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	<title>DGU | Urologische Praxis</title>
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		<title>75. Jahrestagung der DGU im September 2023 in Leipzig</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jul 2023 08:44:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Berlin/Leipzig. Jubiläum in der alten Universitäts- und Bachstadt Leipzig: Vom 20. bis 23. September 2023 begeht die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) ihre 75. Jahrestagung im Congress Center Leipzig. Unter dem Motto „#urologie #interdisziplinär #voraus“ setzt DGU-Präsident Prof. Dr. Martin Kriegmair aktuelle Schwerpunkte und macht den Jubiläums-Kongress zu einer Diskussionsplattform für die Transformation der &#8230; </p>
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<p><strong>Berlin/Leipzig. </strong>Jubiläum in der alten Universitäts- und Bachstadt Leipzig: Vom 20. bis 23. September 2023 begeht die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (<abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>) ihre 75. Jahrestagung im Congress Center Leipzig. Unter dem Motto „<strong>#urologie #interdisziplinär #voraus“</strong> setzt <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Präsident Prof. Dr. Martin Kriegmair aktuelle Schwerpunkte und macht den Jubiläums-Kongress zu einer Diskussionsplattform für die Transformation der Urologie. Zum weltweit drittgrößten Urologie-Kongress werden erneut rund 6000 internationale Fachbesucherinnen und ‑besucher erwartet, denn schon im Vorjahr hatte der <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Kongress Teilnehmerzahlen wie vor Corona erreicht.</p>
<p>„Wir werden auf der 75. Jahrestagung die lange Kongress-Historie unserer Fachgesellschaft würdigen und fokussieren die Zukunft der Urologie, denn auch unser Fach steht komplexen Ereignissen gegenüber, die einschneidende Veränderungen mit sich bringen. So bedarf die spezialisierte und individualisierte urologische Versorgung einer immer engeren interdisziplinären Zusammenarbeit. Zudem werden die aktuellen Gesundheitsreformen, der Fachkräftemangel und die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz die Urologie transformieren“, so <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>- und Kongresspräsident Kriegmair, Chefarzt der Urologischen Klinik München Planegg.</p>
<p>Das wissenschaftliche Programm des 75.&nbsp;<abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Kongresses deckt aktuellen Wissenschaftsaustausch sowie Fort- und Weiterbildung in allen Bereichen der Urologie ab. Dazu gehören andrologische Erkrankungen des Mannes, Volkskrankheiten wie Inkontinenz, gutartige Prostatavergrößerung&nbsp;und Harnsteine sowie Krebserkrankungen von Prostata und Harnblase, der Nieren, Hoden und des Penis, die rund ein Viertel aller Krebserkrankungen in Deutschland ausmachen. Getreu dem Kongressmotto wird die Interdisziplinarität in Leipzig großgeschrieben und Gastredner aus der Gynäkologie, Kinderchirurgie, Humangenetik oder der Radiologie werden zahlreich auf den Podien vertreten sein. Zu den interdisziplinären Plenar-Highlights zählen die Tumorboards zum Prostata- und zum Harnblasenkarzinom. Weitere Programm-Highlights gelten angesichts der aktuellen Gesundheitsreformen der ambulanten Urologie sowie neuen Versorgungs- und Arbeitszeitmodellen.</p>
<p>Zur Förderung des urologischen Nachwuchses veranstaltet die Fachgesellschaft am Freitag, den 22. September 2023 erneut den bekannten Schüler:innnen- und Studierendentag, auf dem bereits Oberstufenschüler:innen die Welt der Medizin und die Vielfalt des Zukunftsfaches Urologie kennenlernen können.</p>
<p>Der&nbsp;<abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Jahrestagung in Leipzig ist der traditionelle Pflegekongress für die urologischen Assistenz- und Pflegeberufe angeschlossen, und auf der begleitenden Industrieausstellung werden nationale und internationale Unternehmen neueste Medizintechnik und ‑produkte im Congress Center Leipzig präsentieren.</p>
<p>Ehrungen für besondere Leistungen in der Urologie und wissenschaftliche Preise wird die&nbsp;<abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>&nbsp;im Rahmen ihres Jubiläums-Kongresses ebenso vergeben wie den Medienpreis Urologie 2023.</p>
<p>Medienvertreter:innen sind auf den Veranstaltungen des 75. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. ausdrücklich willkommen und herzlich zur&nbsp;<abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Eröffnungspressekonferenz am Mittwoch,&nbsp;<strong>den 20. September 2023 ins Congress Center Leipzig </strong>eingeladen. Weitere Informationen dazu werden rechtzeitig bekanntgegeben.</p>
<p>(Quelle: DGU)</p>
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		<title>Wir haben uns im September für Sie fortgebildet — Besuch des 74. Urologenkongresses in Hamburg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Nov 2022 11:33:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Blasenkrebs]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mehr als 6.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland und der Welt lassen keine Zweifel: Der DGU-Kongress ist in voller Stärke zurück. Der Fachgesellschaft glückte im dritten Jahr der Pandemie bei der Premiere im rundum sanierten Congress Center Hamburg (CCH) ein unbeschwerter Präsenzkongress voller menschlicher Begegnungen. Mehr noch – die 74. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr als 6.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland und der Welt lassen keine Zweifel: Der <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Kongress ist in voller Stärke zurück. Der Fachgesellschaft glückte im dritten Jahr der Pandemie bei der Premiere im rundum sanierten Congress Center Hamburg (CCH) ein unbeschwerter Präsenzkongress voller menschlicher Begegnungen. Mehr noch – die 74. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (<abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>) vom 21. bis 24. September 2022 in Hamburg hat ein Stück Urologie-Geschichte geschrieben, denn mit Prof. Dr. med. Margit Fisch hat in der über 100-jährigen Historie der Fachgesellschaft erstmals eine Frau das Amt der&nbsp;<abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Präsidentin bekleidet und den weltweit drittgrößten Urologie-Kongress geleitet. „La première“ markiert den Aufbruch in die Zukunft und hat unter ihrem Kongressmotto „Gemeinsam Zukunft Gestalten“ die großen Herausforderungen für die Urologie in den Fokus geschoben. So rückten die individualisierte und interdisziplinäre Medizin, vor allem in der Uro-Onkologie, die Nachwuchsgewinnung und Förderung der Frauen in der Urologie sowie die Strukturen der sektorenübergreifenden Versorgung und erstmals auch eine nachhaltige Urologie in der Hansestadt in den Mittelpunkt. (…)</p>
<p>Die Fachgesellschaft berichtete wie inzwischen üblich im Eröffnungsplenum über aktuelle <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Projekte wie das WECU und die Urologische Stiftung Gesundheit und gab Einblicke in die Arbeit ihrer Ressorts zu Fortbildung, Forschung und der Dauerbaustelle <abbr lang="de" title="Gebührenordnung der Ärzte">GOÄ</abbr> sowie dem neuen AOP-Katalog. <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Generalsekretär Prof. Dr. med. Maurice Stephan Michel beleuchtete die von der Forschung identifizierten großen Zukunftsthemen Humane Ressourcen, Netzwerke und Innovationen samt ihrer Umsetzung in der Urologie und kündigte eine urologische sektorenübergreifende Versorgungskonferenz mit dem Berufsverband und der GeSRU an. Die Fachpresse attestierte der <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr> im Nachgang des Eröffnungsplenums eine „raumgreifende Strategie“.<br>
Ebenfalls zum Kongress-Auftakt punktete die AG-Urologinnen mit ihrem Forum „Ärztinnen und Wissenschaftlerinnen in der Urologie“, welches u.a. den für die Ausbildung extrem wichtigen Aspekt des Operierens in der Schwangerschaft thematisierte und die Expertinnen-Liste der <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr> vorstellte. (…)</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/wir-haben-uns-im-september-fuer-sie-fortgebildet-besuch-des-74-urologenkongresses-in-hamburg/">Wir haben uns im September für Sie fortgebildet — Besuch des 74. Urologenkongresses in Hamburg</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Neuro-Urologie: ein junges Fachgebiet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Jul 2022 08:51:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Gastbeitrag von Univ.-Prof. Dr. med. Ruth Kirschner-Hermanns aus Bonn Dieses oft wenig beachtete urologische Fachgebiet liegt auf der Schnittstelle von Urologie und Neurourologie, wächst und hat gute Erfolge! Keine sportlichen Erfolge, keine Olympiamedaille eines Querschnittgelähmten ohne eine gute Neuro-Urologie! Sie sichert das Überleben, und hat immer auch die Lebensqualität des Betroffenen im Fokus! Der &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="ce-bodytext">
<p><strong>Ein Gastbeitrag von Univ.-Prof. Dr. med. Ruth Kirschner-Hermanns aus Bonn</strong></p>
<p>Dieses oft wenig beachtete urologische Fachgebiet liegt auf der Schnittstelle von Urologie und Neurourologie, wächst und hat gute Erfolge!<br>
Keine sportlichen Erfolge, keine Olympiamedaille eines Querschnittgelähmten ohne eine gute Neuro-Urologie! Sie sichert das Überleben, und hat immer auch die Lebensqualität des Betroffenen im Fokus!</p>
<p>Der Neuro-Urologe muss ein guter Funktionsurologe sein! Alle operativen Eingriffe dienen immer dem Schutz der Nieren und/oder einer verbesserten Funktion des Harntraktes. Dies zeigt sich nicht nur im Kindesalter bei Kindern mit Spina bifida oder einer angeborenen Harnröhrenklappe, bei denen eine Refluxoperation ohne Beachtung der Blasenfunktion schnell in ein Desaster münden kann. Auch bei Patienten mit einer Parkinson und schwachem Harnstrahl führt eine Operation der Prostata ohne eine entsprechende urodynamische Evaluation schnell zur Harninkontinenz. Patienten mit MS und Harninkontinenz können gut behandelt werden – aber nicht immer operativ. Und dann gibt es spezielle neuro-urologische Interventionen von der sakralen Neuromodulation bis zur Deafferentation und Implantation eines Vorderwurzelstimulators bei komplett Querschnittgelähmten.</p>
<p>Jeder Patient mit hohem Querschnitt muss neuro-urologisch so geführt werden, dass eine autonome Dysregulation nicht zu schweren Komplikationen, bis hin zum Tod führen.</p>
<p>Der Neuro-Urologe muss Netzwerker sein und das interdisziplinäre Arbeiten lieben! Wir müssen uns mit Hilfsmitteln aller Art beschäftigen und ohne ein speziell ausgebildetes Team aus Urotherapeuten Physiotherapeuten und Sozialarbeitern ist kein Neuro-Urologisches Arbeiten denkbar.</p>
<p>Nicht jeder Querschnittpatient ist ein junger Patient nach einem Trauma – wir sehen auch onkologische Patienten – hier muss sehr einfühlsam mit dem Patienten eine evtl. auch palliative Versorgung besprochen werden. Und dank der guten Erfolge der Neuro-Urologie sehen wir immer mehr ältere Überlebende einer Querschnittlähmung – da sind auch geriatrische Kenntnisse gefragt.</p>
<p>Ein guter Neuro-Urologe muss selbstverständlich auch den neurogenen Darm verstehen und behandeln können.</p>
<p>Zu den neurologischen Funktionsstörungen gehören neben Blase- und Darmfunktionsstörungen auch Sexualstörungen bei Männern und Frauen– ein immer noch stark tabuisiertes Thema! Wenn es um Kinderplanung, Schwangerschaft und Geburt bei Patienten mit einer Rückenmarkserkrankung geht – dann ist enge Kooperation gefragt mit Gynäkologen, Neurologen, Rehabilitationsmedizinern, Geburtshelfern, Hebammen, Urotherapeuten – um nur einige zu nennen.</p>
<p>Bei Kindern mit Spina bifida – bedarf es als Neuro-Urologe eine Kooperation mit der Kinderurologie, Kindernephrologie, Kinderchirurgie und den neurologischen Pädiatern.</p>
<p>Kurzum Neuro-Urologie ist jung, abwechslungsreich, nie langweilig, spannend und bietet auch für wissenschaftliches Arbeiten viel Freiraum.</p>
<p>Mit der Verbesserung vieler chronischer neurodegenerative Krankheiten wie etwa der MS oder dem M. Parkinson wachsen die Anforderungen an die Neuro-Urologie.</p>
<p>Quelle: DGU</p>
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		<title>PSA-gestützte Früherkennung des Prostatakarzinoms — Stellungnahme der DGU</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jan 2020 17:57:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. (BPS) im Januar 2020 Liebe Patienten, möglicherweise haben Sie zu Beginn des Jahres die Berichterstattung zur Früherkennung des Prostatakarzinoms in der Presse verfolgt. Viele Medien hatten über den Vorbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zur Nutzenbewertung des Prostatakarzinomscreenings mittels &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. (BPS) im Januar 2020</strong></p>
<p>Liebe Patienten, möglicherweise haben Sie zu Beginn des Jahres die Berichterstattung zur Früherkennung des Prostatakarzinoms in der Presse verfolgt. Viele Medien hatten über den Vorbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zur Nutzenbewertung des Prostatakarzinomscreenings mittels PSA-Test berichtet. Dieser Vorbericht ist Teil eines laufenden Bewertungsverfahrens, in dem geklärt werden soll, ob die Früherkennung mit Aufklärung, gemeinsamer Risiko-Nutzenabwägung durch den Urologen und den Patienten, PSA-Bestimmung und dessen patientenbezogener Beurteilung künftig von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden soll.</p>
<p><strong>WAS HEISST DAS?</strong></p>
<p>Wenn eine neue Untersuchung oder Behandlung zur Übernahme der Kosten durch die gesetzlichen Krankenkassen empfohlen wird, muss der Gemeinsame Bundesausschuss (GB‑A) aus Krankenkassen- und Ärztvertretern zuvor darüber entscheiden. Wenn ihm die Sachlage nicht klar genug ist, beauftragt er das dafür gegründete Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) damit, den Nutzen wissenschaftlich zu bewerten.</p>
<p><strong>WAS IST EIN SCREENING?</strong></p>
<p>Screening bedeutet, durch eine Reihenuntersuchung – in diesem Fall einen Bluttest des PSA (Prostata-Spezifisches Antigen) – aus einer bestimmten Bevölkerungsgruppe (z.B. alle Männer zwischen 45 und 70) diejenigen zu identifizieren, die, ohne es zu spüren, ein Risiko tragen, in diesem Falle an einem bösartigen Prostatatumor zu erkranken oder ihn bereits in sich zu tragen.<br>
Bei der in Deutschland praktizierten Früherkennung geht es nicht um ein Prostatascreening durch den PSA-Test alleine. Dieser stellt vielmehr einen Baustein der Früherkennung von Prostatakrebs durch die Urologin/den Urologen dar.<br>
Bekannt ist der Begriff „Screening“ schon lange beim Brustkrebs der Frau: Dort konnten die Sterblichkeit der Frauen an dieser Krankheit deutlich gesenkt und die Tumoren in großer Zahl in einem frühen Stadium erkannt werden, sodass oft eine Brusterhaltung möglich ist.</p>
<p><strong>WO LIEGT DAS PROBLEM?</strong></p>
<p>Das IQWiG schlussfolgert in seinem Vorbericht, dass die Nachteile die Vorteile eines PSA-Screenings deutlich überwiegen. Diese negative Bewertung wurde in der Presse vielfach ohne Kommentierung durch den Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (BPS) und die Experten der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) übernommen und kann für Irritation und Verunsicherung sorgen. Der BPS hatte den Antrag gestellt, den PSA-Test in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufzunehmen und damit das laufende Bewertungsverfahren initiiert.<br>
Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. www.urologenportal.de DÜSSELDORF Uerdinger Str. 64 | 40474 Düsseldorf | Telefon 0211 516096–0 BERLIN Nestorstraße 8/9 | 10709 Berlin | Telefon 030 8870833–0<br>
Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. widerspricht der negativen Nutzenbewertung des IQWiG ausdrücklich und erklärt ihre wissenschaftliche Position. Ebenso widerspricht der BPS aus Sicht der Betroffenen.</p>
<p>Bitte lesen Sie im Folgenden unsere gemeinsame Information mit den aktuellen Empfehlungen für eine individualisierte Früherkennung von Prostatakrebs.</p>
<p><strong>WAS IST ZU TUN?</strong></p>
<p>Zwischen dem 45. und 70. Lebensjahr sollte sich jeder Mann, der an einer Früherkennung interessiert ist, einer Prostatakarzinom-Früherkennungsuntersuchung unterziehen. Das schließt eine ausführliche Aufklärung, eine gemeinsame Risiko-Nutzenabwägung, eine PSA-Bestimmung (bisher Selbstzahlerleistung) und dessen patientenbezogene Beurteilung ein. Die reine Abtastungsuntersuchung (bereits Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung) erkennt in den allerseltesten Fällen ein potentiell heilbares Frühstadium, sondern entdeckt in der Regel erst ein nicht mehr gut heilbares fortgeschrittenes Stadium. Ziel ist es, diejenigen Männer zu finden, die weiterer Untersuchungen bedürfen, um ein behandlungsbedürftiges Prostatakarzinom so rechtzeitig behandeln zu können, dass das Leben nicht durch das Karzinom verkürzt wird oder ein metastasiertes Stadium eintritt. Denn das bedeutet in vielen Fällen lebensqualitätseinschränkende Symptome wie Schmerzen und eine dauerhafte Krebstherapie, häufig inkl. Chemotherapie. Um dieses Ziel zu erreichen, ist der PSA-Test zwingend erforderlich.</p>
<p>Genauso gibt es Männer, bei denen trotz Vorliegen eines Tumors keine oder erst sehr viel später eine Behandlung notwendig ist. Auch um das zu beurteilen und den Verlauf zu kontrollieren, ist der PSA-Wert unverzichtbar, weil anhand des Verlaufes (Anstieg oder nicht) innerhalb der folgenden Jahre gerade die möglichen „Übertherapien“ wie nicht notwendige Operationen oder Bestrahlungen und deren Begleiterscheinungen in einigen Fällen vermieden werden können.</p>
<p>Um dieses grundsätzlich gemeinsame Ziel der Betroffenen und der Urologen zu erreichen, empfehlen der BPS und die DGU – abweichend vom IQWiG-Vorbericht — eine Prostatakarzinomfrüherkennung für alle Männer dieser Altersgruppe, um das individuelle Risiko durch urologische Bewertung und Beratung möglichst genau beurteilen zu können. In Zweifelsfällen kann bei Tumorverdacht heutzutage vor einer möglichen Biopsie eine spezielle MRT-Untersuchung vorgeschaltet werden, um vielleicht unnötige Biopsien zu vermeiden.</p>
<p>Sollte sich das IQWiG mit seiner Meinung durchsetzen, besteht das Risiko, dass – wie bisher – viele Männer auf eine urologische Früherkennung verzichten und damit Erkrankte erst in einem späteren, möglicherweise nicht mehr heilbaren Stadium erkannt werden und einen unnötigen Leidensweg mit Schmerzen durch Absiedlungen (Metastasen) in anderen Organen wie z.B. Lymphdrüsen oder Knochen erleben müssen.</p>
<p>Die, oben beschriebene, in Deutschland von der AWMF-Leitlinie empfohlene, individuelle Früherkennungsuntersuchung inkl. PSA-Test stellt aus Sicht der Betroffenen des BPS und der wissenschaftlichen Experten der DGU aufgrund der vorliegenden Daten einen wesentlichen Baustein dar, die bisherige jährliche Todesrate (Rate der Patienten, die ohne PSA-Test an einem zu spät, erst bei Symptomen der Metastasen, erkannten Prostatakarzinom versterben) von etwa 13.000 Männern bei rund 60.000 Neuerkrankungen am Prostatakarzinom weiter zu senken und den Erkrankten ein möglichst langes Leben in guter Qualität zu ermöglichen.</p>
<p>Die DGU und der BPS werden alles daransetzen, ihrer Position in den Entscheidungsgremien Gehör zu verschaffen, den PSA-Test als wichtigen Baustein der Prostatakrebsfrüherkennung anzuerkennen.<br>
Nutzen Sie weiterhin oder erstmalig die Möglichkeit, sich von Ihrer Urologin/Ihrem Urologen entsprechend der Leitlinie beraten zulassen und sich durch Ihre eigene urologische Früherkennung inklusive PSA-Test gesund zu erhalten.</p>
<p><strong>Prof. Dr. Maurice Stephan Michel, Generalsekretär der DGU Prof. Dr. Jens Rassweiler, Präsident der DGU Werner Seelig, Vorsitzender BPS Ernst-Günther Carl, stell. Vorsitzender BPS</strong></p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/psa-gestuetzte-frueherkennung-des-prostatakarzinoms-stellungnahme-der-dgu/">PSA-gestützte Früherkennung des Prostatakarzinoms — Stellungnahme der DGU</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. begüßt neue Nutzenbewertung für PSA-Test</title>
		<link>https://www.urologe-bensheim.de/deutsche-gesellschaft-fuer-urologie-e-v-beguesst-neue-nutzenbewertung-fuer-psa-test/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Jun 2019 12:09:42 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[DGU]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Berlin, 22.01.2019.&#160;Das Ringen um den PSA-Test in der Früherkennung des Prostatakarzinoms geht in eine neue Runde: Der Gemeinsame Bundesausschuss (G‑BA) hat die Einleitung eines Beratungsverfahrens zur Bewertung eines Prostatakrebs-Screenings mittels Bestimmung des&#160;prostataspezifischen Antigens (PSA) auf seiner Sitzung am 20. Dezember 2018 beschlossen. Damit wurde der entsprechende Antrag der Patientenvertretung im G‑BA vom Oktober 2018 angenommen. &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><strong>Berlin, 22.01.2019.&nbsp;</strong>Das Ringen um den <abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>-Test in der Früherkennung des Prostatakarzinoms geht in eine neue Runde: Der Gemeinsame Bundesausschuss (G‑BA) hat die Einleitung eines Beratungsverfahrens zur Bewertung eines Prostatakrebs-Screenings mittels Bestimmung des&nbsp;prostataspezifischen Antigens (<abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>) auf seiner Sitzung am 20. Dezember 2018 beschlossen. Damit wurde der entsprechende Antrag der Patientenvertretung im G‑BA vom Oktober 2018 angenommen. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (<abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>) begrüßt den Beschluss des G‑BA wie auch die Initiative der Patientenvertretung, insbesondere des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (<abbr lang="de" title="1. Benignes Prostata-Syndrom - 2. Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.">BPS</abbr>), die den Antrag eingebracht hat.</p>
<p class="bodytext">Hintergrund ist, dass zur Früherkennung eines frühen Prostatakarzinoms alle wissenschaftlichen urologischen Fachgesellschaften national und international neben der rektalen Tastuntersuchung die Durchführung eines <abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>-Testes empfehlen. Trotz dieser eindeutigen Positionierung der Fachexperten gilt in Deutschland der <abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>-Test nicht als Teil der sogenannten „gesetzlichen Vorsorge“ (Früherkennung) und muss deshalb von Patienten gegebenenfalls selbst bezahlt werden. Da eine unkritische Anwendung des <abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>-Testes zur „Überdiagnose“ von Prostatakrebs führen kann und damit auch zur „Übertherapie“, haben sich in der Vergangenheit Experten anderer Fachgesellschaften, insbesondere Epidemiologen und Gesundheitsökonomen, gegen den <abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>-Test als Früherkennungsmaßnahme ausgesprochen.</p>
<p class="bodytext">In diesem jahrelangen Streit wurde als Argument immer angeführt, dass die internationale Datenlage bislang keine Senkung der Mortalität am Prostatakarzinom durch <abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>-basierte Früherkennung habe nachweisen können. Die <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr> hat dabei stets kritisiert, dass eine Senkung der Mortalität zwar ein statistisch wichtiger, aber nicht der entscheidende Parameter bei einer Krebserkrankung mit jahrelanger Laufzeit auch bei Progression der Erkrankung sein dürfe. Entscheidend sei die Betrachtung des Parameters der Entwicklung einer metastasierten Erkrankung, denn diese bedeute Therapie, Nebenwirkungen sowie menschliches Leid und ist mit&nbsp;immensen Kosten für Bildgebung und medikamentöse Therapie&nbsp;verbunden.&nbsp;Diese Argumente wurden bislang von den Kritikern der <abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>-basierten Früherkennung in den Wind geschlagen.</p>
<p class="bodytext">Neuere Daten aus Langzeitstudien haben nun aber auch eine deutliche Senkung der Mortalität am Prostatakarzinom durch Therapie nachweisen können. Dies ist beim Prostatakrebs tatsächlich nur in Studien mit sehr langer Laufzeit möglich. Dass diese Nachweise jetzt vorliegen, sollte dazu führen, dass eine Neubewertung erfolgt. Dazu ist der G‑BA durch den Antrag des <abbr lang="de" title="1. Benignes Prostata-Syndrom - 2. Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.">BPS</abbr> aufgefordert worden. „Aufgrund der neuen Datenlage sollte man ein positives Votum der Gremien erwarten dürfen“, sagt <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Präsident Prof. Dr. Oliver Hakenberg.</p>
<p class="bodytext">Bei einer positiven Bewertung durch den G‑BA würde der <abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>-Test im Rahmen der Früherkennung wohl als <abbr lang="de" title="Gesetzliche Krankenversicherung">GKV</abbr>-Leistung anerkannt werden müssen. Die federführend von der <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr> erstellte „S3-Leitlinie zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms“ empfiehlt schon jetzt, dass Männer über 45 Jahre und einer Lebenserwartung von mehr als zehn Jahren über die Früherkennung zum Prostatakrebs informiert werden und ihnen, wenn sie diese wünschen, auch der <abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>-Test empfohlen wird.</p>
<p class="bodytext">Es ist auch kein Zufall, dass die Notwendigkeit des <abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>-Testes von den medizinischen Praktikern bezüglich des Prostatakarzinoms, den Urologen, und den betroffenen Patienten, den Vertretern der Prostatakrebskranken, sehr deutlich gesehen wird, während Theoretiker der Medizin wie Statistiker und Epidemiologen Vorbehalte sehen. Die <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr> begrüßt es daher ausdrücklich, dass eine neue wissenschaftliche Evaluation der aktuellen Datenlage vorgenommen werden wird. „Die <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr> wird diesen Prozess begleiten und sich spätestens im Stellungnahmeverfahren aktiv einbringen“, sagt <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Generalsekretär Prof. Dr. Maurice Stephan Michel.</p>
<p class="bodytext">Nach dem&nbsp;G‑BA-Beschluss&nbsp;ist zunächst die Beauftragung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit (<abbr lang="de" title="Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen">IQWiG</abbr>) zur Nutzenbewertung des <abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>-Tests als Früherkennungsmaßnahme vorgesehen. Der Abschlussbericht des <abbr lang="de" title="Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen">IQWiG</abbr> soll im September 2020 vorliegen. Dem folgt ein weiterer Bewertungs- und Abwägungsprozess einschließlich Stellungnahmeverfahren. Die&nbsp;Beschlussfassung ist&nbsp;laut&nbsp;Zeitplan des G‑BA zum <abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>-Screening für Januar 2022 geplant.</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/deutsche-gesellschaft-fuer-urologie-e-v-beguesst-neue-nutzenbewertung-fuer-psa-test/">Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. begüßt neue Nutzenbewertung für PSA-Test</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Urologen unterstützen Implementierung der HPV-Impfung für Jungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Aug 2018 07:21:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nach der STIKO-Empfehlung: Urologen unterstützen Implementierung der HPV-Impfung für Jungen Berlin, 13.06.2018. Deutschlands Urologen haben lange darauf gewartet: Nun hat die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts (RKI) am 5. Juni ihre Empfehlung zur HPV-Impfung für Jungen beschlossen. Danach empfiehlt die STIKO die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) für alle Jungen im Alter von 9 &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der STIKO-Empfehlung: Urologen unterstützen Implementierung der HPV-Impfung für Jungen<br>
Berlin, 13.06.2018. Deutschlands Urologen haben lange darauf gewartet: Nun hat die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts (RKI) am 5. Juni ihre Empfehlung zur HPV-Impfung für Jungen beschlossen. Danach empfiehlt die STIKO die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) für alle Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Zu einer Nachholimpfung wird bis zum Alter von 17 Jahren geraten. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. begrüßen diese Entscheidung uneingeschränkt und sichern der STIKO ihre volle Kooperation und Unterstützung bei der anstehenden Implementierungsphase der HPV-Jungenimpfung zu. Mit medizinischen Fortbildungen zu HPV-bedingten Erkrankungen, Impfkursen und der Einrichtung von Jungensprechstunden in urologischen Praxen und Kliniken haben DGU und Berufsverband in der Vergangenheit bereits entsprechende Versorgungsstrukturen eingeführt. „Schon im Herbst 2018 werden die Verbände mit einer Urologischen Themenwoche zur HPV-Impfung für Jungen in Zusammenarbeit mit der STIKO die breite Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren“, sagt DGU-Pressesprecher Prof. Dr. Christian Wülfing.</p>
<p>Aus Sicht von DGU und Berufsverband war die jetzige Impfempfehlung für Jungen überfällig, um eine effektive impfmedizinische Präventionsstrategie gegen HPV-assoziierte Erkrankungen für beide Geschlechter zu etablieren. In Deutschland werden 1,6 Prozent aller Krebserkrankungen in Verbindung mit sogenannten Hochrisiko-HPV-Typen gebracht. Laut RKI entspricht dies 7.600 Krebspatientinnen und ‑patienten. „Angesichts unzureichender HPV-Impfquoten der Mädchen in Deutschland mit einer Durchimpfungsrate von 31 Prozent bei den 15-jährigen Mädchen und folglich einer unzureichenden Herdenschutzwirkung war zehn Jahre nach der STIKO-Empfehlung für eine alleinige Mädchenimpfung eine Überprüfung der wissenschaftlichen Literaturlage dringend notwendig“, sagt Prof. Dr. Peter Schneede, HPV-Experte der DGU. Danach ist es wissenschaftlich erwiesen, dass sich durch die HPV-Impfung von Kindern und Jugendlichen, optimalerweise vor Aufnahme der sexuellen Aktivitäten, nicht nur Gebärmutterhalskarzinome, sondern auch andere HPV-assoziierte Karzinome von Frauen und Männern effektiv verhindern lassen. Dazu gehören Krebserkrankungen von Vulva, Scheide, Penis, After, Mund, Rachen und Kehlkopf. „Zudem schützt die Impfung beide Geschlechter vor den wesentlich häufigeren Anogenitalwarzen. Diese sind zwar gutartig, aber hoch ansteckend, häufig wiederkehrend und für die Betroffenen äußerst unangenehm“, so der HPV-Experte des Berufsverbandes, Dr. Wolfgang Bühmann.<br>
Die nun erweiterte STIKO-Empfehlung auf eine geschlechtsneutrale HPV-Impfung von Kindern und Jugendlichen deckt sich mit der Auffassung der DGU, die bereits seit 2013 in der S3-Leitlinie zur Impfprävention HPV-assoziierter Neoplasien (AWMF-Register Nr. 082/002, Stand 12/2013) von der Fachgesellschaft offiziell mit vertreten wurde. Eine öffentliche Empfehlung für die Jungenimpfung hatten die Fachgesellschaft und der Berufsverband der Deutschen Urologen 2016 abgegeben.<br>
Mit Veröffentlichung im Epidemiologischen Bulletin 34/2018 Ende August wird die neue STIKO-Empfehlung offiziell. Danach hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) drei Monate Zeit, die Aufnahme in die Schutzimpfungsrichtlinie zu prüfen, welche die Kostenübernahme von Impfungen durch die Gesetzliche Krankenversicherung regelt. Diese wird erwartet, da der G‑BA üblicherweise den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission folgt. „Wir sind vorbereitet“, sagt Dr. Axel Schroeder, Präsident des Berufsverbands der Deutschen Urologen. „Mit unseren Jungensprechstunden beim Urologen haben wir die notwendigen Versorgungsstrukturen geschaffen und können dazu beitragen, die männlichen Adoleszenten zu erreichen, sie aufzuklären und zu impfen und das nicht zuletzt mit Blick auf die Nachholimpfungen bis 17 Jahre.“</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/urologen-unterstuetzen-implementierung-der-hpv-impfung-fuer-jungen/">Urologen unterstützen Implementierung der HPV-Impfung für Jungen</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Hodenhochstand nicht nur bei Babys!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Dec 2016 09:48:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Bei den allermeisten zum errechneten Termin geborenen Jungen wandern die Hoden gegen Ende der Schwangerschaft durch den Leistenkanal in den Hodensack. Bei etwa drei Prozent der reifgeborenen Jungen ist der Hoden nicht zuverlässig im Hodensack tastbar. Ärzte sprechen dann von einem Hodenhochstand, der bis zum Ende des ersten Lebensjahres abschließend behandelt werden sollte. &#160; Doch &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei den allermeisten zum errechneten Termin geborenen Jungen wandern die Hoden gegen Ende der Schwangerschaft durch den Leistenkanal in den Hodensack. Bei etwa drei Prozent der reifgeborenen Jungen ist der Hoden nicht zuverlässig im Hodensack tastbar. Ärzte sprechen dann von einem Hodenhochstand, der bis zum Ende des ersten Lebensjahres abschließend behandelt werden sollte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Doch auch ein bereits im Hodensack gelegener Hoden kann in der Folgezeit in den Leistenkanal aufsteigen und dort permanent liegen bleiben. Dieser sogenannte sekundäre Hodenhochstand kommt laut einer neuen Untersuchung weitaus häufiger vor als bisher angenommen.</p>
<p>Darauf wies die Regensburger Urologin PD Dr. Annette Schröder auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. in Leipzig hin. Schröder und Kollegen hatten in einer Untersuchung zwischen Mai 2015 und August 2016 festgestellt, dass von 175 Jungen, bei denen ein Hodenhochstand operiert wurde, fast 50 Prozent einen sekundären Hodenhochstand aufwiesen. Das heißt, dass der Hoden, obgleich er bereits ordnungsgemäß in den Hodensack abgesunken war, wieder aus diesem in Richtung Bauchraum zurückwandert. Risiken dafür sind unter anderem ein Pendelhoden, ein verspäteter Abstieg des Hodens in den Hodensack (primärer Hodenhochstand) sowie ein vorausgegangener Leistenbruch.</p>
<p>Wie der primäre Hodenhochstand geht auch der sekundäre Hodenhochstand, vor allem, wenn er beidseitig auftritt, mit einer eingeschränkten Zeugungsfähigkeit einher. Zudem trägt ein nicht richtig liegender Hoden ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Hodenkrebs in sich.</p>
<p>PD Dr. Schröder rät deshalb, die Hodenlage bis zur Pubertät regelmäßig etwa während der U‑Untersuchungen beim Kinderarzt zu überprüfen. Besteht ein begründeter Verdacht auf einen Hodenhochstand, sollte ein Urologe hinzugezogen werden und die Fehllage so früh wie möglich korrigiert werden, um Spätfolgen zu vermeiden. Die grösste Sicherheit einer komplikationslosen Entwicklung besteht bei einer Korrektur der Hodenlage bis zum Abschluss des 12. Lebensmonats.</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/hodenhochstand-nicht-nur-bei-babys/">Hodenhochstand nicht nur bei Babys!</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Kommen Männer in die Wechseljahre?</title>
		<link>https://www.urologe-bensheim.de/kommen-maenner-in-die-wechseljahre/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Sep 2016 07:15:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Hypogonadismus des alternden Mannes Kommen Männer in die Wechseljahre? Diese Frage wird immer wieder diskutiert. Die Antwort der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) ist ein eindeutiges Nein. Bei dem Beschwerdebild, das fälschlicherweise oft als „Wechseljahre des Mannes“ bezeichnet wird, handelt es sich um ein Androgendefizit, auch Hypogonadismus genannt. „Meist ist bereits ab dem 45. &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><b>Hypogonadismus des alternden Mannes<br>
</b><br>
Kommen Männer in die Wechseljahre? Diese Frage wird immer wieder diskutiert. Die Antwort der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (<abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>) ist ein eindeutiges Nein. Bei dem Beschwerdebild, das fälschlicherweise oft als „Wechseljahre des Mannes“ bezeichnet wird, handelt es sich um ein Androgendefizit, auch Hypogonadismus genannt. „Meist ist bereits ab dem 45. Lebensjahr eine stetige Abnahme des wichtigsten Sexualhormons Testosteron von etwa einem Prozent im Jahr zu beobachten“, sagt Prof. Dr. Sabine Kliesch, Vorsitzende der PatientenAkademie der <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>. „Bei einem hohen Ausgangswert bereitet das keine Probleme. Doch es gibt Männer, die mit erheblichen Beschwerden zu kämpfen haben. Ihnen kann unter Umständen eine Testosteronersatztherapie helfen.“</p>
<p>Bei den 40- bis 79-Jährigen sind etwa zwei bis fünf Prozent der Männer vom altersbedingten Hypogonadismus betroffen. Besonders häufig zeigt sich der Hormonmangel in Zusammenhang mit Übergewicht und einem schlechten Gesundheitszustand. Aber auch Grunderkrankungen wie das metabolische Syndrom und Diabetes mellitus wirken sich negativ auf den Testosteronspiegel aus. Zu den Leitbeschwerden, mit denen Männer die urologische Praxis aufsuchen, zählen Erektionsstörungen und Libidoverlust. Weitere Folgen des Androgendefizits sind Schlafstörungen, Müdigkeit, Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten. „Die betroffenen Männer fühlen sich nicht mehr leistungsfähig. Sogar Depressionen können einen Hypogonadismus begleiten“, weiß Prof. Kliesch. Häufig zeigt sich zudem eine Abnahme der Muskelmasse bei gleichzeitiger Zunahme des gesundheitskritischen viszeralen Bauchfetts. Hinzu kommt, dass ein zu niedriger Testosteronspiegel andere Stoffwechselprozesse negativ beeinflusst. Langfristig leidet das Blutbild und der Knochenstoffwechsel, Übergewicht sowie eine Störung des Zuckerhaushalts werden begünstigt. „Es ist ein Kreislauf: Zum einen fördert ein zu niedriger Testosteronspiegel die Entstehung von Stoffwechselkrankheiten. Zum anderen verstärken bereits bestehende Stoffwechselerkrankungen den Testosteronmangel. Hypogonadismus stellt für die Gesundheit des Mannes daher ein gewisses Risiko dar“, erklärt Prof. Kliesch. Die Urologin und renommierte Andrologin empfiehlt Kollegen, bei Patienten mit Beschwerden genau hinzuschauen und bei einem klinischen Verdacht auf einen Hypogonadismus die Testosteronwerte zu untersuchen.</p>
<p>Die endokrinologische Diagnostik erfasst nicht nur die Bestimmung des Testosteronspiegels. Auch die Gonadotropine, das sexualhormonbindende Globulin (SHBG), Prolaktin sowie der <abbr lang="de" title="Prostataspezifisches Antigen">PSA</abbr>-Wert sind relevant. Kontraindikationen wie ein Prostatakarzinom müssen bei der Diagnostik ausgeschlossen werden. „Testosteronwerte zwischen 8 und 12 nmol/l sollten genauer kontrolliert werden“, sagt Prof. Kliesch. Bestimmungen des Blutbildes und der Blutfette schließen sich ebenso an wie die Messung der Knochendichte. Die genannten Parameter müssen auch im Verlauf einer Substitutionstherapie kontrolliert werden. Wichtig ist zudem, dass der Urologe im Zuge der Hormontherapie den Kontakt zu anderen Disziplinen etwa dem Hausarzt, dem Kardiologen und dem Diabetologen sucht, um dem Patienten eine bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen. Die Reduzierung gesundheitlicher Risiken, die in einem ungesunden Lebensstil begründet liegen und die Behandlung von Begleiterkrankungen sind gegebenenfalls wichtiger als die reine Testosteronersatztherapie.</p>
<p>„Die Hormontherapie ist kein Allheilmittel. Allerdings kann die Gabe von Testosterongelen oder Depotspritzen die Gesundheit und das Wohlbefinden des Patienten deutlich unterstützen“, erklärt Prof. Kliesch. „In dem Moment, in dem ich den Stoffwechselhaushalt auf hormoneller Seite wieder in Ordnung bringe, lassen sich auch andere gesundheitskritische Werte wie ein zu hoher Blutzucker besser behandeln“, betont die Urologin und ergänzt: „Studien haben gezeigt, dass ein Diabetiker, der begleitend unter einem unbehandelten Hypogonadismus leidet, früher stirbt, als ein Diabetiker mit einem behandelten Testosteronmangel.“ Ganz aktuell weist eine US-amerikanische Studie zudem auf kardiovakuläre Vorteile einer Testosteronersatztherapie hin. Anders als bisher diskutiert, senkt demnach die Normalisierung der Testosteronwerte bei Männern ohne vorhergehende kardiovaskuläre Ereignisse das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle und vermindert die Gesamtsterblichkeit.</p>
<p>Vor Beginn der Substitutionstherapie ist es von großer Wichtigkeit, den Patienten über den Nutzen der Hormone, aber auch über Nebenwirkungen wie mögliche Auswirkungen auf die Prostata oder die Fruchtbarkeit aufzuklären. „Diagnostik und Behandlung nach den Leitlinien der European Association of Urology (<abbr lang="en" title="European Association of Urology">EAU</abbr>) gewähren auch für den älteren Mann einen verantwortungsvollen Umgang mit der Hormonersatztherapie, die bei Patienten mit einem entsprechenden Beschwerdebild, bei nachgewiesenem Hypogonadismus, nach Aufklärung und Risikoabklärung sowie mit begleitenden Verlaufskontrollen zum Tragen kommen kann“, sagt Prof. Dr. Oliver Hakenberg, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V., die die jüngste Medienkritik am Einsatz der Testosteronersatztherapie ausdrücklich zurückweist. <b><br>
</b></p>
<p>Quelle DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/kommen-maenner-in-die-wechseljahre/">Kommen Männer in die Wechseljahre?</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Nächtliche Toilettengänge — ein Volksleiden</title>
		<link>https://www.urologe-bensheim.de/naechtliche-toilettengaenge-ein-volksleiden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Aug 2016 11:05:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Allnächtlich aufzuwachen, weil die Blase den Gang zur Toilette fordert, ist ein verbreitetes Leiden — und ein gefährliches zugleich: Zum einen werden die Folgen der regelmäßigen Unterbrechung des Nachtschlafes zum Wasserlassen, fachsprachlich Nykturie genannt, unterschätzt. Zum anderen sind die nächtlichen Toilettengänge häufig ein Alarmsignal, das auf eine behandlungsbedürftige Erkrankung hinweist. „Fälschlicherweise wird Nykturie in der &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Allnächtlich aufzuwachen, weil die Blase den Gang zur Toilette fordert, ist ein verbreitetes Leiden — und ein gefährliches zugleich: Zum einen werden die Folgen der regelmäßigen Unterbrechung des Nachtschlafes zum Wasserlassen, fachsprachlich Nykturie genannt, unterschätzt. Zum anderen sind die nächtlichen Toilettengänge häufig ein Alarmsignal, das auf eine behandlungsbedürftige Erkrankung hinweist. „Fälschlicherweise wird Nykturie in der Bevölkerung vielfach als eine unvermeidbare Alterserscheinung, vorrangig des Mannes, abgetan, obwohl es der Abklärung der individuellen Ursachen bedarf“, sagt Prof. Dr. Kurt Miller, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (<abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>), die das Volksleiden auf dem 68. Urologenkongress thematisiert.<br>
Tatsächlich ist die Nykturie die häufigste Ursache von Schlafstörungen, aus denen wiederum Risiken für Gesundheit und Lebenserwartung der Betroffenen resultieren. Anders als vielfach angenommen, sind Männer wie Frauen gleichermaßen betroffen. Zuverlässige aktuelle Zahlen zur Häufigkeit gibt es nicht, nach älteren Studien leiden aber mehr als 60 Prozent aller Menschen von 70 und mehr Jahren an einer behandlungsbedürftigen Nykturie, die die Betroffenen zwei Mal oder öfter pro Nacht zum Wasserlassen treibt. Fortgeschrittenes Alter ist zwar ein wesentlicher Faktor für Nykturie, bewahrt aber jüngere Menschen nicht davor. In der Altersgruppe der 20- bis 40-Jährigen ist etwa jeder fünfte bis sechste betroffen — hier öfter Frauen als Männer.</p>
<p>„Nykturie ist keine eigenständige chronische Erkrankung, sondern Symptom anderer körperlicher Störungen. Unterschiedliche Ursachen kommen für den Drang zum nächtlichen Wasserlassen in Betracht, die zunächst im Bereich der Urinproduktion sowie im System der Speicherung und Ableitung des Harns zu suchen sind“, sagt Prof. Dr. Stephan Roth. Bei zahlreichen Nykturie-Patienten liegt eine nächtliche Polyurie vor. Sie scheiden nachts mehr als den sonst üblichen Anteil der 24-Stunden-Urinmenge aus, der für jüngere Menschen bis 20 Prozent, jenseits der 65 bis 33 Prozent liegen sollte. Bei anderen Patienten wird eine reduzierte Kapazität der Harnblase festgestellt, die zur häufigeren Entleerung kleinerer Mengen nötigt. Besonders bei älteren Menschen fallen oft mehrere Faktoren zusammen, die für eine Nykturie ursächlich sein können: Dazu gehören die sinkende Fähigkeit, Urin zu halten, erhöhte Restharnvolumina, Veränderungen am Detrusormuskel, niedrige Konzentration des Antidiuretischen Hormons (ADH), chronische Infekte der unteren Harnwege, überaktive Blase und bei Männern auch eine vergrößerte Prostata.</p>
<p>„Bei einer Polyurie“, so der Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Universitätsklinikum Wuppertal weiter, „ist es notwendig, die Ursachen der erhöhten nächtlichen Urinproduktion abzuklären“. Infrage kommen, laut Roth, eine Herzinsuffizienz, für die ein Übermaß an auszuscheidendem Gewebewasser ein Indiz wäre; auch ein Diabetes, ein erhöhter systolischer Blutdruck oder Störungen der Nierenfunktion können sich, ebenso wie Medikamente, auf die Urinproduktion auswirken.</p>
<p>Schnarchen, das mehr als die Hälfte aller Männer betrifft, und nächtliche Atemaussetzer (Schlafapnoe) sind eng verbunden mit der Nykturie, die sogar als ein Leitsymptom des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms gilt. Wird diese gefährliche Schlafstörung effektiv behandelt, so bessert sich auch der Drang zum nächtlichen Wasserlassen. Als weiterer Risikofaktor für Nykturie wird Übergewicht betrachtet. Die Folgen der Nykturie können schwerwiegend sein: Schlafstörungen führen oft zu Tagesmüdigkeit, Konzentrationsschwächen, Verminderung der geistigen Leistung und Kopfschmerzen. In manchen Fällen können Depressionen die Folge sein. Dänische Forscher ermittelten, dass Nykturie die Arbeitsproduktivität um bis 24 Prozent senken kann. Besonders ältere Menschen haben erhöhte Risiken für Stürze und Knochenbrüche. Für herzkranke Patienten wird bei gleichzeitiger Nykturie von einem erhöhten Mortalitätsrisiko ausgegangen.</p>
<p>„Angesichts des hohen Leidensdrucks, möglicher Komplikationen und der zum Teil schwerwiegenden ursächlichen Erkrankungen wird die Notwendigkeit zur gründlichen medizinischen Abklärung einer Nykturie deutlich“, resümiert <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Präsident Prof. Dr. Kurt Miller und lädt die Medienvertreter ein, sich auf dem 68. <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Kongress in Leipzig über das unterschätzte Volksleiden zu informieren.</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/naechtliche-toilettengaenge-ein-volksleiden/">Nächtliche Toilettengänge — ein Volksleiden</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Prostatakarzinom: Sport verbessert Überlebenschancen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Apr 2016 15:21:13 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Alex Scheuermann]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Sport kann nach der Diagnose von Prostatakrebs das Risiko halbieren, daran auch zu sterben. Andere körperliche Aktivitäten scheinen hingegen weniger zu nützen, wie das Team um Dr. Christine Friedenreich vom Krebsforschungszentrum in Calgary/Kanada in einer Kohortenstudie festgestellt hat. &#160; In die Studie waren 830 Männern einbezogen, bei denen zwischen 1997 und 2000 ein Prostatakarzinom (PCa) &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Sport kann nach der Diagnose von Prostatakrebs das Risiko halbieren, daran auch zu sterben. Andere körperliche Aktivitäten scheinen hingegen weniger zu nützen, wie das Team um Dr. Christine Friedenreich vom Krebsforschungszentrum in Calgary/Kanada in einer Kohortenstudie festgestellt hat. &nbsp; In die Studie waren 830 Männern einbezogen, bei denen zwischen 1997 und 2000 ein Prostatakarzinom (<abbr title="Prostatacarcinom">PCa</abbr>) im Stadium II bis IV diagnostiziert worden war. Ihr Durchschnittsalter lag zu der Zeit bei 68 Jahren. 2014 wurden davon 372 Männer nachuntersucht, 458 waren inzwischen gestorben, 170 davon am <abbr title="Prostatacarcinom">PCa</abbr>. Alle waren zum Studienbeginn zu ihren körperlichen Aktivitäten befragt worden, die Überlebenden in Follow-ups über die Zeit bis zu drei Mal. Dieser Aktivität entsprechend waren sie in vier gleich große Gruppen eingeteilt worden.</p>
<p>Die Aktivsten brachten es auf mehr als 119 metabolische Einheiten (MET) pro Woche, das Quartil mit der wenigsten körperlichen Bewegung auf weniger als 42 MET pro Woche. Zur Orientierung: Joggen schlägt mit 12 MET pro Stunde zu Buche, gemütliches Radfahren mit 6 und Haushaltsarbeit mit 2 bis3 MET pro Stunde.</p>
<p>Die Forscher stellten fest, dass aus der Gruppe mit der geringsten Körperaktivität bis zum Ende der Studie bereits drei Viertel (158) nicht mehr lebten, während es im aktivsten Quartil mit nur rund ein Drittel (75) im Vergleich weniger als die Hälfte war. Wurden Alter, Tumorstadium und Zeit bis zur ersten Progression berücksichtigt, so war die Gesamtsterberate in der aktivsten Gruppe um 42 Prozent geringer als bei den körperlich Inaktivsten.</p>
<p>In Bezug auf die tumorspezifische Sterblichkeit konstatierten die Forscher für die Gruppe mit der größten Gesamtaktivität eine um 35 Prozent reduzierte Rate, in der Gruppe mit der höchsten beruflich bedingten Bewegung um 34 Prozent. Hier war das Ergebnis für die sportlichste Gruppe am deutlichsten: In ihr war das Risiko an <abbr title="Prostatacarcinom">PCa</abbr> zu sterben rechnerisch um 56 Prozent verringert. Ob dies auch gilt, wenn erst nach der Krebsdiagnose mit dem Sport begonnen wird, konnte die Studie nicht beantworten.</p>
<p>Schon in früheren Studien waren bei sportlich aktiven Männern nach der Krebsdiagnose geringere Progressionsraten und tumorspezifische Sterberaten festgestellt worden — je nach Studie um ein bis zwei Drittel reduziert. Sport zu treiben lohnt sich in jedem Fall.</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/prostatakarzinom-sport-verbessert-ueberlebenschancen/">Prostatakarzinom: Sport verbessert Überlebenschancen</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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