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	<title>Niere | Urologische Praxis</title>
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		<title>Urologen unterstützen Implementierung der HPV-Impfung für Jungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Aug 2018 07:21:59 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der STIKO-Empfehlung: Urologen unterstützen Implementierung der HPV-Impfung für Jungen<br>
Berlin, 13.06.2018. Deutschlands Urologen haben lange darauf gewartet: Nun hat die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts (RKI) am 5. Juni ihre Empfehlung zur HPV-Impfung für Jungen beschlossen. Danach empfiehlt die STIKO die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) für alle Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Zu einer Nachholimpfung wird bis zum Alter von 17 Jahren geraten. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. begrüßen diese Entscheidung uneingeschränkt und sichern der STIKO ihre volle Kooperation und Unterstützung bei der anstehenden Implementierungsphase der HPV-Jungenimpfung zu. Mit medizinischen Fortbildungen zu HPV-bedingten Erkrankungen, Impfkursen und der Einrichtung von Jungensprechstunden in urologischen Praxen und Kliniken haben DGU und Berufsverband in der Vergangenheit bereits entsprechende Versorgungsstrukturen eingeführt. „Schon im Herbst 2018 werden die Verbände mit einer Urologischen Themenwoche zur HPV-Impfung für Jungen in Zusammenarbeit mit der STIKO die breite Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren“, sagt DGU-Pressesprecher Prof. Dr. Christian Wülfing.</p>
<p>Aus Sicht von DGU und Berufsverband war die jetzige Impfempfehlung für Jungen überfällig, um eine effektive impfmedizinische Präventionsstrategie gegen HPV-assoziierte Erkrankungen für beide Geschlechter zu etablieren. In Deutschland werden 1,6 Prozent aller Krebserkrankungen in Verbindung mit sogenannten Hochrisiko-HPV-Typen gebracht. Laut RKI entspricht dies 7.600 Krebspatientinnen und ‑patienten. „Angesichts unzureichender HPV-Impfquoten der Mädchen in Deutschland mit einer Durchimpfungsrate von 31 Prozent bei den 15-jährigen Mädchen und folglich einer unzureichenden Herdenschutzwirkung war zehn Jahre nach der STIKO-Empfehlung für eine alleinige Mädchenimpfung eine Überprüfung der wissenschaftlichen Literaturlage dringend notwendig“, sagt Prof. Dr. Peter Schneede, HPV-Experte der DGU. Danach ist es wissenschaftlich erwiesen, dass sich durch die HPV-Impfung von Kindern und Jugendlichen, optimalerweise vor Aufnahme der sexuellen Aktivitäten, nicht nur Gebärmutterhalskarzinome, sondern auch andere HPV-assoziierte Karzinome von Frauen und Männern effektiv verhindern lassen. Dazu gehören Krebserkrankungen von Vulva, Scheide, Penis, After, Mund, Rachen und Kehlkopf. „Zudem schützt die Impfung beide Geschlechter vor den wesentlich häufigeren Anogenitalwarzen. Diese sind zwar gutartig, aber hoch ansteckend, häufig wiederkehrend und für die Betroffenen äußerst unangenehm“, so der HPV-Experte des Berufsverbandes, Dr. Wolfgang Bühmann.<br>
Die nun erweiterte STIKO-Empfehlung auf eine geschlechtsneutrale HPV-Impfung von Kindern und Jugendlichen deckt sich mit der Auffassung der DGU, die bereits seit 2013 in der S3-Leitlinie zur Impfprävention HPV-assoziierter Neoplasien (AWMF-Register Nr. 082/002, Stand 12/2013) von der Fachgesellschaft offiziell mit vertreten wurde. Eine öffentliche Empfehlung für die Jungenimpfung hatten die Fachgesellschaft und der Berufsverband der Deutschen Urologen 2016 abgegeben.<br>
Mit Veröffentlichung im Epidemiologischen Bulletin 34/2018 Ende August wird die neue STIKO-Empfehlung offiziell. Danach hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) drei Monate Zeit, die Aufnahme in die Schutzimpfungsrichtlinie zu prüfen, welche die Kostenübernahme von Impfungen durch die Gesetzliche Krankenversicherung regelt. Diese wird erwartet, da der G‑BA üblicherweise den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission folgt. „Wir sind vorbereitet“, sagt Dr. Axel Schroeder, Präsident des Berufsverbands der Deutschen Urologen. „Mit unseren Jungensprechstunden beim Urologen haben wir die notwendigen Versorgungsstrukturen geschaffen und können dazu beitragen, die männlichen Adoleszenten zu erreichen, sie aufzuklären und zu impfen und das nicht zuletzt mit Blick auf die Nachholimpfungen bis 17 Jahre.“</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/urologen-unterstuetzen-implementierung-der-hpv-impfung-fuer-jungen/">Urologen unterstützen Implementierung der HPV-Impfung für Jungen</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Nierenkrebs</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jan 2018 10:04:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nierenkrebs ist die dritthäufigste Tumorerkrankung, mit der Deutschlands Urologen in Praxen und Kliniken konfrontiert sind. Betroffene Patienten sind zumeist ältere Menschen und nach altersstandardisierten Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) doppelt so viele Männer wie Frauen. Rund 16.500 Neuerkrankungen an Nierenkrebs erwartete das RKI für 2016. Früh erkannt, lassen sich Nierentumoren heute gut behandeln und die &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nierenkrebs ist die dritthäufigste Tumorerkrankung, mit der Deutschlands Urologen in Praxen und Kliniken konfrontiert sind. Betroffene Patienten sind zumeist ältere Menschen und nach altersstandardisierten Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) doppelt so viele Männer wie Frauen. Rund 16.500 Neuerkrankungen an Nierenkrebs erwartete das RKI für 2016. Früh erkannt, lassen sich Nierentumoren heute gut behandeln und die Prognose für die meisten Patienten ist günstig, teilen die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (BDU) anlässlich des Welt-Nierenkrebs-Tages mit, der am morgigen 22. Juni 2017 erstmals stattfindet. Sie betonen jedoch zugleich die Bedeutung der Prävention von Nierentumoren — und damit besonders Fragen des individuellen Lebensstils.</p>
<p>„Die Ursachen für die Entstehung von Nierenkrebs, zu 90 Prozent handelt es sich dabei um Nierenzellkarzinome, sind noch nicht geklärt. Aber es gibt Risikofaktoren wie etwa Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck und Mangel an körperlicher Aktivität, die laut S3-Leitlinie zum Nierenkrebs als begünstigend erkannt sind. Diese Faktoren sind beeinflussbar, und hier sollte Prävention ansetzen“, sagt BDU-Präsident Dr. Axel Schroeder. Nicht modifizierbare Risikofaktoren seien terminale Niereninsuffizienz und eine erbliche Vorbelastung, die jedoch selten vorkomme. „Umso mehr Bedeutung erhält eine gesunde Lebensführung bei der Prävention von Nierenkrebs.“</p>
<p>Im frühen und im lokal fortgeschrittenen Stadium machen Nierentumoren keine Symptome. Sie werden bei Ultraschalluntersuchungen des Bauchraumes oft eher beiläufig entdeckt, woran stetig verbesserte bildgebende Verfahren ihren Anteil haben. Treten bereits Beschwerden wie etwa Schmerzen im seitlichen Rückenbereich oder blutiger Urin auf, ist der Krebs häufig schon weit fortgeschritten und hat oft bereits Metastasen gestreut. Obwohl das statistische Durchschnittsalter bei der Erstdiagnose von Nierentumoren relativ hoch ist — bei Männern sind es 68, bei Frauen 72 Jahre — befindet sich das Karzinom bei seiner Entdeckung in 75 Prozent aller Fälle noch in einem frühen Stadium mit entsprechend günstiger Prognose für den Krankheitsverlauf.</p>
<p>Sowohl Nierentumoren im frühen und lokal fortgeschrittenen Stadium als auch Nierenkrebs im metastasierte Stadium werden nach der ärztlichen S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Nierenzellkarzinoms behandelt, die 2015 federführend von der DGU und von der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) erstellt und gerade aktualisiert worden ist. Das Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten ist breit und spannt sich von aktiver Überwachung über verschiedene Operationsverfahren bis zu komplexen systemischen Therapien. „Im frühen oder lokal fortgeschrittenen Stadium sind Operationen, minimal-invasiv und nach Möglichkeit organerhaltend, immer noch alternativlos. Regelmäßige, risikoadaptierte Nachsorgeschemata gemäß der S3-Leitlinie, gilt es bei der Nachsorge operierter Patienten zu berücksichtigen, um Rezidive ggf. früh zu erkennen. Ablative Therapien wie etwa die Radiofrequenzablation, bei der durch Hitzeentwicklung eines hochfrequenten Stroms gezielt Gewebe zerstört wird, müssen sich weiter beweisen“, so DGU-Pressesprecher Prof. Dr. Christian Wülfing. Der urologische Chefarzt weiter: „Für die metastasierten Tumoren sind inzwischen zehn Medikamente zugelassen. Durch gezielte Krebstherapie, sogenannte ‚̣targeted therapy’, und kluge Kombination neuer Präparate werden die Überlebenszeiten der Patienten länger.“</p>
<p>Ausführliche Informationen über Risikofaktoren, Symptome, Diagnostik und die Behandlung von Nierenkrebs bieten die beiden Patientenleitlinien „Nierenkrebs im frühen und im lokal fortgeschrittenen Stadium“ und „Nierenkrebs im metastasierten Stadium“, die im Leitlinienprogramm Onokologie von der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften, der Deutschen Krebsgesellschaft und der Stiftung Deutsche Krebshilfe unter Federführung der DGU und der DGHO herausgegeben wurden.</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/nierenkrebs/">Nierenkrebs</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Internationaler Männertag 2017: Urologen und Männergesundheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Dec 2017 13:13:42 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin, 17.11.2017. In Sachen Männergesundheit gibt es noch viel zu tun: Die Jugendvorsorgeuntersuchung J1 nimmt nur knapp die Hälfte der 12- bis 14-jährigen Jungen und Mädchen wahr, die J2 wird nicht einmal von allen Kassen bezahlt, die HPV-Impfung für Jungen nur in Sachsen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, und der erwachsene Mann schließlich nutzt das jährliche gesetzliche Krebsfrüherkennungsangebot beim Urologen, laut aktueller Erhebung der Techniker Krankenkasse, nur zu 27 Prozent, während 59 Prozent der Frauen die Krebsfrüherkennungsuntersuchung beim Gynäkologen wahrnehmen. Vor diesem Hintergrund sehen die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (BDU) weiterhin großen Aufklärungsbedarf, aber etwa mit Blick auf die HPV-Impfung für Jungen auch gesundheitspolitischen Handlungsbedarf. Die Verbände weisen anlässlich des internationalen Männertages, der am 19. November einmal mehr die Gesundheit von Jungen und Männern und die Gleichberechtigung der Geschlechter in den Mittelpunkt rückt, auf ihr vielfältiges Engagement hin, das bei den männlichen Adoleszenten ansetzt und sie zielgruppengerecht in den sozialen Medien abholt und bis zu traditionellen Patientenforen für die ältere Generation reicht.</p>
<p>Die Einführung der Jungensprechstunde ist wesentlicher Baustein für eine bessere Männergesundheit. „Auch Jungen brauchen nach dem Kinderarzt einen dauerhaften Ansprechpartner. Mit der Jungensprechstunde beim Urologen verfügen wir inzwischen analog zur Mädchensprechstunde beim Frauenarzt über ein geeignetes Angebot, damit in der nächsten Männergeneration ein vergleichbares Gesundheitsbewusstsein entstehen kann. Die neue Versorgungsstruktur ermöglicht uns zudem, Jungen über die HPV-Impfung aufzuklären und sie zu impfen“, sagt BDU-Präsident Dr. Axel Schroeder. Bis dato ist das allerdings nur in Sachsen zulasten der Kostenträger möglich. „Die HPV-Impfung sollte den Jungen nicht länger vorenthalten werden. DGU und BDU empfehlen die Impfung für Jungen und appellieren an die möglichen Koalitionspartner, sich für eine schnellstmögliche Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen einzusetzen“, sagt DGU-Pressesprecher Prof. Dr. Christian Wülfing.</p>
<p>Aufklärung leisten Urologen für Männer jeden Alters: Dauerhaft im Netz präsent sind zum Beispiel alle Inhalte der urologischen Themenwoche Hodenkrebs und der Themenwoche Prostatakrebs, die 2017 für Tausende Klicks und bundesweit zahlreiche lokale Aktionen engagierter Urologinnen und Urologen gesorgt haben. Neben ihrer Homepage www.urologenportal.de haben DGU und BDU zahlreiche Ratgeber herausgegeben, die Webseiten www.jungensprechstunde.de und www.hodencheck.de eingerichtet und zuletzt die Aufklärungskampagne „Urologie für alle“ gestartet, die von den Handballlegenden und prominenten Botschaftern der Prostatakrebsfrüherkennung Michael und Uli Roth unterstützt wird. Das Zweitmeinungsprojekt Hodentumoren und die Online-Entscheidungshilfe für Patienten mit Prostatakrebs tragen zu einer besseren Information und Versorgung erkrankter Männer bei.</p>
<p>Handfeste Tipps zum diesjährigen Männertag haben DGU und BDU auch. Ihr urologischer Gesundheits-Fahrplan durch das Männerleben beginnt beim Säugling und lautet:</p>
<p>+ Frühzeitige Abklärung urogenitaler Fehlbildungen; Hodenhochstand bis zum Ende des ersten Lebensjahres abschließend behandeln, um das Langzeit-Risiko für Hodenkrebs zu minimieren (Infos für Eltern).</p>
<p>+ Alle U‑Untersuchungen sowie die J1 und J2 wahrnehmen. Danach die Jungensprechstunde beim Urologen für die rechtzeitige Aufklärung über Verhütung und sexuell übertragbare Infektionen sowie Impfungen einschließlich der HPV-Impfung für Jungen nutzen (Adressen unter www.jungensprechstunde.de).</p>
<p>+ Ab 14 Jahren Selbstuntersuchung der Hoden zur Früherkennung von Hodenkrebs (Infos unter www.hodencheck.de).</p>
<p>+ Ab 45 jährliche Krebsfrüherkennungsuntersuchung der Prostata und der äußeren Geschlechtsorgane beim Urologen. Bestimmung eines Basis-PSA-Wertes nach informierter Patientenentscheidung im Alter von 45, bei familiärer Vorbelastung mit 40 Jahren (Ratgeber zum PSA-Test).</p>
<p>+ Typische altersbedingte Männerleiden wie die vergrößerte Prostata, Potenzstörungen oder Testosteronmangel zum Erhalt der Lebensqualität abklären und behandeln lassen. Wichtig: Erektile Dysfunktion kann auch ein Warnzeichen für Schädigungen des Gefäßsystems und damit ein Vorbote von Herzinfarkt oder Schlaganfall sein.</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/internationaler-maennertag-2017-urologen-und-maennergesundheit/">Internationaler Männertag 2017: Urologen und Männergesundheit</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Erster Welt-Nierenkrebs-Tag: Breites Behandlungsspektrum für deutsche Urologen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jun 2017 09:18:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Das Präventionspotenzial liegt im individuellen Lebensstil&#160; Berlin, 21.06.2017.&#160;Nierenkrebs ist die dritthäufigste Tumorerkrankung, mit der Deutschlands Urologen in Praxen und Kliniken konfrontiert sind. Betroffene Patienten sind zumeist ältere Menschen und nach altersstandardisierten Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) doppelt so viele Männer wie Frauen. Rund 16.500 Neuerkrankungen an Nierenkrebs erwartete das RKI für 2016. Früh erkannt, lassen &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>Das Präventionspotenzial liegt im individuellen Lebensstil&nbsp;</b></p>
<p class="bodytext"><b>Berlin, 21.06.2017.</b>&nbsp;Nierenkrebs ist die dritthäufigste Tumorerkrankung, mit der Deutschlands Urologen in Praxen und Kliniken konfrontiert sind. Betroffene Patienten sind zumeist ältere Menschen und nach altersstandardisierten Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) doppelt so viele Männer wie Frauen. Rund 16.500 Neuerkrankungen an Nierenkrebs erwartete das RKI für 2016. Früh erkannt, lassen sich Nierentumoren heute gut behandeln und die Prognose für die meisten Patienten ist günstig, teilen die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (<abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (<abbr lang="de" title="Berufsverband der Deutschen Urologen e.V.">BDU</abbr>) anlässlich des Welt-Nierenkrebs-Tages mit, der am morgigen 22. Juni 2017 erstmals stattfindet. Sie betonen jedoch zugleich die Bedeutung der Prävention von Nierentumoren — und damit besonders Fragen des individuellen Lebensstils.</p>
<p>„Die Ursachen für die Entstehung von Nierenkrebs, zu 90 Prozent handelt es sich dabei um Nierenzellkarzinome, sind noch nicht geklärt. Aber es gibt Risikofaktoren wie etwa Rauchen, Übergewicht, Bluthochdruck und Mangel an körperlicher Aktivität, die laut S3-Leitlinie zum Nierenkrebs als begünstigend erkannt sind. Diese Faktoren sind beeinflussbar, und hier sollte Prävention ansetzen“, sagt <abbr lang="de" title="Berufsverband der Deutschen Urologen e.V.">BDU</abbr>-Präsident Dr. Axel Schroeder. Nicht modifizierbare Risikofaktoren seien terminale Niereninsuffizienz und eine erbliche Vorbelastung, die jedoch selten vorkomme. „Umso mehr Bedeutung erhält eine gesunde Lebensführung bei der Prävention von Nierenkrebs.“</p>
<p>Im frühen und im lokal fortgeschrittenen Stadium machen Nierentumoren keine Symptome. Sie werden bei Ultraschalluntersuchungen des Bauchraumes oft eher beiläufig entdeckt, woran stetig verbesserte bildgebende Verfahren ihren Anteil haben. Treten bereits Beschwerden wie etwa Schmerzen im seitlichen Rückenbereich oder blutiger Urin auf, ist der Krebs häufig schon weit fortgeschritten und hat oft bereits Metastasen gestreut. Obwohl das statistische Durchschnittsalter bei der Erstdiagnose von Nierentumoren relativ hoch ist — bei Männern sind es 68, bei Frauen 72 Jahre — befindet sich das Karzinom bei seiner Entdeckung in 75 Prozent aller Fälle noch in einem frühen Stadium mit entsprechend günstiger Prognose für den Krankheitsverlauf.</p>
<p>Sowohl Nierentumoren im frühen und lokal fortgeschrittenen Stadium als auch Nierenkrebs im metastasierte Stadium werden nach der ärztlichen S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Nierenzellkarzinoms behandelt, die 2015 federführend von der <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr> und von der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) erstellt und gerade aktualisiert worden ist. Das Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten ist breit und spannt sich von aktiver Überwachung über verschiedene Operationsverfahren bis zu komplexen systemischen Therapien. „Im frühen oder lokal fortgeschrittenen Stadium sind Operationen, minimal-invasiv und nach Möglichkeit organerhaltend, immer noch alternativlos. Regelmäßige, risikoadaptierte Nachsorgeschemata gemäß der S3-Leitlinie, gilt es bei der Nachsorge operierter Patienten zu berücksichtigen, um Rezidive ggf. früh zu erkennen. Ablative Therapien wie etwa die Radiofrequenzablation, bei der durch Hitzeentwicklung eines hochfrequenten Stroms gezielt Gewebe zerstört wird, müssen sich weiter beweisen“, so <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Pressesprecher Prof. Dr. Christian Wülfing. Der urologische Chefarzt weiter: „Für die metastasierten Tumoren sind inzwischen zehn Medikamente zugelassen. Durch gezielte Krebstherapie, sogenannte ‚̣targeted therapy’, und kluge Kombination neuer Präparate werden die Überlebenszeiten der Patienten länger.“</p>
<p class="bodytext">Quelle: DGU</p>
<p class="bodytext">Ausführliche Informationen über Vorsorge, Risikofaktoren, Symptome, Diagnostik und die Behandlung von Nierenkrebs bieten wir Ihnen in unserer Praxis. Erkundigen Sie sich bei uns nach unserer Krebsvorsorgebroschüre.</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/erster-welt-nierenkrebs-tag-breites-behandlungsspektrum-fuer-deutsche-urologen/">Erster Welt-Nierenkrebs-Tag: Breites Behandlungsspektrum für deutsche Urologen</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Movember — die globale Männer-Gesundheitsaktion im November</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2015 15:00:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der November steht vor der Tür und damit erneut die globale Männergesundheits-Aktion „Movember“: Hinter der Wortschöpfung aus November und moustache (englisch für Schnurrbart) steht eine weltweite Organisation, die seit 2003 Männer dazu aufruft, sich im Aktions-Monat einen Schnurrbart wachsen zu lassen, um damit auf die Initiative aufmerksam zu machen und Spenden für Gesundheitsprogramme in den &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der November steht vor der Tür und damit erneut die globale Männergesundheits-Aktion „Movember“: Hinter der Wortschöpfung aus November und moustache (englisch für Schnurrbart) steht eine weltweite Organisation, die seit 2003 Männer dazu aufruft, sich im Aktions-Monat einen Schnurrbart wachsen zu lassen, um damit auf die Initiative aufmerksam zu machen und Spenden für Gesundheitsprogramme in den Bereichen Prostata- und Hodenkrebs sowie seelisches Wohlbefinden und körperliche Aktivität zu sammeln.</p>
<p>Auch Frauen sind ausdrücklich aufgefordert, die Charity-Aktion zu unterstützen. Bis heute haben sich Millionen sogenannter Mo-Brothers und Mo-Sisters in zahleichen Ländern dieser Welt für die Movember Foundation engagiert und mehr als 465 Millionen Euro Spendengelder gesammelt, mit denen über 1000 Gesundheitsprogramme in 21 Ländern unterstützt werden. Finanziert werden globale, länderspezifische sowie lokale Projekte, die in großer Transparenz online für jedermann einzusehen sind.</p>
<p>Auch in Deutschland findet der Movember jährlich zahlreiche Unterstützer und lässt Schnurrbärte für den guten Zweck sprießen. Mit dabei ist in diesem Jahr auch das global tätige Unternehmen Takeda, das sich seit nunmehr 25 Jahren im Dienste der Männergesundheit engagiert. Im Rahmen dieses Jubiläums hat das Urologie-Team bei Takeda in Deutschland auf der Homepage von Movember das Netzwerk <a href="https://de.movember.com/mospace/network/view/id/41917" target="_blank">„Takeda Movember Challenge“</a> eingerichtet und spendet für die ersten 2.000 Registrierungen jeweils 10 Euro. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (<abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (<abbr title="Berufsverband der Deutschen Urologen e.V.">BDU</abbr>) begrüßen dieses Engagement.</p>
<p>Den offiziellen Start der <a name="OLE_LINK1"></a>Takeda Challenge auf dem 67. <abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Kongress in Hamburg begleiteten unter anderen hochrangige Vertreter der Urologen (im Foto von links nach rechts): <abbr title="Berufsverband der Deutschen Urologen e.V.">BDU</abbr>-Präsident Dr. Axel Schroeder, Prof. Dr. Christian Döhn, Ben Arslan, Movember Country Manager Deutschland, Jean-Luc Delay, Geschäftsführer Takeda Deutschland und <abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Präsident Prof. Dr. Stephan Roth. Außerdem gab es prominente Unterstützung von den ehemaligen Handball-Stars Michael und Uli Roth (re. außen), die beide 2009 an Prostatakrebs erkrankten. Seitdem setzen sich die Zwillinge dafür ein, dass Männer frühzeitig zum Arzt gehen und Krebsfrüherkennungsuntersuchungen nutzen.</p>
<p>Kooperationspartner von Movember in Deutschland ist der gemeinnützige Spenden- und Förderverein des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (<abbr title="1. Benignes Prostata-Syndrom - 2. Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.">BPS</abbr>): der Förderverein Hilfe bei Prostatakrebs e. V. (FHbP).</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/movember-die-globale-maenner-gesundheitsaktion-im-november/">Movember — die globale Männer-Gesundheitsaktion im November</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Der unwillkürliche Harnverlust (Harninkontinenz)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2015 13:35:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Scheuermann]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Harn]]></category>
		<category><![CDATA[Harndrang]]></category>
		<category><![CDATA[Inkontinenz]]></category>
		<category><![CDATA[natürliche Heilmittel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Allgemeines Der unwillkürliche, unkontrollierte Harnverlust wird vom Urologen als Harninkontinenz bezeichnet. Der betroffene Patient ist außerstande, den Zeitpunkt des Wasserlassens selbst zu bestimmen. Dies kann unterschiedliche Ursachen haben. Eine Störung des komplexen Zusammenspiels zwischen Harnblase, Harnröhre, Harnblasenschließmuskel, und Beckenbodenmuskulatur kann zu diesem Beschwerdebild beitragen. Beim Mann kann zudem eine vergrößerte Prostata zu einer Blasenentleerungsstörung führen, &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="c6387" class="csc-default">
<h3>Allgemeines</h3>
<p>Der unwillkürliche, unkontrollierte Harnverlust wird vom Urologen als Harninkontinenz bezeichnet. Der betroffene Patient ist außerstande, den Zeitpunkt des Wasserlassens selbst zu bestimmen. Dies kann unterschiedliche Ursachen haben. Eine Störung des komplexen Zusammenspiels zwischen Harnblase, Harnröhre, Harnblasenschließmuskel, und Beckenbodenmuskulatur kann zu diesem Beschwerdebild beitragen. Beim Mann kann zudem eine vergrößerte Prostata zu einer Blasenentleerungsstörung führen, welche ebenfalls unkontrollierte Urinverluste zu Folge haben kann.</p>
<p>Die Harninkontinenz ist ein verbreitetes Leiden, das bevorzugt Frauen im mittleren und höheren Lebensalter, aber auch jüngere Menschen und Männer betrifft. Durch die zunehmende Lebenserwartung und Patienten, welche auch im höheren Alter ihr Leben aktiv gestalten kommt dieser Erkrankung eine immer größere medizinische und gesellschaftliche Bedeutung zu.</p>
<p>In Deutschland sind schätzungsweise etwa 6 Millionen Menschen von einer Harninkontinenz betroffen. Oft wird dieses Leiden vom Patienten aus Schamgefühl selbst dem Arzt gegenüber nicht erwähnt. Unangenehme Begleiterscheinungen des unwillkürlichen Harnabgangs können Geruchsentwicklung und Hauterkrankungen im Genitalbereich durch das feuchte Milieu sein.</p>
<p>Der seelische Leidensdruck durch eine Inkontinenz ist hoch und kann zu erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität führen. Eine Mitbehandlung durch einen Urologen ist in jedem Fall sinnvoll, um die Ursache der Inkontinenz besser zu beurteilen und Therapieoptionen aufzuzeigen.</p>
</div>
<div id="c6385" class="csc-default">
<h3>Formen und Ursachen einer Harninkontinenz</h3>
<p>Der Urologe unterscheidet zwischen einer Belastungs- und einer Dranginkontinenz.</p>
<p>Bei einer Belastungsinkontinenz tritt der Urinverlust typischerweise unter körperlicher Belastung auf. Bei einer leichteren Ausprägung geht Urin vor allem bei schwerer körperlicher Arbeit verloren. Ebenso können Urinabgänge beim Husten, Lachen oder Niesen auftreten. Bei sehr schweren Formen der Belastungsinkontinenz treten Urinverlust auch in körperliche Ruhe und im Liegen auf. Betroffen sind hier vor allem Frauen. Ein wichtiger Risikofaktor kann dabei eine Schädigung des Beckenbodens durch (mehrfache) vaginale Entbindungen sein. Seltenere Ursachen sind z.B. Fistelbildungen zwischen Scheide und Harnblase, als Folge von Verletzungen, Operationen oder einer Strahlentherapie. Auch Männer können von einer Belastungsinkontinenz betroffen sein. Hier treten die Beschwerden als unerwünschte Nebenwirkung zum Beispiel nach einer radikalen Prostatakrebsoperation oder nach einer operativen Verkleinerung der Prostata bei gutartiger Vergrößerung auf.</p>
<p>Bei einer Dranginkontinenz kommt es zu unwillkürlichen, unkontrollierten Urinverlusten, welche normalerweise mit einem schnell auftretenden Harndrang einhergehen. Der Urin kann dabei nicht bis zum Aufsuchen der Toilette zurückgehalten werden und entleert sich oft schwallartig. Begleitend ist oftmals eine häufiger Harndrang mit entsprechend gehäuften Toilettenbesuchen, welche bei sehr kurzen Intervallen von teils &lt;30 Minuten auch erheblich beeinträchtigen sind. Von einer sogenannten Überaktiven Blase („Reizblase“) mit begleitender Inkontinenz sind Frauen etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Ursache einer solchen Symptomatik können bakterielle Infektionen der Harnblase, Blasentumore, Nervenerkrankungen, Rückenmarksschäden oder Fremdkörper in der Blase sein. Sehr häufig findet man allerdings keinen Auslöser für diese Erkrankung. Mischformen zwischen beiden Inkontinenzformen treten auf.</p>
</div>
<div id="c6382" class="csc-default">
<h3>Untersuchung durch den Urologen</h3>
<p>Neben der allgemeinen ärztlichen Untersuchung stehen verschiedene spezielle Untersuchungen zur Beurteilung und Therapieplanung bei Inkontinenz zur Verfügung.</p>
<p><b><i>Trink- und Miktionsprotokoll</i></b></p>
<p>Vom Patienten über mindestens 48h Stunden zu führende Tabelle, in welcher er die Trinkmenge, die Toilettenbesuche (Uhrzeit), die Urinmenge, unwillkürliche Urinverluste und Drangepisoden dokumentiert. Ein solches Protokoll hilft dem Urologen das Problem zu objektivieren und Situationen zu erkennen, in welchen es zu gehäuften Harndrang kommt.</p>
<p><b><i>Pad-Test</i></b></p>
<p>Bei diesem Verfahren wird der Patient bei gefüllter Blase mit einer Inkontinenzvorlage ausgestattet. Unter definierter körperlicher Belastung, oder Tragen über einen längeren Zeitraum (24h) treten z.B. bei einer Belastungsinkontinenz Urinverluste auf. Die Vorlagen können hiernach gewogen werden und die Menge des Urinverlustes bestimmt werden.</p>
<p><b><i>Blasenspiegelung/vaginale Untersuchung</i></b></p>
<p>Zur näheren Abklärung einer Inkontinenz ist eine Blasenspiegelung (siehe dort) unerlässlich. Die Untersuchung erlaubt dem Urologen krankhafte Veränderungen und damit Ursachen einer Inkontinenz in der Blase zu erkennen. Des Weiteren lässt diese Untersuchung eine Beurteilung der Beckenbodenmuskulatur und des Blasenschließmuskel zu. Bei Frauen wird die Untersuchung oft mit einer vaginalen Untersuchung kombiniert, um eine evtl. bestehende Blasensenkung zu erkennen.</p>
<p><b><i>Urodynamik</i></b></p>
<p>Um den Ablauf der Blasenentleerung, die Steuerung der Blase durch die Nerven und die in der Harnblase während des Wasserlassens herrschenden Drücke zu messen und zu beurteilen kann eine sog. Urodynamische Messung (Urodynamik) erfolgen. Hierbei wird ein dünner Blasenkatheter in die Harnblase eingeführt und die Blase vollständig entleert. Über den Katheter kann nun der Druck in der Harnblase bestimmt werden. Aus messtechnischen Gründen ist es gleichzeitig notwendig einen dünnen Ballonkatheter im Enddarm zu platzieren.</p>
<p>Die Blase wird nun computergesteuert mit warmer Kochsalzlösung langsam gefüllt. Es wird damit eine natürliche Füllung der Harnblase mit Urin im Zeitraffer simuliert. Während der Messung wird der Patient befragt, ob er einen Harndrang verspürt und wie stark dieser ist. Auch Urinverluste werden während der Messung dokumentiert. Wenn die Blase so stark gefüllt ist, dass der Patient einen Harndrang verspürt, wird dieser aufgefordert bei liegendem Katheter zu urinieren. Hierbei werden nun erneut die Druckwerte in der Blase gemessen. Die Untersuchung erlaubt Rückschlüsse auf die Art einer Inkontinenz und kann Auskunft geben, ob etwaige operative Therapieverfahren sinnvoll sind. Weiterhin erhält der Arzt Informationen über die Druckverhältnisse in der Harnblase und kann anhand dieser beurteilen, ob ein Risiko für eine Nierenschädigung (z.B. bei sehr hohen Blasendrücken) besteht.</p>
<p>Bei der sog. Video-Urodynamik werden parallel zu der Druckmessung Röntgenbilder der Harnblase und des Harntraktes angefertigt, welche die Arbeit des Beckenbodens und der Harnblase besser beurteilen lassen. Eine Urodynamische-Messung ist durch die Katheteranlage für Patienten zwar etwas unangenehm, allerdings nicht schmerzhaft.</p>
<div id="c6381" class="csc-default">
<h3>Welche Therapieverfahren sind möglich?</h3>
<p><b>Belastungsinkontinenz der Frau</b></p>
<p>Da diese Inkontinenzform oft auf einer Schwäche der Beckenbodenmuskulatur und des umgebenden Bindegewebes beruht, ist insbesondere bei leichten Formen der Belastungsinkontinenz eine professionell angeleitete Beckenbodengymnastik hilfreich. Um die Problematik effektiv zu verbessern ist eine regelmäßige Anwendung notwendig. Eine kurzfristige Therapie von z.B. 2–3 Wochen bringt keinen Erfolg.</p>
<p>Bei einer Belastungsinkontinenz ist ergänzend zur Beckenbodengymnastik der Wirkstoff Duloxetin zur Verbesserung der Inkontinenzsymptomatik zugelassen. Bei diesem Wirkstoff handelt es sich ursprünglich um ein Antidepressivum. Nebenwirkungen können, insbesondere bei schneller Dosissteigerung, auftreten und z.T. ausgeprägt sein.&nbsp;Sollte eine schwerwiegendere Belastungsinkontinenz bei einer Frau bestehen, so bestehen auch operative Möglichkeiten diese zu beseitigen oder zu lindern. Gänge Verfahren sind hierbei das Einbringen eines Kunststoffbandes unter die Harnröhre. Dies erfolgt entweder über einen kleinen Schnitt durch die Bauchdecke (TVT: Tension-free Vaginal Tape) oder über die Schenkelbeuge (TVT‑O: Tension-free Vaginal Tape Obturator). Die Erfolgsraten hinsichtlich der Beseitigung der Belastungsinkontinenz mit diesen Verfahren sind hoch. Zu beachten ist jedoch, dass einmal in den Körper eingebrachtes Bandmaterial schwierig bis gar nicht zu entfernen ist. Nebenwirkungen wie Entzündungen des Bandmaterials oder Fremdkörpergefühl/Schmerzen können auftreten.</p>
<p><i>Die Indikation ist daher kritisch zu stellen.</i></p>
<p>Sollte bei einer Frau die Belastungsinkontinenz mit einer komplexen Senkung des Beckenbodens einhergehen kann auch das Einbringen von größeren Netzen in den Beckenboden notwendig werden. Hier ist besonders die Mitbeurteilung durch einen Gynäkologen zu empfehlen. Als Alternative besteht die Möglichkeit den Blasenhals operativ ohne Einbringen von Netzmaterialien anzuheben. Diese Methode nennt der Urologe Kolpussuspension nach Burch. Die Methode ist in etwa so erfolgversprechend wie die genannten Bandoperationen. Es kann jedoch nach einigen Jahren zu einem erneuten Auftreten der Inkontinenz kommen, was eine Wiederholung des Eingriffes notwendig macht.</p>
<p><b>Belastungsinkontinenz des Mannes</b></p>
<p>Häufigste Ursache einer männlichen Belastungsinkontinenz ist, trotz immer weiter verbesserter OP-Technik, eine Schädigung des Schließmuskels im Rahmen einer radikalen Prostatakrebsoperation. Während in den ersten 6 Monaten nach einer solchen Operation noch relativ viele Männer Inkontinenzvorlagen benutzen müssen, sinkt die Zahl der Betroffenen hiernach auf ca. 2–10%. In der Rehabilitationsphase ist vor allem eine intensive und professionelle Anleitung zur Beckenbodengymnastik hilfreich. Sollte im langfristigen Verlauf eine für den Patienten störende Inkontinenz bestehen, so sind auch hier operative Verfahren verfügbar. Je nach Schwere der Inkontinenz kommen hierbei ebenfalls Bandmaterialien (z.B. Advance-Band, Argus-Schlinge) zum Einsatz, welche die Harnröhre und den Schließmuskel unterstützen.</p>
<p>Bei sehr ausgeprägten Formen der Inkontinenz kann schließlich die Implantation eines künstlichen Blasenschließmuskels angeboten werden. Diese OP-Verfahren werden in spezialisierten Zentren angeboten und haben eine hohe Erfolgsrate. Nachteile bestehen für den Patienten in der jeweils bei jedem Toilettenbesuch durchzuführenden manuellen Bedienung. Weiterhin bergen Implantate ein Infektionsrisiko bei bakterieller Besiedlung, was zu Folgeoperationen führen kann.</p>
<p><b>Dranginkontinenz</b></p>
<p>Die Therapie einer Dranginkontinenz ist in erster Linie eine konservative, medikamentöse Therapie. Zunächst sollten evtl. ursächliche Begleiterkrankungen (z.B. Multiple Sklerose) erkannt und behandelt werden. Hierdurch ist teilweise schon eine Linderung der Beschwerden möglich. Oftmals werden jedoch keine expliziten Ursachen gefunden. Zur weiteren Therapie stehen verschieden Medikamente zur Verfügung, welche die Aktivität des Blasenmuskels reduzieren und dadurch Drang- und Inkontinenzepisoden vermindern oder beseitigen können. Diese Medikamente werden auch als Anticholinergika bezeichnet. Unter diesen <b>Anticholinergika</b> gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Wirkstoffen, deren Therapieprinzip jedoch ähnlich ist. Welches Präparat für den einzelnen Patienten optimal ist, entscheidet der Urologe anhand möglicher Begleiterkrankungen und des Alters des Patienten. Nebenwirkungen können ein trockener Mund oder Verstopfung sein. Ein Therapieerfolg ist oft erst nach einigen Wochen der Therapie zu beurteilen.</p>
<p>Sollte mit diesen Medikamenten kein Erfolg zu erzielen sein, ist die Verwendung von <b>Botulinumtoxin</b> möglich. Der Wirkstoff ist vielen Menschen durch die Medien im Rahmen von Schönheitsoperationen bekannt (Faltenbehandlung). Im Rahmen einer hartnäckigen Dranginkontinenz wird dieses Medikament direkt bei einer Harnblasenspiegelung (siehe dort) in den Blasenmuskel gespritzt. Diese Prozedur kann mit lokaler Betäubung durchgeführt werden und ist nicht schmerzhaft.</p>
<p>Der Therapieerfolg hält meist zwischen 6–12 Monaten an. Danach muss die Prozedur wiederholt werden. Eine unerwünschte Wirkung dieser Behandlung besteht in einer überschießenden Wirkung, welche es dem Patienten teils nicht erlaubt die Blase vollständig zu entleerten. Mit Nachlassen der Wirkung verschwindet dieser unerwünschte Effekt, allerdings kann für den Zeitraum ein vorübergehende selbständiges katheterisieren durch den Patienten notwendig werden.</p>
<p>Bei sehr ausgeprägten Form einen Dranginkontinenz, ggf. in Kombination mit einer schwerwiegenden chronischen Entzündung der Blase (z.B.: Interstitielle Cystitis) kann auch eine <b>operative Entfernung der Blase</b> als letzte Alternative verbleiben. Die Harnableitung erfolgt dann z.B. über einen katheterisierbaren Nabelpouch, ein Ileumconduit oder eine „Ersatzblase“-Neoblase.</p>
<p>Für Patienten die keine medikamentöse oder operative Behandlung wünschen besteht die Möglichkeit einer <b>Biofeedback und Elektrostimultionsbehandlung</b>. Behandlungskosten werden durch die Krankenkasse übernommen. Eine professionelle Anleitung in Handhabung und Bedienung ist notwendig um einen Therapieerfolg zu erzielen. Die Therapie selbst wird dann vom Patienten selbst über einen längeren Zeitraum (mindestens 3–6 Monate) selbstständig durchgeführt.&nbsp;Ein Therapieerfolg ist nicht sicher. Die Vertriebsfirmen bieten eine solche Anleitung durch geschulte Mitarbeiter an. Der Urologe kann den Patienten entsprechend beraten und eine Behandlung in die Wege leiten.</p>
</div>
<p>Quelle: DGU</p>
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			</item>
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		<title>Eine neue Niere — Mehr Lebenszeit und Qualität</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2015 14:43:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Dialyse]]></category>
		<category><![CDATA[Früherkennung]]></category>
		<category><![CDATA[Niere]]></category>
		<category><![CDATA[Nierenkrebs]]></category>
		<category><![CDATA[Nierenstein]]></category>
		<category><![CDATA[Nierentransplantation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Chronische Nierenerkrankung (CKD) gilt als eine unbekannte Volkskrankheit. In Deutschland werden zur Zeit etwa 60.000 Menschen dauerhaft dialysiert, mit steigender Tendenz. 8000 Patienten warten nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation auf eine neue Niere, doch nur rund 2300 davon können durchschnittlich pro Jahr damit versorgt werden. Während der Organbedarf jährlich um rund fünf Prozent steigt, &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Chronische Nierenerkrankung (CKD) gilt als eine unbekannte Volkskrankheit. In Deutschland werden zur Zeit etwa 60.000 Menschen dauerhaft dialysiert, mit steigender Tendenz. 8000 Patienten warten nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation auf eine neue Niere, doch nur rund 2300 davon können durchschnittlich pro Jahr damit versorgt werden. Während der Organbedarf jährlich um rund fünf Prozent steigt, bleibt das Angebot gleichbleibend niedrig. Dabei ist laut Deutscher Nierenstiftung unbestritten, dass eine erfolgreiche Nierentransplantation gegenüber dem aufwendigen und sehr zeitintensiven Dialyseverfahren den Patienten eine verbesserte Lebensqualität, größere Zufriedenheit und mehr Freiheit bietet – und ein längeres Leben. Wie viele Lebensjahre Empfänger von Spenderorganen im Durchschnitt gewinnen im Vergleich zu Patienten, die vergeblich auf ein neues Organ warten, haben US-Forscher in einer jetzt veröffentlichten Langzeitstudie ermittelt.</p>
<p>Über einen Zeitraum von 25 Jahren haben Abbas Rana, Doktor der Medizin vom Baylor College of Medicine in Houston/Texas, und seine Kollegen die Überlebensvorteile von Transplantationspatienten anhand von Daten der United Network for Organ Sharing (UNOS) und des amerikanischen Sterberegisters untersucht. Dabei haben sie zwischen 1987 und 2012 alle Patienten über 18 Jahre berücksichtigt, die bei UNOS gemeldet waren. Darunter waren 533.329 Patienten, die in der Zeit ein neues Organ erhalten haben, sowie 579.506 Patienten, die vergeblich auf ein Spenderorgan gewartet haben. In die Studie mit aufgenommen wurden nicht nur Nierentransplantationen, sondern auch die Übertragung von Lebern, Herzen, Lungen, Pankreas plus Niere, Pankreas und Darm.</p>
<p>Nach der Datenerhebung haben die Wissenschaftler beide Patientengruppen miteinander verglichen und einen Gewinn an Lebensjahren von insgesamt 2.270.859 bei den Patienten nach einer erfolgreichen Transplantation nachweisen können. Im Durchschnitt bedeutet das eine verlängerte Lebenserwartung des Einzelnen von 4,3 Jahren. Bezogen auf alle in dem Zeitraum durchgeführten Organverpflanzungen wurden mit 314.561 Patienten Nierentransplantationen am häufigsten durchgeführt. Auch hier stellten die Mediziner eine höhere Lebenserwartung fest: Im Schnitt um 4,4 Jahren pro Organempfänger. Am zweithäufigsten wurden Lebern transplantiert, mit einem Gewinn an Lebensjahren von 4,3 Jahren pro Patient, gefolgt von Herzen (4,9 Jahre), Lungen (2,6 Jahre), Pankreas plus Niere 4,6 Jahre), Pankreas (2,4 Jahre) und Darm (2,8 Jahre). Ein weiteres signifikantes Ergebnis der Langzeitstudie ist, dass Erwachsene bei einer Nierentransplantation am meisten von einer Lebendspende profitieren. Die mittleren Überlebenszeiten lagen damit bei 18,5 Jahren. Kam das Spenderorgan von einem Verstorbenen, lebten die Patienten im Schnitt noch 9,8 Jahre.</p>
<p>Das sind eindeutige Zahlen, die Rana und Kollegen nicht nur als einen Beweis dafür sehen, wie effektiv eine Organspende für den Betroffenen ist, sondern auch als begründete Motivation, sich als Organspender zur Verfügung zu stellen, um die wachsende Lücke zwischen Bedarf und Angebot zu minimieren und so einer größeren Zahl von Patienten zu mehr Lebensqualität und Lebenszeit zu verhelfen.</p>
<p>Text: Pressestelle <abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>/<abbr title="Berufsverband der Deutschen Urologen e.V.">BDU</abbr></p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/eine-neue-niere-mehr-lebenszeit-und-qualitaet/">Eine neue Niere — Mehr Lebenszeit und Qualität</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Weltmännertag 2014: Männergesundheit beginnt im Jungenalter</title>
		<link>https://www.urologe-bensheim.de/weltmaennertag-2014-maennergesundheit-beginnt-im-jungenalter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Nov 2014 13:14:45 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Vorsorge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Düsseldorf, 31.10.2014. Ob Weltmännertag am 3. November, internationaler Männertag am 19. November oder die weltweite Spendenkampagne für Prostatakrebsforschung und Männergesundheit „Movember“: Der Herbst steht ganz im Zeichen des gesundheitspolitisch noch immer stark vernachlässigten starken Geschlechts. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (BDU) appellieren an die Männer, ihre &#8230; </p>
<p><a class="more-link btn" href="https://www.urologe-bensheim.de/weltmaennertag-2014-maennergesundheit-beginnt-im-jungenalter/">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Düsseldorf, 31.10.2014.</b> Ob Weltmännertag am 3. November, internationaler Männertag am 19. November oder die weltweite Spendenkampagne für Prostatakrebsforschung und Männergesundheit „Movember“: Der Herbst steht ganz im Zeichen des gesundheitspolitisch noch immer stark vernachlässigten starken Geschlechts.</p>
<p>Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (<abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (<abbr title="Berufsverband der Deutschen Urologen e.V.">BDU</abbr>) appellieren an die Männer, ihre Gesundheitskompetenz zu schärfen und vorhandene Gesundheitsangebote besser zu nutzen — und zwar in jeder Altersgruppe. Sie selbst halten dafür diverse Ratgeber sowie ein umfangreiches Angebot medizinischer Informationen für Interessierte und Patienten auf ihrer Website (www.urologenportal.de) vor und setzen sich mit regelmäßigen Laienforen für die öffentliche Aufklärung ein.</p>
<p>Männergesundheit beginnt bereits beim Jungen, betonen Urologen zum Weltmännertag 2014. Praktisch bedeutet das zum Beispiel die frühzeitige Feststellung medizinischer Fehlbildungen, die Einhaltung eines altersgerechten Impfplans, rechtzeitige Aufklärung über Verhütung und sexuell übertragbare Infektionen sowie die Aufklärung über Selbstuntersuchung zur Früherkennung von Hodenkrebs. „Männliche Jugendliche sind eine wichtige Zielgruppe, um die Männergesundheit langfristig zu verbessern“, sagt <abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Pressesprecherin Prof. Dr. Sabine Kliesch. „Wir wollen die Jungen frühzeitig sensibilisieren und ihr Gesundheitsbewusstsein wecken, sodass der Gang zum Arzt so selbstverständlich wie bei Mädchen und Frauen wird.“ Zu diesem Zweck engagieren sich <abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr> und <abbr title="Berufsverband der Deutschen Urologen e.V.">BDU</abbr> derzeit auf zwei Ebenen. „Zum einen sind wir dabei, eine Jungensprechstunde in urologischen Praxen zu etablieren, die den Jungen auch in der Pubertät einen ärztlichen Ansprechpartner bietet und damit eine Lücke im Männerleben schließt“, so <abbr title="Berufsverband der Deutschen Urologen e.V.">BDU</abbr>-Pressesprecher Dr. Wolfgang Bühmann. Zum anderen kooperieren die Urologen mit der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung e.V. bei der gesundheitlichen Bildung von Jungen in Schulen.</p>
<p>Was Männer im Laufe ihres Lebens zur „Prävention urologischer Erkrankungen“ von Blase, Nieren und Prostata, für Potenz und Fruchtbarkeit tun können, bringt der gleichnamige Ratgeber von <abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr> und <abbr title="Berufsverband der Deutschen Urologen e.V.">BDU</abbr> auf den Punkt. Aufklärung über Prostatakrebsfrüherkennung empfehlen Deutschlands Urologen allen Männern ab 45 Jahren. Nicht zuletzt appellieren die Experten für Männergesundheit am diesjährigen Weltmännertag, altersbedingte urologische Erkrankungen des Mannes wie die gutartige Prostatavergrößerung, Testosteronmangel oder die Erektile Dysfunktion im Sinne einer guten Lebensqualität und der Vermeidung von Folgeerkrankungen abklären und behandeln zulassen.</p>
<p>Weitere Informationen und alle Ratgeber der Urologen finden Interessierte jeden Alters — nicht nur an Männertagen — auf <a href="http://www.urologenportal.de" target="_blank">www.urologenportal.de</a></p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/weltmaennertag-2014-maennergesundheit-beginnt-im-jungenalter/">Weltmännertag 2014: Männergesundheit beginnt im Jungenalter</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Aktuelle Studie zeigt: Ballaststoffreiche Ernährung schützt Frauen vor Nierensteinen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Oct 2014 13:11:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Scheuermann]]></category>
		<category><![CDATA[Ballststoff]]></category>
		<category><![CDATA[Ernährung]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Niere]]></category>
		<category><![CDATA[Nierenstein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sie sind nur wenige Millimeter bis zu einigen Zentimetern groß, bestehen aus Bestandteilen des Urins, die sich in den Nieren sammeln und zusammenschließen: die Harnsteine. Die festen Gebilde können im gesamten Harntrakt vorkommen, je nach Lage spricht man von Nierensteinen, Harnleitersteinen oder Blasensteinen. Sie entstehen vor allem in den Kanälchen der Niere und im Nierenbecken. &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Sie sind nur wenige Millimeter bis zu einigen Zentimetern groß, bestehen aus Bestandteilen des Urins, die sich in den Nieren sammeln und zusammenschließen: die Harnsteine. Die festen Gebilde können im gesamten Harntrakt vorkommen, je nach Lage spricht man von Nierensteinen, Harnleitersteinen oder Blasensteinen. Sie entstehen vor allem in den Kanälchen der Niere und im Nierenbecken.</p>
<div class="news-single-img"></div>
<div class="news-single-img">Solange sie sehr klein bleiben, stören sie kaum und werden häufig unbemerkt mit dem Urin ausgeschieden. Problematisch wird es, wenn die Steine eine Größe erreicht haben, die einen unkomplizierten Abgang auf natürlichem Weg unmöglich machen und dadurch Koliken verursachen. Dann sind unterschiedliche medizinische Maßnahmen erforderlich: Sie reichen von der medikamentösen Behandlung über die Stoßwellenlithotripsie (Zertrümmerung) bis zu operativen, in der Regel minimal-invasiven Eingriffen.</div>
<p>Doch mit dem Stein wird nur ein Symptom entfernt — nicht die Ursache. Vielfach wird neben einer genetischen Veranlagung die Art der Ernährung und Lebensweise für die Entstehung von Nierensteinen verantwortlich gemacht. Eine aktuelle amerikanische Studie ging jetzt der Frage nach, ob es eine Form der Ernährung gibt, die mit einem niedrigen Risiko für Nierensteine assoziiert ist. Das Ergebnis ist eindeutig: Frauen bekommen seltener Nierensteine, wenn sie sich ballaststoffreich und mit viel Obst und Gemüse ernähren.</p>
<p>Forscher um den Urologen Dr. Matthew Sorensen von der University of Washinton School of Medicine haben Ernährungsdaten aus der Women’s Health Initiative (WHI) Observational Study analysiert. Insgesamt wurden 83 922 Frauen im Alter im mittleren Alter von 64 Jahren untersucht. Bei 3471 war ein Nierensteinleiden (Nephrolitiasis) bekannt. Innerhalb von acht Jahren entwickelten 3,5 Prozent der Probandinnen Nierensteine. Nach Abgleich aller Risikofaktoren wie Alter, Diabetes, <abbr title="Body Mass Index (Relatives Körpergewicht)">BMI</abbr> und Ernährungsgewohnheiten erwies sich eine höhere Aufnahme von Ballaststoffen als ein effektiver Schutzfaktor gegen ein Steinleiden.<br>
Im Detail sah das folgendermaßen aus: Bei Frauen, die zwischen 3 und 11 Portionen Obst am Tag zu sich nahmen, war das Risiko einer Nephrolitiasis um 15 Prozent geringer als bei Frauen, die nur ein Stück Obst pro Tag aßen. Noch höher war der Schutzeffekt durch Gemüse (22 Prozent bei bis zu 13,3 Portionen am Tag verglichen mit 0 bis 1,2 Portionen). Erklärt wurde der Effekt mit einer Erhöhung des Urin-Volumens, ph-Wert, Kalium, Magnesium, Zitrat und Phytat. Dadurch nehme laut Studie die Übersättigung mit Kalziumoxalat und Harnsäure ab.<br>
Allerdings gab es auch eine Einschränkung: Bei Frauen, die bereits an einem Nierenstein erkrankt waren, konnte sich eine verstärkte Aufnahme von Obst und Gemüse nicht mehr positiv niederschlagen. In der Gruppe entwickelten 15 Prozent der Frauen ein Nierensteinleiden, während es in der Gruppe der Frauen ohne ein Steinleiden in der Vorgeschichte lediglich 3 Prozent waren. Eine Erklärung für dieses Phänomen fanden die Urologen nicht. Die Forscher vermuten, dass es grundlegende Unterschiede zwischen Frauen, die vor dem 60. Lebensjahr an einem Nierenstein erkranken und solchen, bei denen es später der Fall sei, gibt.</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/aktuelle-studie-zeigt-ballaststoffreiche-ernaehrung-schuetzt-frauen-vor-nierensteinen/">Aktuelle Studie zeigt: Ballaststoffreiche Ernährung schützt Frauen vor Nierensteinen</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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