen viele Menschen mit krebserregenden Stoffen in Kontakt. So stehen chemische Haarfärbemittel unter Verdacht, das Blasenkrebsrisiko zu erhöhen.</span></span></p>
<p align="justify"><strong><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Weitere Risikofaktoren für Blasenkreb</span></span></strong><strong><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">serkrankungen</span></span></strong></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">chronische Blasenentzündungen, Blasensteine und Dauerkatheter, Einnahme von Schmerzmedikamenten mit dem Wirkstoff Phenazetin, über viele Jahre anhaltende Infektionskrankheiten wie Bilharziose</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>Männer erkranken häufiger an Blasenkrebs</b></span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Männer erkranken laut der Deutschen Krebshilfe mehr als doppelt so oft an Blasenkrebs wie Frauen. Das liege daran, dass Männer mehr rauchen. Doch die Zahl der Neuerkrankungen bei Frauen steigt, “vermutlich weil auch der Anteil der weiblichen Raucher gestiegen ist in den vergangenen 30 bis 40 Jahren”, erklärt Professor Dr. Wülfing.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"><b>Behandlung ist abhängig vom Tumorstadium</b></span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Ob ein Verdacht auf Blasenkrebs begründet ist, kann der Arzt durch Analyse des Urins, Tast- und Ultraschalluntersuchungen, </span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Blasenspiegelung</span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"> und eine Röntgenkontrastdarstellung der Nieren und Harnwege feststellen. Die Mehrzahl der Blasentumoren werden in einem Stadium erkannt, in dem sie noch oberflächlich wachsen und operativ entfernt werden können.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">“Es folgt meistens eine endoskopische Operation, bei der über eine Blasenspiegelung Gewebe des Tumors ‘ausgeschält’ wird”, sagt Professor Dr. Wülfing. Diese Methode werde auch transurethrale Blasentumorresektion – kurz TURB – genannt.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Auch mit einer Chemotherapie oder </span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Strahlentherapie</span></span><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;"> der Harnblase kann der Krebs im Frühstadium behandelt werden. Ist er schon fortgeschritten, muss die Harnblase jedoch entfernt werden. Dann bekommen die Patienten einen Blasenersatz und es wird ein sogenanntes Urostoma gelegt. Das Urostoma ist eine künstliche Harnausleitung durch die Bauchdecke, durch das der Urin dann ausgeschieden wird.</span></span></p>
<p align="justify"><span style="font-family: Arial, sans-serif;"><span style="font-size: small;">Wird der Blasenkrebs erst spät erkannt, kann dieser das Muskel- und Lymphgewebe befallen. Ist dies der Fall, kann auch eine Blasenentfernung nicht mehr helfen und der Krebs endet tödlich. In Deutschland sterben rund 4.000 Menschen im Jahr an einem Tumor in der Harnblase. </span></span></p>
<p align="justify">Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/blasenkrebs/">Blasenkrebs</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Aktuelle Empfehlung des Europäischen Rates zur Prostatakarzinom-Früherkennung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Sep 2023 05:50:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V. (DGU) begrüßt die jüngsten wichtigen Empfehlungen des Europäischen Rates zur Krebsfrüherkennung verschiedener Tumoren. Darin wird zur Früherkennung des Prostatakarzinoms konkret Stellung bezogen: „Die an die Mitgliedsstaaten gerichteten Vorschläge sehen eine größere Bandbreite an Screeningverfahren und Programmgestaltungen vor. Zudem wird angeregt, bestehende Programme auf weitere Zielgruppen und andere Krebsarten &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V. (<abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>) begrüßt die jüngsten wichtigen Empfehlungen des Europäischen Rates zur Krebsfrüherkennung verschiedener Tumoren. Darin wird zur Früherkennung des Prostatakarzinoms konkret Stellung bezogen: „Die an die Mitgliedsstaaten gerichteten Vorschläge sehen eine größere Bandbreite an Screeningverfahren und Programmgestaltungen vor. Zudem wird angeregt, bestehende Programme auf weitere Zielgruppen und andere Krebsarten auszuweiten. Unter Berücksichtigung der vorläufigen Evidenz und des beträchtlichen Maßes an opportunistischem Screening sollten die Länder einen stufenweisen Ansatz in Erwägung ziehen, der Pilotprojekte und weitere Forschungsarbeiten umfasst, um die Durchführbarkeit und Wirksamkeit systematischer Programme mit dem Ziel der Gewährleistung einer angemessenen Steuerung und Qualität auf der Grundlage von Untersuchungen auf das prostataspezifische Antigen (<abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>) bei Männern in Kombination mit ergänzender Magnetresonanztomografie (MRT) als Folgeuntersuchung zu evaluieren.“</p>
<p>Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. unterstützt die Empfehlung der EU und sieht diese als Bestätigung der eigenen jahrelangen Bemühungen, das wichtige Thema der Früherkennung des Prostatakarzinoms auf nationaler Ebene voranzubringen. „Wir fordern basierend auf neuesten evidenzbasierten Studiendaten bereits seit Längerem, endlich ein zeitgemäßes Verfahren auf den Weg zu bringen, welches nicht ausschließlich auf der Tastuntersuchung der Prostata beruht“, sagt <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Generalsekretär Prof. Dr. med. Maurice Stephan Michel. Der <abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>-Test gekoppelt mit einem modernen mpMRT als weiterführende Untersuchung bei Karzinomverdacht sei hier auch nach Ansicht der <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr> ein äußerst vielversprechender Ansatz, der die häufig kritisierten Übertherapien vermeiden kann.</p>
<p>Zur Unterstützung ihrer Argumente weist die <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr> auf Ergebnisse der PROBASE-Studie hin. Dort wurde bei mehr als 23.000 Männern im Alter von 45 Jahren ein Baseline-<abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>-Wert bestimmt. Bei einem <abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr> &gt; 3ng/<abbr lang="de" title="Milliliter (1/1.000 Liter)">ml</abbr> und einer bioptischen Abklärung mit Zuhilfenahme des mpMRT wurden schließlich 48 Prostatakarzinome entdeckt. Das entspricht einer Detektionsrate von 0,2 %. Der Kontrollarm verzichtete auf die initiale <abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>-Bestimmung, sodass die Indikation zur Prostatastanzbiopsie alleinig auf Basis der digital rektalen Untersuchung gestellt wurde. Diese erfolgte bei 6.537 Männern. Bei einem auffälligen Tastbefund wurde biopsiert, bei 2 Männern wurde schließlich ein Karzinom detektiert (2/6537 = 0,03 %).</p>
<p>„Der Unterschied in der Detektionsrate mit und ohne Basis-<abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>-Wert ist offensichtlich und unterstützt unsere Fortschrittsforderung in der Früherkennung des Prostatakarzinoms mittels <abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>-Wert und multiparametrischem MRT der Prostata (mpMRT) als adäquate Folgeuntersuchung“, erklärt der Leiter der PROBASE-Studie Prof. Dr. med. Peter Albers diese aktuelle Datenlage.</p>
<p>Aus den USA gibt es ebenfalls unterstützende Studiendaten für die Anwendung des <abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>-Wertes in der Früherkennung: Wurden mehr ehemalige US-Soldaten <abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>-basiert untersucht und behandelt, so war die Anzahl metastasierter Erkrankungen nach 5 Jahren signifikant geringer als bei Patienten, die weniger oder gar keine <abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>-basierten Untersuchungen erhalten hatten. „Das ist ein weiteres Indiz dafür, dass die <abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>-Untersuchung sinnvoll ist, denn sie reduziert die Anzahl metastasierter Erkrankungsstadien“, ergänzt <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Präsident Prof. Dr. med. Martin Kriegmair.</p>
<p>Daher ergeht in Richtung des G‑BA sowie des Bundesgesundheitsministeriums, vertreten durch den Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. med. Karl Lauterbach, der <a class="download" href="https://www.urologenportal.de/fileadmin/MDB/PDF/Presse/aaa_NEU_ab_24_11-22/Frueherkennung_Prostatakarzinom.pdf">eindringliche Appell der Deutschen Gesellschaft für Urologie e. V</a>., nun endlich den Baseline-<abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr> und bei entsprechender Befundkonstellation das mpMRT der Prostata als Früherkennungsleistung in Deutschland zu verankern. Andernfalls drohe Deutschland mit Blick auf die Früherkennung des Prostatakarzinoms zum Entwicklungsland in der EU zu werden, betont Prof. Dr. med. Maurice Stephan Michel.</p>
<p>„Hinsichtlich der Mortalität steht das Prostatakarzinom in Deutschland noch immer an zweiter Stelle der Krebserkrankungen des Mannes: Im Jahr 2019 wurden hierzulande 68.579 Neuerkrankungen dokumentiert; im gleichen Jahr verstarben 15.040 Männer an diesem Tumor“, gibt der Pressesprecher der <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>, Prof. Dr. med. Axel Merseburger, zu bedenken.</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/aktuelle-empfehlung-des-europaeischen-rates-zur-prostatakarzinom-frueherkennung/">Aktuelle Empfehlung des Europäischen Rates zur Prostatakarzinom-Früherkennung</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Urologen unterstützen Implementierung der HPV-Impfung für Jungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Aug 2018 07:21:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nach der STIKO-Empfehlung: Urologen unterstützen Implementierung der HPV-Impfung für Jungen Berlin, 13.06.2018. Deutschlands Urologen haben lange darauf gewartet: Nun hat die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts (RKI) am 5. Juni ihre Empfehlung zur HPV-Impfung für Jungen beschlossen. Danach empfiehlt die STIKO die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) für alle Jungen im Alter von 9 &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der STIKO-Empfehlung: Urologen unterstützen Implementierung der HPV-Impfung für Jungen<br>
Berlin, 13.06.2018. Deutschlands Urologen haben lange darauf gewartet: Nun hat die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts (RKI) am 5. Juni ihre Empfehlung zur HPV-Impfung für Jungen beschlossen. Danach empfiehlt die STIKO die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) für alle Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Zu einer Nachholimpfung wird bis zum Alter von 17 Jahren geraten. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. begrüßen diese Entscheidung uneingeschränkt und sichern der STIKO ihre volle Kooperation und Unterstützung bei der anstehenden Implementierungsphase der HPV-Jungenimpfung zu. Mit medizinischen Fortbildungen zu HPV-bedingten Erkrankungen, Impfkursen und der Einrichtung von Jungensprechstunden in urologischen Praxen und Kliniken haben DGU und Berufsverband in der Vergangenheit bereits entsprechende Versorgungsstrukturen eingeführt. „Schon im Herbst 2018 werden die Verbände mit einer Urologischen Themenwoche zur HPV-Impfung für Jungen in Zusammenarbeit mit der STIKO die breite Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren“, sagt DGU-Pressesprecher Prof. Dr. Christian Wülfing.</p>
<p>Aus Sicht von DGU und Berufsverband war die jetzige Impfempfehlung für Jungen überfällig, um eine effektive impfmedizinische Präventionsstrategie gegen HPV-assoziierte Erkrankungen für beide Geschlechter zu etablieren. In Deutschland werden 1,6 Prozent aller Krebserkrankungen in Verbindung mit sogenannten Hochrisiko-HPV-Typen gebracht. Laut RKI entspricht dies 7.600 Krebspatientinnen und ‑patienten. „Angesichts unzureichender HPV-Impfquoten der Mädchen in Deutschland mit einer Durchimpfungsrate von 31 Prozent bei den 15-jährigen Mädchen und folglich einer unzureichenden Herdenschutzwirkung war zehn Jahre nach der STIKO-Empfehlung für eine alleinige Mädchenimpfung eine Überprüfung der wissenschaftlichen Literaturlage dringend notwendig“, sagt Prof. Dr. Peter Schneede, HPV-Experte der DGU. Danach ist es wissenschaftlich erwiesen, dass sich durch die HPV-Impfung von Kindern und Jugendlichen, optimalerweise vor Aufnahme der sexuellen Aktivitäten, nicht nur Gebärmutterhalskarzinome, sondern auch andere HPV-assoziierte Karzinome von Frauen und Männern effektiv verhindern lassen. Dazu gehören Krebserkrankungen von Vulva, Scheide, Penis, After, Mund, Rachen und Kehlkopf. „Zudem schützt die Impfung beide Geschlechter vor den wesentlich häufigeren Anogenitalwarzen. Diese sind zwar gutartig, aber hoch ansteckend, häufig wiederkehrend und für die Betroffenen äußerst unangenehm“, so der HPV-Experte des Berufsverbandes, Dr. Wolfgang Bühmann.<br>
Die nun erweiterte STIKO-Empfehlung auf eine geschlechtsneutrale HPV-Impfung von Kindern und Jugendlichen deckt sich mit der Auffassung der DGU, die bereits seit 2013 in der S3-Leitlinie zur Impfprävention HPV-assoziierter Neoplasien (AWMF-Register Nr. 082/002, Stand 12/2013) von der Fachgesellschaft offiziell mit vertreten wurde. Eine öffentliche Empfehlung für die Jungenimpfung hatten die Fachgesellschaft und der Berufsverband der Deutschen Urologen 2016 abgegeben.<br>
Mit Veröffentlichung im Epidemiologischen Bulletin 34/2018 Ende August wird die neue STIKO-Empfehlung offiziell. Danach hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) drei Monate Zeit, die Aufnahme in die Schutzimpfungsrichtlinie zu prüfen, welche die Kostenübernahme von Impfungen durch die Gesetzliche Krankenversicherung regelt. Diese wird erwartet, da der G‑BA üblicherweise den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission folgt. „Wir sind vorbereitet“, sagt Dr. Axel Schroeder, Präsident des Berufsverbands der Deutschen Urologen. „Mit unseren Jungensprechstunden beim Urologen haben wir die notwendigen Versorgungsstrukturen geschaffen und können dazu beitragen, die männlichen Adoleszenten zu erreichen, sie aufzuklären und zu impfen und das nicht zuletzt mit Blick auf die Nachholimpfungen bis 17 Jahre.“</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/urologen-unterstuetzen-implementierung-der-hpv-impfung-fuer-jungen/">Urologen unterstützen Implementierung der HPV-Impfung für Jungen</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Nierenkrebs</title>
		<link>https://www.urologe-bensheim.de/nierenkrebs/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jan 2018 10:04:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nierenkrebs ist die dritthäufigste Tumorerkrankung, mit der Deutschlands Urologen in Praxen und Kliniken konfrontiert sind. Betroffene Patienten sind zumeist ältere Menschen und nach altersstandardisierten Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) doppelt so viele Männer wie Frauen. Rund 16.500 Neuerkrankungen an Nierenkrebs erwartete das RKI für 2016. Früh erkannt, lassen sich Nierentumoren heute gut behandeln und die &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nierenkrebs ist die dritthäufigste Tumorerkrankung, mit der Deutschlands Urologen in Praxen und Kliniken konfrontiert sind. Betroffene Patienten sind zumeist ältere Menschen und nach altersstandardisierten Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) doppelt so viele Männer wie Frauen. Rund 16.500 Neuerkrankungen an Nierenkrebs erwartete das RKI für 2016. Früh erkannt, lassen sich Nierentumoren heute gut behandeln und die Prognose für die meisten Patienten ist günstig, teilen die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (BDU) anlässlich des Welt-Nierenkrebs-Tages mit, der am morgigen 22. Juni 2017 erstmals stattfindet. Sie betonen jedoch zugleich die Bedeutung der Prävention von Nierentumoren — und damit besonders Fragen des individuellen Lebensstils.</p>
<p>„Die Ursachen für die Entstehung von Nierenkrebs, zu 90 Prozent handelt es sich dabei um Nierenzellkarzinome, sind noch nicht geklärt. Aber es gibt Risikofaktoren wie etwa Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck und Mangel an körperlicher Aktivität, die laut S3-Leitlinie zum Nierenkrebs als begünstigend erkannt sind. Diese Faktoren sind beeinflussbar, und hier sollte Prävention ansetzen“, sagt BDU-Präsident Dr. Axel Schroeder. Nicht modifizierbare Risikofaktoren seien terminale Niereninsuffizienz und eine erbliche Vorbelastung, die jedoch selten vorkomme. „Umso mehr Bedeutung erhält eine gesunde Lebensführung bei der Prävention von Nierenkrebs.“</p>
<p>Im frühen und im lokal fortgeschrittenen Stadium machen Nierentumoren keine Symptome. Sie werden bei Ultraschalluntersuchungen des Bauchraumes oft eher beiläufig entdeckt, woran stetig verbesserte bildgebende Verfahren ihren Anteil haben. Treten bereits Beschwerden wie etwa Schmerzen im seitlichen Rückenbereich oder blutiger Urin auf, ist der Krebs häufig schon weit fortgeschritten und hat oft bereits Metastasen gestreut. Obwohl das statistische Durchschnittsalter bei der Erstdiagnose von Nierentumoren relativ hoch ist — bei Männern sind es 68, bei Frauen 72 Jahre — befindet sich das Karzinom bei seiner Entdeckung in 75 Prozent aller Fälle noch in einem frühen Stadium mit entsprechend günstiger Prognose für den Krankheitsverlauf.</p>
<p>Sowohl Nierentumoren im frühen und lokal fortgeschrittenen Stadium als auch Nierenkrebs im metastasierte Stadium werden nach der ärztlichen S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Nierenzellkarzinoms behandelt, die 2015 federführend von der DGU und von der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) erstellt und gerade aktualisiert worden ist. Das Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten ist breit und spannt sich von aktiver Überwachung über verschiedene Operationsverfahren bis zu komplexen systemischen Therapien. „Im frühen oder lokal fortgeschrittenen Stadium sind Operationen, minimal-invasiv und nach Möglichkeit organerhaltend, immer noch alternativlos. Regelmäßige, risikoadaptierte Nachsorgeschemata gemäß der S3-Leitlinie, gilt es bei der Nachsorge operierter Patienten zu berücksichtigen, um Rezidive ggf. früh zu erkennen. Ablative Therapien wie etwa die Radiofrequenzablation, bei der durch Hitzeentwicklung eines hochfrequenten Stroms gezielt Gewebe zerstört wird, müssen sich weiter beweisen“, so DGU-Pressesprecher Prof. Dr. Christian Wülfing. Der urologische Chefarzt weiter: „Für die metastasierten Tumoren sind inzwischen zehn Medikamente zugelassen. Durch gezielte Krebstherapie, sogenannte ‚̣targeted therapy’, und kluge Kombination neuer Präparate werden die Überlebenszeiten der Patienten länger.“</p>
<p>Ausführliche Informationen über Risikofaktoren, Symptome, Diagnostik und die Behandlung von Nierenkrebs bieten die beiden Patientenleitlinien „Nierenkrebs im frühen und im lokal fortgeschrittenen Stadium“ und „Nierenkrebs im metastasierten Stadium“, die im Leitlinienprogramm Onokologie von der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften, der Deutschen Krebsgesellschaft und der Stiftung Deutsche Krebshilfe unter Federführung der DGU und der DGHO herausgegeben wurden.</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/nierenkrebs/">Nierenkrebs</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Internationaler Männertag 2017: Urologen und Männergesundheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Dec 2017 13:13:42 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin, 17.11.2017. In Sachen Männergesundheit gibt es noch viel zu tun: Die Jugendvorsorgeuntersuchung J1 nimmt nur knapp die Hälfte der 12- bis 14-jährigen Jungen und Mädchen wahr, die J2 wird nicht einmal von allen Kassen bezahlt, die HPV-Impfung für Jungen nur in Sachsen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, und der erwachsene Mann schließlich nutzt das jährliche gesetzliche Krebsfrüherkennungsangebot beim Urologen, laut aktueller Erhebung der Techniker Krankenkasse, nur zu 27 Prozent, während 59 Prozent der Frauen die Krebsfrüherkennungsuntersuchung beim Gynäkologen wahrnehmen. Vor diesem Hintergrund sehen die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (BDU) weiterhin großen Aufklärungsbedarf, aber etwa mit Blick auf die HPV-Impfung für Jungen auch gesundheitspolitischen Handlungsbedarf. Die Verbände weisen anlässlich des internationalen Männertages, der am 19. November einmal mehr die Gesundheit von Jungen und Männern und die Gleichberechtigung der Geschlechter in den Mittelpunkt rückt, auf ihr vielfältiges Engagement hin, das bei den männlichen Adoleszenten ansetzt und sie zielgruppengerecht in den sozialen Medien abholt und bis zu traditionellen Patientenforen für die ältere Generation reicht.</p>
<p>Die Einführung der Jungensprechstunde ist wesentlicher Baustein für eine bessere Männergesundheit. „Auch Jungen brauchen nach dem Kinderarzt einen dauerhaften Ansprechpartner. Mit der Jungensprechstunde beim Urologen verfügen wir inzwischen analog zur Mädchensprechstunde beim Frauenarzt über ein geeignetes Angebot, damit in der nächsten Männergeneration ein vergleichbares Gesundheitsbewusstsein entstehen kann. Die neue Versorgungsstruktur ermöglicht uns zudem, Jungen über die HPV-Impfung aufzuklären und sie zu impfen“, sagt BDU-Präsident Dr. Axel Schroeder. Bis dato ist das allerdings nur in Sachsen zulasten der Kostenträger möglich. „Die HPV-Impfung sollte den Jungen nicht länger vorenthalten werden. DGU und BDU empfehlen die Impfung für Jungen und appellieren an die möglichen Koalitionspartner, sich für eine schnellstmögliche Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen einzusetzen“, sagt DGU-Pressesprecher Prof. Dr. Christian Wülfing.</p>
<p>Aufklärung leisten Urologen für Männer jeden Alters: Dauerhaft im Netz präsent sind zum Beispiel alle Inhalte der urologischen Themenwoche Hodenkrebs und der Themenwoche Prostatakrebs, die 2017 für Tausende Klicks und bundesweit zahlreiche lokale Aktionen engagierter Urologinnen und Urologen gesorgt haben. Neben ihrer Homepage www.urologenportal.de haben DGU und BDU zahlreiche Ratgeber herausgegeben, die Webseiten www.jungensprechstunde.de und www.hodencheck.de eingerichtet und zuletzt die Aufklärungskampagne „Urologie für alle“ gestartet, die von den Handballlegenden und prominenten Botschaftern der Prostatakrebsfrüherkennung Michael und Uli Roth unterstützt wird. Das Zweitmeinungsprojekt Hodentumoren und die Online-Entscheidungshilfe für Patienten mit Prostatakrebs tragen zu einer besseren Information und Versorgung erkrankter Männer bei.</p>
<p>Handfeste Tipps zum diesjährigen Männertag haben DGU und BDU auch. Ihr urologischer Gesundheits-Fahrplan durch das Männerleben beginnt beim Säugling und lautet:</p>
<p>+ Frühzeitige Abklärung urogenitaler Fehlbildungen; Hodenhochstand bis zum Ende des ersten Lebensjahres abschließend behandeln, um das Langzeit-Risiko für Hodenkrebs zu minimieren (Infos für Eltern).</p>
<p>+ Alle U‑Untersuchungen sowie die J1 und J2 wahrnehmen. Danach die Jungensprechstunde beim Urologen für die rechtzeitige Aufklärung über Verhütung und sexuell übertragbare Infektionen sowie Impfungen einschließlich der HPV-Impfung für Jungen nutzen (Adressen unter www.jungensprechstunde.de).</p>
<p>+ Ab 14 Jahren Selbstuntersuchung der Hoden zur Früherkennung von Hodenkrebs (Infos unter www.hodencheck.de).</p>
<p>+ Ab 45 jährliche Krebsfrüherkennungsuntersuchung der Prostata und der äußeren Geschlechtsorgane beim Urologen. Bestimmung eines Basis-PSA-Wertes nach informierter Patientenentscheidung im Alter von 45, bei familiärer Vorbelastung mit 40 Jahren (Ratgeber zum PSA-Test).</p>
<p>+ Typische altersbedingte Männerleiden wie die vergrößerte Prostata, Potenzstörungen oder Testosteronmangel zum Erhalt der Lebensqualität abklären und behandeln lassen. Wichtig: Erektile Dysfunktion kann auch ein Warnzeichen für Schädigungen des Gefäßsystems und damit ein Vorbote von Herzinfarkt oder Schlaganfall sein.</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/internationaler-maennertag-2017-urologen-und-maennergesundheit/">Internationaler Männertag 2017: Urologen und Männergesundheit</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Harninkontinenz: Urologen stellen neue Entwicklungen der Inkontinenz-Therapie vor</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jun 2017 08:49:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Berlin, 11.05.2017. Funktionsstörungen im Blasen- und Beckenbodenbereich sind weit verbreitet. Sie reichen von Blasenentleerungsstörungen über ungewollten Urinverlust bis hin zu Schmerzen in Becken und Rücken. Von den Patienten und Patientinnen als besonders unangenehm empfunden wird eine Harninkontinenz. Das Gefühl, die eigene Blase nicht mehr kontrollieren zu können, geht mit einem hohen Leidensdruck einher. Eine von &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>Berlin, 11.05.2017. </b>Funktionsstörungen im Blasen- und Beckenbodenbereich sind weit verbreitet. Sie reichen von Blasenentleerungsstörungen über ungewollten Urinverlust bis hin zu Schmerzen in Becken und Rücken. Von den Patienten und Patientinnen als besonders unangenehm empfunden wird eine Harninkontinenz. Das Gefühl, die eigene Blase nicht mehr kontrollieren zu können, geht mit einem hohen Leidensdruck einher. Eine von drei Frauen hat in ihrem Leben das Risiko an einer Belastungsinkontinenz zu erkranken. Eine von neun Frauen erkrankt an einer sogenannten Senkung ihres inneren Genitales (Prolaps). Zu den häufigsten Auslösern einer Belastungs- oder Dranginkontinenz sowie einer Prolapserkrankung bei Frauen zählen degenerative Veränderungen, Entzündungen, Geburtsschädigungen, Übergewicht sowie eine zunehmende Lebenserwartung. Bei Männern spielt neben dem Alter meist eine Operation der Prostata die bedeutende Rolle bei der Entstehung einer Harninkontinenz.</p>
<p>Hilfe finden betroffene Männer und Frauen in Form moderner Behandlungsmaßnahmen, die zugleich schonend und effektiv sind. Wurde noch vor wenigen Jahren aufwändig operiert, bei Frauen etwa der Blasenhals im Zuge einer belastenden Schnittoperation verlagert, eine sogenannte Nadelsuspension vorgenommen oder eine Pubovaginalschlinge aus körpereigenem Gewebe gesetzt, reicht heute meist ein minimalinvasiver Eingriff aus. Die theoretischen Grundlagen dieser Therapie wurden bereits vor 25 Jahren in der sogenannten Integraltheorie nach Petros beschrieben – der Wiederherstellung der Blasenfunktion durch die Rekonstruktion des lockeren Halteapparates. Bewährt hat sich unter anderem der Einsatz suburethraler Bänder, etwa aus Polypropylen. Der Beckenboden ist dabei mit einem Trampolin vergleichbar: Nur wenn eine ausreichende Spannung vorhanden ist, kann er richtig funktionieren.</p>
<p>„Die synthetischen Bänder, die mit Hilfe eines kleinen Schnittes beziehungsweise Einstichs in den Beckenboden eingesetzt werden, ersetzen die erschlafften Halte- und Stützbänder des Beckenbodens und stellen so die verloren gegangene Elastizität und Spannkraft wieder her“, erklärt Dr. Alfons Gunnemann, der auf dem 69. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (<abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>) in Dresden zu diesem Thema referieren und das Inkontinenz-Forum begleiten wird. „Nicht nur, dass der Eingriff für Patientinnen und Patienten deutlich schonender ist. Ein Vorteil ist auch die gute Haltbarkeit der Bänder. Richtig eingesetzt, können sie viele Jahre im Körper ihre stützende und straffende Funktion behalten. Außerdem sind sie gut verträglich.“ Allerdings ist zu beachten, dass mögliche postoperative Materialveränderungen, Gewebereaktionen, die eingesetzte Implantationstechnik sowie patienteneigene Risikofaktoren die Ergebnisse beeinflussen können.</p>
<p>Neben dem Einbringen suburethraler Bänder kann den Betroffenen auch ein künstlicher Blasenschließmuskel helfen. Dieser kommt hauptsächlich bei Männern zum Einsatz. Hierbei kann der Mann mit Hilfe einer in den Hodensack eingebrachten Pumpe eine um die Harnröhre gelegte Manschette öffnen und schließen und so den Harnabfluss kontrollieren. „Der künstliche Schließmuskel ist eine sehr effektive Maßnahme und macht jeden Inkontinenten wieder trocken. Er ist vor allem für Männer interessant, die am Tag mehr als 500 Milliliter Urin verlieren“, erklärt Dr. Alfons Gunnemann. „Allerdings muss aufgrund der Komplexität dieser Maßnahme auch mit Komplikationen gerechnet werden. Kommt der Patient mit der Handhabung aber gut zurecht, funktioniert das Zusammenspiel von Manschette und Pumpe, und akzeptiert der Körper den künstlichen Schließmuskel, kann dieser durchaus lebenslang im Einsatz bleiben. Regelmäßige Kontrollen sind allerdings Pflicht. Das gilt auch für die suburethralen Bänder.“</p>
<p>Und die Forschungen gehen weiter: Feinere, elektronisch kontrollierte Behandlungsmethoden werden ebenso erprobt wie die Verträglichkeit und Belastbarkeit neuer Materialien. „Harninkontinenz betrifft viele Patienten und Patientinnen und ist ein wichtiges Thema, dem Aufmerksamkeit geschenkt werden muss“, sagt <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>- und Kongresspräsident Prof. Dr. Tilman Kälble, „Denn die Betroffenen haben nur einen Wunsch: wieder ein unbeschwertes Leben zu führen. Dabei können wir Urologen ihnen helfen. Eines der Ziele des 69. Kongresses der <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr> ist daher, den Blick für diesen bedeutenden Themenbereich zu schärfen. Raum für Diskussionen bieten unter anderem die Forumssitzungen, die von Donnerstag, den 21.09.2017 bis Samstag, den 23.09.2017 stattfinden.“</p>
<p>Doch nicht nur die Behandlung der Inkontinenz steht im Fokus. Thematisiert werden auch die Möglichkeiten, dem ungewollten Harnabgang vorzubeugen. Neben gezieltem Beckenbodentraining und der Vermeidung von Übergewicht spielen dabei Maßnahmen wie die Elektrostimulation und die Betrachtung des Hormonstatus eine tragende Rolle. „Der Beckenboden gehört zu den vernachlässigten Organen. Ihm sollte deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden“, appelliert Dr. Alfons Gunnemann. „In der Medizin gibt es zwar kein Allheilmittel, aber sehr gute Behandlungsmöglichkeiten. Um jedem Patienten und jeder Patientin die passende Therapie zu ermöglichen, kommt es daher auf einen fachübergreifenden Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Urologen, Gynäkologen und Coloproktochirurgen an.“</p>
<p>Der 69. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie findet vom 20. – 23.09.2017 in Dresden unter dem Motto „Urologie. Für alle. Für jeden. Für uns.“ statt. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten gehören neben der Inkontinenz bei Mann und Frau unter anderem auch die aktuellen Entwicklungen zu <abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>-Screening und Active Surveillance beim Prostatakarzinom sowie Neuerungen bezüglich Diagnostik und Therapie aller urologischer Tumoren.</p>
<p class="bodytext">Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/harninkontinenz-urologen-stellen-neue-entwicklungen-der-inkontinenz-therapie-vor/">Harninkontinenz: Urologen stellen neue Entwicklungen der Inkontinenz-Therapie vor</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Nächtliche Toilettengänge — ein Volksleiden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Aug 2016 11:05:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Allnächtlich aufzuwachen, weil die Blase den Gang zur Toilette fordert, ist ein verbreitetes Leiden — und ein gefährliches zugleich: Zum einen werden die Folgen der regelmäßigen Unterbrechung des Nachtschlafes zum Wasserlassen, fachsprachlich Nykturie genannt, unterschätzt. Zum anderen sind die nächtlichen Toilettengänge häufig ein Alarmsignal, das auf eine behandlungsbedürftige Erkrankung hinweist. „Fälschlicherweise wird Nykturie in der &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Allnächtlich aufzuwachen, weil die Blase den Gang zur Toilette fordert, ist ein verbreitetes Leiden — und ein gefährliches zugleich: Zum einen werden die Folgen der regelmäßigen Unterbrechung des Nachtschlafes zum Wasserlassen, fachsprachlich Nykturie genannt, unterschätzt. Zum anderen sind die nächtlichen Toilettengänge häufig ein Alarmsignal, das auf eine behandlungsbedürftige Erkrankung hinweist. „Fälschlicherweise wird Nykturie in der Bevölkerung vielfach als eine unvermeidbare Alterserscheinung, vorrangig des Mannes, abgetan, obwohl es der Abklärung der individuellen Ursachen bedarf“, sagt Prof. Dr. Kurt Miller, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (<abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>), die das Volksleiden auf dem 68. Urologenkongress thematisiert.<br>
Tatsächlich ist die Nykturie die häufigste Ursache von Schlafstörungen, aus denen wiederum Risiken für Gesundheit und Lebenserwartung der Betroffenen resultieren. Anders als vielfach angenommen, sind Männer wie Frauen gleichermaßen betroffen. Zuverlässige aktuelle Zahlen zur Häufigkeit gibt es nicht, nach älteren Studien leiden aber mehr als 60 Prozent aller Menschen von 70 und mehr Jahren an einer behandlungsbedürftigen Nykturie, die die Betroffenen zwei Mal oder öfter pro Nacht zum Wasserlassen treibt. Fortgeschrittenes Alter ist zwar ein wesentlicher Faktor für Nykturie, bewahrt aber jüngere Menschen nicht davor. In der Altersgruppe der 20- bis 40-Jährigen ist etwa jeder fünfte bis sechste betroffen — hier öfter Frauen als Männer.</p>
<p>„Nykturie ist keine eigenständige chronische Erkrankung, sondern Symptom anderer körperlicher Störungen. Unterschiedliche Ursachen kommen für den Drang zum nächtlichen Wasserlassen in Betracht, die zunächst im Bereich der Urinproduktion sowie im System der Speicherung und Ableitung des Harns zu suchen sind“, sagt Prof. Dr. Stephan Roth. Bei zahlreichen Nykturie-Patienten liegt eine nächtliche Polyurie vor. Sie scheiden nachts mehr als den sonst üblichen Anteil der 24-Stunden-Urinmenge aus, der für jüngere Menschen bis 20 Prozent, jenseits der 65 bis 33 Prozent liegen sollte. Bei anderen Patienten wird eine reduzierte Kapazität der Harnblase festgestellt, die zur häufigeren Entleerung kleinerer Mengen nötigt. Besonders bei älteren Menschen fallen oft mehrere Faktoren zusammen, die für eine Nykturie ursächlich sein können: Dazu gehören die sinkende Fähigkeit, Urin zu halten, erhöhte Restharnvolumina, Veränderungen am Detrusormuskel, niedrige Konzentration des Antidiuretischen Hormons (ADH), chronische Infekte der unteren Harnwege, überaktive Blase und bei Männern auch eine vergrößerte Prostata.</p>
<p>„Bei einer Polyurie“, so der Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Universitätsklinikum Wuppertal weiter, „ist es notwendig, die Ursachen der erhöhten nächtlichen Urinproduktion abzuklären“. Infrage kommen, laut Roth, eine Herzinsuffizienz, für die ein Übermaß an auszuscheidendem Gewebewasser ein Indiz wäre; auch ein Diabetes, ein erhöhter systolischer Blutdruck oder Störungen der Nierenfunktion können sich, ebenso wie Medikamente, auf die Urinproduktion auswirken.</p>
<p>Schnarchen, das mehr als die Hälfte aller Männer betrifft, und nächtliche Atemaussetzer (Schlafapnoe) sind eng verbunden mit der Nykturie, die sogar als ein Leitsymptom des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms gilt. Wird diese gefährliche Schlafstörung effektiv behandelt, so bessert sich auch der Drang zum nächtlichen Wasserlassen. Als weiterer Risikofaktor für Nykturie wird Übergewicht betrachtet. Die Folgen der Nykturie können schwerwiegend sein: Schlafstörungen führen oft zu Tagesmüdigkeit, Konzentrationsschwächen, Verminderung der geistigen Leistung und Kopfschmerzen. In manchen Fällen können Depressionen die Folge sein. Dänische Forscher ermittelten, dass Nykturie die Arbeitsproduktivität um bis 24 Prozent senken kann. Besonders ältere Menschen haben erhöhte Risiken für Stürze und Knochenbrüche. Für herzkranke Patienten wird bei gleichzeitiger Nykturie von einem erhöhten Mortalitätsrisiko ausgegangen.</p>
<p>„Angesichts des hohen Leidensdrucks, möglicher Komplikationen und der zum Teil schwerwiegenden ursächlichen Erkrankungen wird die Notwendigkeit zur gründlichen medizinischen Abklärung einer Nykturie deutlich“, resümiert <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Präsident Prof. Dr. Kurt Miller und lädt die Medienvertreter ein, sich auf dem 68. <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Kongress in Leipzig über das unterschätzte Volksleiden zu informieren.</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/naechtliche-toilettengaenge-ein-volksleiden/">Nächtliche Toilettengänge — ein Volksleiden</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Die überaktive Blase</title>
		<link>https://www.urologe-bensheim.de/die-ueberaktive-blase/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2016 17:10:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Für das Krankheitsbild der überaktiven Blase werden zahlreiche Begriffe verwendet. Häufig ist von einer Overactive Bladder (OAB) oder im deutschen verständlicher, der Reizblase, die Rede.Nach Definition der Internationalen Kontinenzgesellschaft (ICS) handelt es sich um einen gehäuften Harndrang (&#62; 10maliges Wasserlassen in 24h) in Kombination mit einem sogenannten imperativen Harndrang. Hierunter versteht man, dass nach Eintreten &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="c6580" class="csc-default">
<p>Für das Krankheitsbild der überaktiven Blase werden zahlreiche Begriffe verwendet. Häufig ist von einer Overactive Bladder (OAB) oder im deutschen verständlicher, der Reizblase, die Rede.Nach Definition der Internationalen Kontinenzgesellschaft (ICS) handelt es sich um einen gehäuften Harndrang (&gt; 10maliges Wasserlassen in 24h) in Kombination mit einem sogenannten imperativen Harndrang. Hierunter versteht man, dass nach Eintreten des Harndranges unmittelbar die Toilette aufgesucht werden muss, da die Blasenentleerung sonst unkontrolliert erfolgt. Laut Definition liegt dem Beschwerdebild keine vom Arzt fassbare Ursache (idiopathisch) zugrunde. Mögliche fassbare Ursachen für eine derartige Symptomatik wären z.B. Blasensteine, eine Prostatavergrößerung oder möglicherweise auch Blasenkrebs. Daher sind die unten genannten Untersuchungen notwendig, um das Beschwerdebild entsprechend abgrenzen zu können und die Diagnose zu sichern.</p>
<p>Urinverluste können im Rahmen des Beschwerdebildes auftreten (Dranginkontinenz). Die Erkrankung kann jedoch auch ohne Urinverlust bestehen und sich lediglich in einem störend häufigen Harndrang äußern.</p>
<p>Von einer überaktive Blase sind ca. 16% aller erwachsenen Menschen betroffen. Der Anteil der betroffenen weiblichen Bevölkerung wird dabei mit 8–42% und der männlichen Bevölkerung mit 10–26% angegeben. Frauen sind im Allgemeinen 20 Jahre früher betroffen als Männer. Die Häufigkeit des Beschwerdebildes steigt dabei mit zunehmenden Alter.</p>
<p>Gesicherte unabhängige Risikofaktoren für die Entstehung einer Reizblase sind somit Alter und Übergewicht.</p>
<p>Erkrankungen die häufig begleitend auftreten sind Depressionen, Verstopfung und Erektionsstörungen.</p>
</div>
<div id="c149" class="csc-default">
<h3>Diagnostik</h3>
<p>Da es sich bei der überaktiven Blase letztlich um eine Ausschlussdiagnose handelt, werden vor Einleitung einer Therapie vom Urologen in der Regel verschiedene Untersuchungen vorgenommen.</p>
<p>Wichtigster Punkt hierbei ist das eingehende Anamnesegespräch um das Beschwerdebild genau zu erfassen. An weitergehenden Untersuchungen schließen sich oft eine Urindiagnostik zum Ausschluss zum Beispiel eines Harnwegsinfektes und eine Ultraschalluntersuchung der Harnwege (Blase, Nieren, Restharnmessung) an. Bei Männern ist zudem eine Tastuntersuchung bzw. Ultraschalluntersuchung der Prostata zu empfehlen.</p>
<p>Um entzündliche Veränderungen der Blasenschleimhaut oder evtl. bestehende Blasentumoren sicher zu erkennen, ist zudem oft eine Blasenspiegelung (siehe dort) notwendig.</p>
<p>Optional kann zusätzlich eine sog. Urodynamik (siehe Kapitel Harninkontinenz) weiteren Aufschluss über die Blasenkapazität, Blasendrücke und das Zusammenspiel zwischen Blasen- und Schließmuskel geben.</p>
<p>Oft ist es hilfreich, wenn betroffene Patienten ein sog. Miktionstagebuch führen. Hierbei werden sämtliche Toilettenbesuche (Wasserlassen) über mindestens 48h sowohl tags, als auch nachts mit Angabe des Urinvolumens protokolliert.</p>
<p>Hieraus ist objektiver ersichtlich wie viele Toilettenbesuche tatsächlich erfolgten und wie ausgeprägt das Beschwerdebild ist. Im Verlauf der Behandlung lassen sich hierdurch auch Therapieerfolge objektivieren.</p>
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<div id="c152" class="csc-default">
<h3>Therapie</h3>
<p>Sollten ursächliche Erkrankungen (z.B. Nervenerkrankungen, Blasenstein, Prostatavergrößerung, Blasentumor) ausgeschlossen sein, bestehen vielfältige Behandlungsmöglichkeiten einer überaktiven Blase.</p>
<p>Je nach Entstehung der Symptomatik, vorheriger Therapie und Präferenz des Patienten können ein Verhaltenstraining, eine psychosomatische Behandlung, eine medikamentöse Therapie (Tabletten, Anwendung von Botulinumtoxin A), eine Elektrostimulationsbehandlung oder eine sakrale Neuromodulation zum Einsatz kommen.</p>
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<div id="c153" class="csc-default">
<h3>Verhaltenstraining und psychosomatische Behandlung</h3>
<p>In Studien konnte gezeigt werden, dass sich das Beschwerdebild einer überaktiven Blase durch ein Verhaltenstraining deutlich verbessert kann. Ziel hierbei ist v.a. den Toilettengang heraus zu zögern und eingewöhnte Mechanismen zu durchbrechen. Hier bedarf es zur effektiven Therapie aber einer professionellen Anleitung. Der Urologe vor Ort kann ggf. fachkundige Hilfe vermitteln.</p>
<p>In Einzelfällen können auch Somatisierungstörungen Ursache einer überaktiven Blase sein. In diesem Fall ist eine fachkundige psychosomatische Mitbeurteilung hilfreich.</p>
</div>
<div id="c154" class="csc-default">
<h3>Elektrostimulation und Biofeedback-Training</h3>
<p>Diese Verfahren sind nicht schmerzhaft und vom Patienten im heimischen Umfeld selber anwendbar. Über Elektroden im Damm- und Vaginalbereich können Patientinnen und Patienten die Beckenbodenmuskulatur trainieren und eine verbesserte Kontrolle über die Beckenbodenmuskulatur erhalten.</p>
<p>Eine Einweisung in die Anwendung des Gerätes und eine Therapieüberwachung sollte professionell erfolgen. Entsprechende Therapeuten können vom Urologen vor Ort vermittelt werden.</p>
<p>Als noch effektiver hat sich diese Therapie in Kombination mit einer physiotherapeutischen Beckenbodengymnastik erwiesen.</p>
<p>Insgesamt ist diese Behandlungsoption nebenwirkungsarm, stellt jedoch für Patienten einen erheblichen Zeitaufwand dar, da das Training oftmals täglich (im häuslichen Umfeld) und über mehrere Monate erfolgen muss, um einen Therapieerfolg zu bemerken.</p>
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<div id="c155" class="csc-default">
<h3>Medikamentöse Therapie</h3>
<p>Die am häufigsten gewählte Therapieoption ist eine medikamentöse Therapie in Tablettenform. Das Wirkprinzip dieser sog. Anticholinergika ist dabei ähnlich. Es werden Rezeptoren im Bereich des Blasenmuskels blockiert. Dies führt dazu, dass sich der Blasenmuskel nicht mehr so kräftig zusammenziehen kann. Zusätzlich gibt es Hinweise, dass durch die Medikamente die Reize aus der Harnblase, welche den Harndrang verursachen, ebenfalls blockiert oder gehemmt werden.</p>
<p>Die Kombination senkt die Häufigkeit der Toilettenbesuche und unkontrollierte Urinverluste durch die Drangsymptomatik.</p>
<p>Der Therapieerfolg setzt meist erst nach einigen Tagen oder Wochen der Therapie ein. Sollte ein Präparat nicht den gewünschten Erfolg zeigen, kann ein anderer Wirkstoff probiert werden. Der Urologe vor Ort berät betroffene Patienten, welches Präparat im Rahmen von etwaigen Begleiterkrankungen zu empfehlen ist.</p>
<p>Häufige Nebenwirkungen dieser Wirkstoffgruppe können Mundtrockenheit oder Verstopfung sein. Insgesamt ist die Verträglichkeit jedoch zumeist gut und die Wirkung der Wirkstoffgruppe durch zahlreiche Studien belegt.</p>
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<div id="c156" class="csc-default">
<h3>Botulinumtoxin A</h3>
<p>Die Verwendung von Botulinumtoxin A im Rahmen der Therapie einer überaktiven Blase erfolgt, wenn die bereits angeführten Therapieoptionen keinen Erfolg hatten, oder für den Patienten unverträglich waren.</p>
<p>Die Anwendung erfolgt im Rahmen einer Blasenspiegelung (siehe dort) ambulant oder stationär mit einer lokalen Betäubung der Harnblase. Im Rahmen der Spiegelung wird mit einer feinen Nadel an verschiedenen Stellen der Harnblase Botulinumtoxin A injiziert. Der Eingriff dauert meist zwischen 10 und 20 Minuten und ist nicht oder nur wenig schmerzhaft.</p>
<p>Bei Botulinumtoxin A handelt es sich um ein Nervengift, welches die Signalübertragung in der Blasenmuskulatur hemmt. Hierdurch kann sich der Blasenmuskel nicht mehr, oder weniger stark zusammenziehen und die Häufigkeit der Blasenentleerungen sinkt.</p>
<p>Bis zum vollen Wirkeintritt vergehen ca. 2 Wochen. Die Wirkung hält zwischen 6 und 12 Monaten an. Hiernach ist eine erneute Durchführung der Injektion notwendig.</p>
<p>Die Vorteile der Therapie sind deutlich weniger Nebenwirkungen im Sinne einer Mundtrockenheit und in Studien eine etwas höhere Trockenheitsrate bei gleichzeitig bestehender Dranginkontinenz.</p>
<p>Als nachteilig erwies sich eine höhere Anzahl von Harnwegsinfekten im Vergleich zu den Anticholinergika und das Risiko eines Harnverhaltes. Hierzu kann es bei einem überschießenden Ansprechen der Botulinumtoxinwirkung kommen. Der Blasenmuskel ist nicht mehr in der Lage sich selbstständig zusammenzuziehen und der Patient kann nicht mehr kontrolliert Wasser lassen. Dieser Zustand wird vom Urologen dann als Harnverhalt bezeichnet.</p>
<p>Die Dauer dieser unerwünschten Wirkung ist durch die zeitlich begrenzte Wirkung von Botulinumtoxin A auf 6–12 Monate limitiert. In dieser Zeit kann es notwendig sein, dass sich die betroffenen Patienten täglich mehrfach selber katheterisieren.</p>
<p>Quelle DGU</p>
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		<title>Movember — die globale Männer-Gesundheitsaktion im November</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2015 15:00:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Scheuermann]]></category>
		<category><![CDATA[Blase]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der November steht vor der Tür und damit erneut die globale Männergesundheits-Aktion „Movember“: Hinter der Wortschöpfung aus November und moustache (englisch für Schnurrbart) steht eine weltweite Organisation, die seit 2003 Männer dazu aufruft, sich im Aktions-Monat einen Schnurrbart wachsen zu lassen, um damit auf die Initiative aufmerksam zu machen und Spenden für Gesundheitsprogramme in den &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der November steht vor der Tür und damit erneut die globale Männergesundheits-Aktion „Movember“: Hinter der Wortschöpfung aus November und moustache (englisch für Schnurrbart) steht eine weltweite Organisation, die seit 2003 Männer dazu aufruft, sich im Aktions-Monat einen Schnurrbart wachsen zu lassen, um damit auf die Initiative aufmerksam zu machen und Spenden für Gesundheitsprogramme in den Bereichen Prostata- und Hodenkrebs sowie seelisches Wohlbefinden und körperliche Aktivität zu sammeln.</p>
<p>Auch Frauen sind ausdrücklich aufgefordert, die Charity-Aktion zu unterstützen. Bis heute haben sich Millionen sogenannter Mo-Brothers und Mo-Sisters in zahleichen Ländern dieser Welt für die Movember Foundation engagiert und mehr als 465 Millionen Euro Spendengelder gesammelt, mit denen über 1000 Gesundheitsprogramme in 21 Ländern unterstützt werden. Finanziert werden globale, länderspezifische sowie lokale Projekte, die in großer Transparenz online für jedermann einzusehen sind.</p>
<p>Auch in Deutschland findet der Movember jährlich zahlreiche Unterstützer und lässt Schnurrbärte für den guten Zweck sprießen. Mit dabei ist in diesem Jahr auch das global tätige Unternehmen Takeda, das sich seit nunmehr 25 Jahren im Dienste der Männergesundheit engagiert. Im Rahmen dieses Jubiläums hat das Urologie-Team bei Takeda in Deutschland auf der Homepage von Movember das Netzwerk <a href="https://de.movember.com/mospace/network/view/id/41917" target="_blank">„Takeda Movember Challenge“</a> eingerichtet und spendet für die ersten 2.000 Registrierungen jeweils 10 Euro. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (<abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (<abbr title="Berufsverband der Deutschen Urologen e.V.">BDU</abbr>) begrüßen dieses Engagement.</p>
<p>Den offiziellen Start der <a name="OLE_LINK1"></a>Takeda Challenge auf dem 67. <abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Kongress in Hamburg begleiteten unter anderen hochrangige Vertreter der Urologen (im Foto von links nach rechts): <abbr title="Berufsverband der Deutschen Urologen e.V.">BDU</abbr>-Präsident Dr. Axel Schroeder, Prof. Dr. Christian Döhn, Ben Arslan, Movember Country Manager Deutschland, Jean-Luc Delay, Geschäftsführer Takeda Deutschland und <abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Präsident Prof. Dr. Stephan Roth. Außerdem gab es prominente Unterstützung von den ehemaligen Handball-Stars Michael und Uli Roth (re. außen), die beide 2009 an Prostatakrebs erkrankten. Seitdem setzen sich die Zwillinge dafür ein, dass Männer frühzeitig zum Arzt gehen und Krebsfrüherkennungsuntersuchungen nutzen.</p>
<p>Kooperationspartner von Movember in Deutschland ist der gemeinnützige Spenden- und Förderverein des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (<abbr title="1. Benignes Prostata-Syndrom - 2. Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.">BPS</abbr>): der Förderverein Hilfe bei Prostatakrebs e. V. (FHbP).</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/movember-die-globale-maenner-gesundheitsaktion-im-november/">Movember — die globale Männer-Gesundheitsaktion im November</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Volkskrankheit Harnsteine</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2015 13:57:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Harnsteine fallen längst in die Kategorie der Volkskrankheiten: Weltweit gehören sie zu den häufigsten Erkrankungen, in vielen Ländern mit stark zunehmender Tendenz. In Deutschland hat sich die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen seit Mitte der 1980er-Jahre verdreifacht. „Wir gehen heute davon aus, dass etwa jeder Zehnte einmal im Leben einen Harnstein entwickelt, von denen dann grob &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Harnsteine fallen längst in die Kategorie der Volkskrankheiten: Weltweit gehören sie zu den häufigsten Erkrankungen, in vielen Ländern mit stark zunehmender Tendenz. In Deutschland hat sich die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen seit Mitte der 1980er-Jahre verdreifacht. „Wir gehen heute davon aus, dass etwa jeder Zehnte einmal im Leben einen Harnstein entwickelt, von denen dann grob jeder Vierte später erneut Steine bekommt“, sagt Prof. Dr. Thomas Knoll, Chefarzt der Sindelfinger Klinik für Urologie und zugleich der Vorsitzende des Arbeitskreises Harnsteine der Akademie der Deutschen Urologen. Da Harnsteine hierzulande seit einigen Jahren hinter Prostataerkrankungen die zweithäufigste Diagnose urologischer Kliniken sind, hatte die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (<abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>) ihn als Koordinator für die Erstellung einer neuen „Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Metaphylaxe der Urolithiasis“ bestellt. Als Leitlinie der Qualität S2k hat die Arbeit einen umfassenden Konsensusprozess durchlaufen. Nach Worten von <abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Präsident Prof. Dr. Stephan Roth wird die Bedeutung von Steinerkrankungen und der neuen Leitlinie beim 67. <abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Kongress vom 23. bis 26. September 2015 in Hamburg mit einem Forum unterstrichen.</p>
<p>Die neue Harnstein-Leitlinie soll die Behandlung von Kindern und Erwachsenen mit Urolithiasis in Klinik und Praxis unterstützen, aber auch Patienten über Nieren- und Harnleitersteine informieren. Blasensteine, bei denen eine andere Kausalität als bei Steinen des oberen Harntrakts vorliegt, sind in der Leitlinie nicht berücksichtigt. Die zunehmende Häufigkeit von Harnsteinerkrankungen wird in der Leitlinie sowohl auf veränderte Lebensumstände und Ernährungsgewohnheiten zurückgeführt. Übergewicht, Bewegungsmangel, Diabetes sowie fortgeschrittenes Lebensalter und männliches Geschlecht sind laut Prof. Knoll bekannte Risikofaktoren. Aber auch eine verbesserte medizinische Diagnostik hat dazu geführt, dass Harnsteine häufiger als früher nachgewiesen werden.</p>
<p>Ebenso unterschiedlich wie die chemische Zusammensetzung von Harnsteinen ist, so mannigfaltig können auch die auslösenden Ursachen sein, die im Körper selbst und nicht durch äußere Einflüsse entstehen. Sie werden durch unzureichende Flüssigkeitsaufnahme und damit ungenügende Urinverdünnung verstärkt. Die Folgen der Harnsteinbildung können nicht nur äußerst schmerzhaft, sondern auch sehr schwerwiegend ausfallen: Manch Betroffener wird kleinere Steine zwar auf natürlichem Wege wieder los, bei größeren Exemplaren schafft aber nur eine der verschiedenen Therapieoptionen Abhilfe. Jedoch ist mit der Entfernung eines Harnsteins — egal ob natürlich oder therapeutisch — die Ursache nicht beseitigt. In vielen Fällen kommt es wieder zu Steinen. Prof. Knoll zu den Folgen: „Zwischen häufiger Steinbildung und der Nierenfunktionsstörung besteht eine klare Korrelation.“ So führt nach seiner Einschätzung die wiederholte Bildung von Kalziumsteinen in gut jedem zehnten Fall zu einer Niereninsuffizienz. Auch zwischen Herz- und Herzkreislauferkrankungen wie Bluthochdruck oder der Verengung der Herzkranzgefäße gebe es einen engen Zusammenhang mit Steinleiden. Der Urologe weiter: „Allerdings wissen wir noch nicht genau, was von beiden dabei Ursache und was Folge ist.“</p>
<p>Die neue Urolithiasis-Leitlinie, die eine Version von 2009 ersetzt, greift insbesondere aktuelle Entwicklungen in der bildgebenden Diagnostik und in der Intervention auf. So wird die Notwendigkeit diagnostischer Röntgenuntersuchungen wie etwa der Ausscheidungsurografie aufgrund ihrer Strahlenbelastung hinterfragt, stattdessen Ultraschall und Computertomografie weiter gestärkt. Gleiches gilt für operative Eingriffe, bei denen in immer mehr Fällen endoskopische Verfahren erste Wahl sind. Deutlicher herausgearbeitet wurde in der neuen Leitlinie zudem der therapeutische Umgang mit speziellen Risikogruppen wie Kindern und Schwangeren. Breiteren Raum nehmen auch die Themen Stoffwechseldiagnostik und Metaphylaxe ein, für die gut nachvollziehbare Handlungsvorschriften entwickelt wurden. Besonders die therapeutische Nachsorge ist nach Worten von Leitlinien-Koordinator Prof. Dr. Thomas Knoll sehr wichtig und wird häufig vernachlässigt: „Wenn der Schmerz erst einmal weg ist, vergessen viele die Harnsteine bald wieder. Ohne Metaphylaxe liegt das Rezidivrisiko, abhängig von der Art der Steine, jedoch über 50 Prozent. Eine risikoadaptierte Nachsorge kann dies deutlich senken.“</p>
<p>An der Leitlinienarbeit waren elf Arbeitskreise (AK) der Akademie der Deutschen Urologen, darunter der AK Kinderurologie, 13 weitere Fachgesellschaften und Berufsgruppen sowie auch ein Patientenvertreter beteiligt. Die neue „S2k-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Metaphylaxe der Urolithiasis“, deren Herausgeber die <abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr> ist, wurde kürzlich auf der Internetseite der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) unter der Registernummer 043–025 veröffentlicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/volkskrankheit-harnsteine/">Volkskrankheit Harnsteine</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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