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	<title>Harn | Urologische Praxis</title>
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		<title>Welt-Kontinenz-Woche 21.–27.06.21</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jun 2021 13:41:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Blasenschwäche ist kein Schicksal, sondern eine Erkrankung, die gut behandelbar ist</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Harn- und Stuhlinkontinenz beeinträchtigen die Lebensqualität wie kaum eine andere Erkrankung. Dabei können die Betroffenen durch die richtige Diagnostik und Behandlung Blase und Darm wieder in den Griff bekommen. Gerade in der aktuellen Corona-Zeit fühlen sich viele Betroffene alleine gelassen.</p>
<p>Aufklären und Mut machen! So lautet das oberste Ziel der jährlichen bundesweiten Welt-Kontinenz-Woche, denn Blasenschwäche ist kein Schicksal, sondern eine Erkrankung, die gut behandelbar ist – zahlreiche effektive Therapien ermöglichen es, die Volkskrankheit zu heilen oder zumindest zu verbessern. Die diesjährige Aktionswoche vom 21. bis 27. Juni 2021 steht unter dem Motto „Inkontinenz behandeln – Lebensqualität erhöhen“ und bietet zahlreiche Veranstaltungen für Interessierte und Betroffene sowie Ärzte und Fachpersonal in ganz Deutschland. Aufgrund der Corona-Pandemie besteht das von der Deutschen Kontinenz Gesellschaft initiierte Programm, wo immer möglich, aus Präsenzveranstaltungen, Telefonsprechstunden sowie digitalen Angeboten wie YouTube-Videos von medizinischen Experten, Beiträgen in Onlinemedien oder Webinaren.„Viele Patienten quälen sich unnötig lange mit Inkontinenzbeschwerden. Eine frühzeitige Therapie erspart immer viel Leid. Denn jeder Fall ist behandelbar“, betont Uni.-Prof. Dr. Axel Haferkamp, 1. Vorsitzender der Deutschen Kontinenz Gesellschaft und Direktor der Urologischen Klinik und Poliklinik am Universitätsklinikum Mainz, in einer Pressemitteilung anlässlich der Aktionwoche 2021. Die Veranstaltungen der Welt-Kontinenz-Woche böten Betroffenen und Interessierten deutschlandweit die Möglichkeit, sich unkompliziert zu informieren und Experten zu befragen, so der Urologe. Eine Übersicht aller Veranstaltungen (online und vor Ort) sowie aktuelle Informationen finden Sie auf der Website der Deutschen Kontinenz Gesellschaft unter www. kontinenz-gesellschaft.de.</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/welt-kontinenz-woche-21-27-06-21/">Welt-Kontinenz-Woche 21.–27.06.21</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Internationaler Männertag 2017: Urologen und Männergesundheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Dec 2017 13:13:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Berlin, 17.11.2017. In Sachen Männergesundheit gibt es noch viel zu tun: Die Jugendvorsorgeuntersuchung J1 nimmt nur knapp die Hälfte der 12- bis 14-jährigen Jungen und Mädchen wahr, die J2 wird nicht einmal von allen Kassen bezahlt, die HPV-Impfung für Jungen nur in Sachsen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, und der erwachsene Mann schließlich nutzt das &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Berlin, 17.11.2017. In Sachen Männergesundheit gibt es noch viel zu tun: Die Jugendvorsorgeuntersuchung J1 nimmt nur knapp die Hälfte der 12- bis 14-jährigen Jungen und Mädchen wahr, die J2 wird nicht einmal von allen Kassen bezahlt, die HPV-Impfung für Jungen nur in Sachsen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, und der erwachsene Mann schließlich nutzt das jährliche gesetzliche Krebsfrüherkennungsangebot beim Urologen, laut aktueller Erhebung der Techniker Krankenkasse, nur zu 27 Prozent, während 59 Prozent der Frauen die Krebsfrüherkennungsuntersuchung beim Gynäkologen wahrnehmen. Vor diesem Hintergrund sehen die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (BDU) weiterhin großen Aufklärungsbedarf, aber etwa mit Blick auf die HPV-Impfung für Jungen auch gesundheitspolitischen Handlungsbedarf. Die Verbände weisen anlässlich des internationalen Männertages, der am 19. November einmal mehr die Gesundheit von Jungen und Männern und die Gleichberechtigung der Geschlechter in den Mittelpunkt rückt, auf ihr vielfältiges Engagement hin, das bei den männlichen Adoleszenten ansetzt und sie zielgruppengerecht in den sozialen Medien abholt und bis zu traditionellen Patientenforen für die ältere Generation reicht.</p>
<p>Die Einführung der Jungensprechstunde ist wesentlicher Baustein für eine bessere Männergesundheit. „Auch Jungen brauchen nach dem Kinderarzt einen dauerhaften Ansprechpartner. Mit der Jungensprechstunde beim Urologen verfügen wir inzwischen analog zur Mädchensprechstunde beim Frauenarzt über ein geeignetes Angebot, damit in der nächsten Männergeneration ein vergleichbares Gesundheitsbewusstsein entstehen kann. Die neue Versorgungsstruktur ermöglicht uns zudem, Jungen über die HPV-Impfung aufzuklären und sie zu impfen“, sagt BDU-Präsident Dr. Axel Schroeder. Bis dato ist das allerdings nur in Sachsen zulasten der Kostenträger möglich. „Die HPV-Impfung sollte den Jungen nicht länger vorenthalten werden. DGU und BDU empfehlen die Impfung für Jungen und appellieren an die möglichen Koalitionspartner, sich für eine schnellstmögliche Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen einzusetzen“, sagt DGU-Pressesprecher Prof. Dr. Christian Wülfing.</p>
<p>Aufklärung leisten Urologen für Männer jeden Alters: Dauerhaft im Netz präsent sind zum Beispiel alle Inhalte der urologischen Themenwoche Hodenkrebs und der Themenwoche Prostatakrebs, die 2017 für Tausende Klicks und bundesweit zahlreiche lokale Aktionen engagierter Urologinnen und Urologen gesorgt haben. Neben ihrer Homepage www.urologenportal.de haben DGU und BDU zahlreiche Ratgeber herausgegeben, die Webseiten www.jungensprechstunde.de und www.hodencheck.de eingerichtet und zuletzt die Aufklärungskampagne „Urologie für alle“ gestartet, die von den Handballlegenden und prominenten Botschaftern der Prostatakrebsfrüherkennung Michael und Uli Roth unterstützt wird. Das Zweitmeinungsprojekt Hodentumoren und die Online-Entscheidungshilfe für Patienten mit Prostatakrebs tragen zu einer besseren Information und Versorgung erkrankter Männer bei.</p>
<p>Handfeste Tipps zum diesjährigen Männertag haben DGU und BDU auch. Ihr urologischer Gesundheits-Fahrplan durch das Männerleben beginnt beim Säugling und lautet:</p>
<p>+ Frühzeitige Abklärung urogenitaler Fehlbildungen; Hodenhochstand bis zum Ende des ersten Lebensjahres abschließend behandeln, um das Langzeit-Risiko für Hodenkrebs zu minimieren (Infos für Eltern).</p>
<p>+ Alle U‑Untersuchungen sowie die J1 und J2 wahrnehmen. Danach die Jungensprechstunde beim Urologen für die rechtzeitige Aufklärung über Verhütung und sexuell übertragbare Infektionen sowie Impfungen einschließlich der HPV-Impfung für Jungen nutzen (Adressen unter www.jungensprechstunde.de).</p>
<p>+ Ab 14 Jahren Selbstuntersuchung der Hoden zur Früherkennung von Hodenkrebs (Infos unter www.hodencheck.de).</p>
<p>+ Ab 45 jährliche Krebsfrüherkennungsuntersuchung der Prostata und der äußeren Geschlechtsorgane beim Urologen. Bestimmung eines Basis-PSA-Wertes nach informierter Patientenentscheidung im Alter von 45, bei familiärer Vorbelastung mit 40 Jahren (Ratgeber zum PSA-Test).</p>
<p>+ Typische altersbedingte Männerleiden wie die vergrößerte Prostata, Potenzstörungen oder Testosteronmangel zum Erhalt der Lebensqualität abklären und behandeln lassen. Wichtig: Erektile Dysfunktion kann auch ein Warnzeichen für Schädigungen des Gefäßsystems und damit ein Vorbote von Herzinfarkt oder Schlaganfall sein.</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/internationaler-maennertag-2017-urologen-und-maennergesundheit/">Internationaler Männertag 2017: Urologen und Männergesundheit</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Nächtliche Toilettengänge — ein Volksleiden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Aug 2016 11:05:49 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Allnächtlich aufzuwachen, weil die Blase den Gang zur Toilette fordert, ist ein verbreitetes Leiden — und ein gefährliches zugleich: Zum einen werden die Folgen der regelmäßigen Unterbrechung des Nachtschlafes zum Wasserlassen, fachsprachlich Nykturie genannt, unterschätzt. Zum anderen sind die nächtlichen Toilettengänge häufig ein Alarmsignal, das auf eine behandlungsbedürftige Erkrankung hinweist. „Fälschlicherweise wird Nykturie in der Bevölkerung vielfach als eine unvermeidbare Alterserscheinung, vorrangig des Mannes, abgetan, obwohl es der Abklärung der individuellen Ursachen bedarf“, sagt Prof. Dr. Kurt Miller, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (<abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>), die das Volksleiden auf dem 68. Urologenkongress thematisiert.<br>
Tatsächlich ist die Nykturie die häufigste Ursache von Schlafstörungen, aus denen wiederum Risiken für Gesundheit und Lebenserwartung der Betroffenen resultieren. Anders als vielfach angenommen, sind Männer wie Frauen gleichermaßen betroffen. Zuverlässige aktuelle Zahlen zur Häufigkeit gibt es nicht, nach älteren Studien leiden aber mehr als 60 Prozent aller Menschen von 70 und mehr Jahren an einer behandlungsbedürftigen Nykturie, die die Betroffenen zwei Mal oder öfter pro Nacht zum Wasserlassen treibt. Fortgeschrittenes Alter ist zwar ein wesentlicher Faktor für Nykturie, bewahrt aber jüngere Menschen nicht davor. In der Altersgruppe der 20- bis 40-Jährigen ist etwa jeder fünfte bis sechste betroffen — hier öfter Frauen als Männer.</p>
<p>„Nykturie ist keine eigenständige chronische Erkrankung, sondern Symptom anderer körperlicher Störungen. Unterschiedliche Ursachen kommen für den Drang zum nächtlichen Wasserlassen in Betracht, die zunächst im Bereich der Urinproduktion sowie im System der Speicherung und Ableitung des Harns zu suchen sind“, sagt Prof. Dr. Stephan Roth. Bei zahlreichen Nykturie-Patienten liegt eine nächtliche Polyurie vor. Sie scheiden nachts mehr als den sonst üblichen Anteil der 24-Stunden-Urinmenge aus, der für jüngere Menschen bis 20 Prozent, jenseits der 65 bis 33 Prozent liegen sollte. Bei anderen Patienten wird eine reduzierte Kapazität der Harnblase festgestellt, die zur häufigeren Entleerung kleinerer Mengen nötigt. Besonders bei älteren Menschen fallen oft mehrere Faktoren zusammen, die für eine Nykturie ursächlich sein können: Dazu gehören die sinkende Fähigkeit, Urin zu halten, erhöhte Restharnvolumina, Veränderungen am Detrusormuskel, niedrige Konzentration des Antidiuretischen Hormons (ADH), chronische Infekte der unteren Harnwege, überaktive Blase und bei Männern auch eine vergrößerte Prostata.</p>
<p>„Bei einer Polyurie“, so der Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Universitätsklinikum Wuppertal weiter, „ist es notwendig, die Ursachen der erhöhten nächtlichen Urinproduktion abzuklären“. Infrage kommen, laut Roth, eine Herzinsuffizienz, für die ein Übermaß an auszuscheidendem Gewebewasser ein Indiz wäre; auch ein Diabetes, ein erhöhter systolischer Blutdruck oder Störungen der Nierenfunktion können sich, ebenso wie Medikamente, auf die Urinproduktion auswirken.</p>
<p>Schnarchen, das mehr als die Hälfte aller Männer betrifft, und nächtliche Atemaussetzer (Schlafapnoe) sind eng verbunden mit der Nykturie, die sogar als ein Leitsymptom des obstruktiven Schlafapnoe-Syndroms gilt. Wird diese gefährliche Schlafstörung effektiv behandelt, so bessert sich auch der Drang zum nächtlichen Wasserlassen. Als weiterer Risikofaktor für Nykturie wird Übergewicht betrachtet. Die Folgen der Nykturie können schwerwiegend sein: Schlafstörungen führen oft zu Tagesmüdigkeit, Konzentrationsschwächen, Verminderung der geistigen Leistung und Kopfschmerzen. In manchen Fällen können Depressionen die Folge sein. Dänische Forscher ermittelten, dass Nykturie die Arbeitsproduktivität um bis 24 Prozent senken kann. Besonders ältere Menschen haben erhöhte Risiken für Stürze und Knochenbrüche. Für herzkranke Patienten wird bei gleichzeitiger Nykturie von einem erhöhten Mortalitätsrisiko ausgegangen.</p>
<p>„Angesichts des hohen Leidensdrucks, möglicher Komplikationen und der zum Teil schwerwiegenden ursächlichen Erkrankungen wird die Notwendigkeit zur gründlichen medizinischen Abklärung einer Nykturie deutlich“, resümiert <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Präsident Prof. Dr. Kurt Miller und lädt die Medienvertreter ein, sich auf dem 68. <abbr lang="de" title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Kongress in Leipzig über das unterschätzte Volksleiden zu informieren.</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/naechtliche-toilettengaenge-ein-volksleiden/">Nächtliche Toilettengänge — ein Volksleiden</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Die überaktive Blase</title>
		<link>https://www.urologe-bensheim.de/die-ueberaktive-blase/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2016 17:10:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Für das Krankheitsbild der überaktiven Blase werden zahlreiche Begriffe verwendet. Häufig ist von einer Overactive Bladder (OAB) oder im deutschen verständlicher, der Reizblase, die Rede.Nach Definition der Internationalen Kontinenzgesellschaft (ICS) handelt es sich um einen gehäuften Harndrang (&#62; 10maliges Wasserlassen in 24h) in Kombination mit einem sogenannten imperativen Harndrang. Hierunter versteht man, dass nach Eintreten &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="c6580" class="csc-default">
<p>Für das Krankheitsbild der überaktiven Blase werden zahlreiche Begriffe verwendet. Häufig ist von einer Overactive Bladder (OAB) oder im deutschen verständlicher, der Reizblase, die Rede.Nach Definition der Internationalen Kontinenzgesellschaft (ICS) handelt es sich um einen gehäuften Harndrang (&gt; 10maliges Wasserlassen in 24h) in Kombination mit einem sogenannten imperativen Harndrang. Hierunter versteht man, dass nach Eintreten des Harndranges unmittelbar die Toilette aufgesucht werden muss, da die Blasenentleerung sonst unkontrolliert erfolgt. Laut Definition liegt dem Beschwerdebild keine vom Arzt fassbare Ursache (idiopathisch) zugrunde. Mögliche fassbare Ursachen für eine derartige Symptomatik wären z.B. Blasensteine, eine Prostatavergrößerung oder möglicherweise auch Blasenkrebs. Daher sind die unten genannten Untersuchungen notwendig, um das Beschwerdebild entsprechend abgrenzen zu können und die Diagnose zu sichern.</p>
<p>Urinverluste können im Rahmen des Beschwerdebildes auftreten (Dranginkontinenz). Die Erkrankung kann jedoch auch ohne Urinverlust bestehen und sich lediglich in einem störend häufigen Harndrang äußern.</p>
<p>Von einer überaktive Blase sind ca. 16% aller erwachsenen Menschen betroffen. Der Anteil der betroffenen weiblichen Bevölkerung wird dabei mit 8–42% und der männlichen Bevölkerung mit 10–26% angegeben. Frauen sind im Allgemeinen 20 Jahre früher betroffen als Männer. Die Häufigkeit des Beschwerdebildes steigt dabei mit zunehmenden Alter.</p>
<p>Gesicherte unabhängige Risikofaktoren für die Entstehung einer Reizblase sind somit Alter und Übergewicht.</p>
<p>Erkrankungen die häufig begleitend auftreten sind Depressionen, Verstopfung und Erektionsstörungen.</p>
</div>
<div id="c149" class="csc-default">
<h3>Diagnostik</h3>
<p>Da es sich bei der überaktiven Blase letztlich um eine Ausschlussdiagnose handelt, werden vor Einleitung einer Therapie vom Urologen in der Regel verschiedene Untersuchungen vorgenommen.</p>
<p>Wichtigster Punkt hierbei ist das eingehende Anamnesegespräch um das Beschwerdebild genau zu erfassen. An weitergehenden Untersuchungen schließen sich oft eine Urindiagnostik zum Ausschluss zum Beispiel eines Harnwegsinfektes und eine Ultraschalluntersuchung der Harnwege (Blase, Nieren, Restharnmessung) an. Bei Männern ist zudem eine Tastuntersuchung bzw. Ultraschalluntersuchung der Prostata zu empfehlen.</p>
<p>Um entzündliche Veränderungen der Blasenschleimhaut oder evtl. bestehende Blasentumoren sicher zu erkennen, ist zudem oft eine Blasenspiegelung (siehe dort) notwendig.</p>
<p>Optional kann zusätzlich eine sog. Urodynamik (siehe Kapitel Harninkontinenz) weiteren Aufschluss über die Blasenkapazität, Blasendrücke und das Zusammenspiel zwischen Blasen- und Schließmuskel geben.</p>
<p>Oft ist es hilfreich, wenn betroffene Patienten ein sog. Miktionstagebuch führen. Hierbei werden sämtliche Toilettenbesuche (Wasserlassen) über mindestens 48h sowohl tags, als auch nachts mit Angabe des Urinvolumens protokolliert.</p>
<p>Hieraus ist objektiver ersichtlich wie viele Toilettenbesuche tatsächlich erfolgten und wie ausgeprägt das Beschwerdebild ist. Im Verlauf der Behandlung lassen sich hierdurch auch Therapieerfolge objektivieren.</p>
</div>
<div id="c152" class="csc-default">
<h3>Therapie</h3>
<p>Sollten ursächliche Erkrankungen (z.B. Nervenerkrankungen, Blasenstein, Prostatavergrößerung, Blasentumor) ausgeschlossen sein, bestehen vielfältige Behandlungsmöglichkeiten einer überaktiven Blase.</p>
<p>Je nach Entstehung der Symptomatik, vorheriger Therapie und Präferenz des Patienten können ein Verhaltenstraining, eine psychosomatische Behandlung, eine medikamentöse Therapie (Tabletten, Anwendung von Botulinumtoxin A), eine Elektrostimulationsbehandlung oder eine sakrale Neuromodulation zum Einsatz kommen.</p>
</div>
<div id="c153" class="csc-default">
<h3>Verhaltenstraining und psychosomatische Behandlung</h3>
<p>In Studien konnte gezeigt werden, dass sich das Beschwerdebild einer überaktiven Blase durch ein Verhaltenstraining deutlich verbessert kann. Ziel hierbei ist v.a. den Toilettengang heraus zu zögern und eingewöhnte Mechanismen zu durchbrechen. Hier bedarf es zur effektiven Therapie aber einer professionellen Anleitung. Der Urologe vor Ort kann ggf. fachkundige Hilfe vermitteln.</p>
<p>In Einzelfällen können auch Somatisierungstörungen Ursache einer überaktiven Blase sein. In diesem Fall ist eine fachkundige psychosomatische Mitbeurteilung hilfreich.</p>
</div>
<div id="c154" class="csc-default">
<h3>Elektrostimulation und Biofeedback-Training</h3>
<p>Diese Verfahren sind nicht schmerzhaft und vom Patienten im heimischen Umfeld selber anwendbar. Über Elektroden im Damm- und Vaginalbereich können Patientinnen und Patienten die Beckenbodenmuskulatur trainieren und eine verbesserte Kontrolle über die Beckenbodenmuskulatur erhalten.</p>
<p>Eine Einweisung in die Anwendung des Gerätes und eine Therapieüberwachung sollte professionell erfolgen. Entsprechende Therapeuten können vom Urologen vor Ort vermittelt werden.</p>
<p>Als noch effektiver hat sich diese Therapie in Kombination mit einer physiotherapeutischen Beckenbodengymnastik erwiesen.</p>
<p>Insgesamt ist diese Behandlungsoption nebenwirkungsarm, stellt jedoch für Patienten einen erheblichen Zeitaufwand dar, da das Training oftmals täglich (im häuslichen Umfeld) und über mehrere Monate erfolgen muss, um einen Therapieerfolg zu bemerken.</p>
</div>
<div id="c155" class="csc-default">
<h3>Medikamentöse Therapie</h3>
<p>Die am häufigsten gewählte Therapieoption ist eine medikamentöse Therapie in Tablettenform. Das Wirkprinzip dieser sog. Anticholinergika ist dabei ähnlich. Es werden Rezeptoren im Bereich des Blasenmuskels blockiert. Dies führt dazu, dass sich der Blasenmuskel nicht mehr so kräftig zusammenziehen kann. Zusätzlich gibt es Hinweise, dass durch die Medikamente die Reize aus der Harnblase, welche den Harndrang verursachen, ebenfalls blockiert oder gehemmt werden.</p>
<p>Die Kombination senkt die Häufigkeit der Toilettenbesuche und unkontrollierte Urinverluste durch die Drangsymptomatik.</p>
<p>Der Therapieerfolg setzt meist erst nach einigen Tagen oder Wochen der Therapie ein. Sollte ein Präparat nicht den gewünschten Erfolg zeigen, kann ein anderer Wirkstoff probiert werden. Der Urologe vor Ort berät betroffene Patienten, welches Präparat im Rahmen von etwaigen Begleiterkrankungen zu empfehlen ist.</p>
<p>Häufige Nebenwirkungen dieser Wirkstoffgruppe können Mundtrockenheit oder Verstopfung sein. Insgesamt ist die Verträglichkeit jedoch zumeist gut und die Wirkung der Wirkstoffgruppe durch zahlreiche Studien belegt.</p>
</div>
<div id="c156" class="csc-default">
<h3>Botulinumtoxin A</h3>
<p>Die Verwendung von Botulinumtoxin A im Rahmen der Therapie einer überaktiven Blase erfolgt, wenn die bereits angeführten Therapieoptionen keinen Erfolg hatten, oder für den Patienten unverträglich waren.</p>
<p>Die Anwendung erfolgt im Rahmen einer Blasenspiegelung (siehe dort) ambulant oder stationär mit einer lokalen Betäubung der Harnblase. Im Rahmen der Spiegelung wird mit einer feinen Nadel an verschiedenen Stellen der Harnblase Botulinumtoxin A injiziert. Der Eingriff dauert meist zwischen 10 und 20 Minuten und ist nicht oder nur wenig schmerzhaft.</p>
<p>Bei Botulinumtoxin A handelt es sich um ein Nervengift, welches die Signalübertragung in der Blasenmuskulatur hemmt. Hierdurch kann sich der Blasenmuskel nicht mehr, oder weniger stark zusammenziehen und die Häufigkeit der Blasenentleerungen sinkt.</p>
<p>Bis zum vollen Wirkeintritt vergehen ca. 2 Wochen. Die Wirkung hält zwischen 6 und 12 Monaten an. Hiernach ist eine erneute Durchführung der Injektion notwendig.</p>
<p>Die Vorteile der Therapie sind deutlich weniger Nebenwirkungen im Sinne einer Mundtrockenheit und in Studien eine etwas höhere Trockenheitsrate bei gleichzeitig bestehender Dranginkontinenz.</p>
<p>Als nachteilig erwies sich eine höhere Anzahl von Harnwegsinfekten im Vergleich zu den Anticholinergika und das Risiko eines Harnverhaltes. Hierzu kann es bei einem überschießenden Ansprechen der Botulinumtoxinwirkung kommen. Der Blasenmuskel ist nicht mehr in der Lage sich selbstständig zusammenzuziehen und der Patient kann nicht mehr kontrolliert Wasser lassen. Dieser Zustand wird vom Urologen dann als Harnverhalt bezeichnet.</p>
<p>Die Dauer dieser unerwünschten Wirkung ist durch die zeitlich begrenzte Wirkung von Botulinumtoxin A auf 6–12 Monate limitiert. In dieser Zeit kann es notwendig sein, dass sich die betroffenen Patienten täglich mehrfach selber katheterisieren.</p>
<p>Quelle DGU</p>
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		<title>Der unwillkürliche Harnverlust (Harninkontinenz)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2015 13:35:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Scheuermann]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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		<category><![CDATA[Harndrang]]></category>
		<category><![CDATA[Inkontinenz]]></category>
		<category><![CDATA[natürliche Heilmittel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Allgemeines Der unwillkürliche, unkontrollierte Harnverlust wird vom Urologen als Harninkontinenz bezeichnet. Der betroffene Patient ist außerstande, den Zeitpunkt des Wasserlassens selbst zu bestimmen. Dies kann unterschiedliche Ursachen haben. Eine Störung des komplexen Zusammenspiels zwischen Harnblase, Harnröhre, Harnblasenschließmuskel, und Beckenbodenmuskulatur kann zu diesem Beschwerdebild beitragen. Beim Mann kann zudem eine vergrößerte Prostata zu einer Blasenentleerungsstörung führen, &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="c6387" class="csc-default">
<h3>Allgemeines</h3>
<p>Der unwillkürliche, unkontrollierte Harnverlust wird vom Urologen als Harninkontinenz bezeichnet. Der betroffene Patient ist außerstande, den Zeitpunkt des Wasserlassens selbst zu bestimmen. Dies kann unterschiedliche Ursachen haben. Eine Störung des komplexen Zusammenspiels zwischen Harnblase, Harnröhre, Harnblasenschließmuskel, und Beckenbodenmuskulatur kann zu diesem Beschwerdebild beitragen. Beim Mann kann zudem eine vergrößerte Prostata zu einer Blasenentleerungsstörung führen, welche ebenfalls unkontrollierte Urinverluste zu Folge haben kann.</p>
<p>Die Harninkontinenz ist ein verbreitetes Leiden, das bevorzugt Frauen im mittleren und höheren Lebensalter, aber auch jüngere Menschen und Männer betrifft. Durch die zunehmende Lebenserwartung und Patienten, welche auch im höheren Alter ihr Leben aktiv gestalten kommt dieser Erkrankung eine immer größere medizinische und gesellschaftliche Bedeutung zu.</p>
<p>In Deutschland sind schätzungsweise etwa 6 Millionen Menschen von einer Harninkontinenz betroffen. Oft wird dieses Leiden vom Patienten aus Schamgefühl selbst dem Arzt gegenüber nicht erwähnt. Unangenehme Begleiterscheinungen des unwillkürlichen Harnabgangs können Geruchsentwicklung und Hauterkrankungen im Genitalbereich durch das feuchte Milieu sein.</p>
<p>Der seelische Leidensdruck durch eine Inkontinenz ist hoch und kann zu erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität führen. Eine Mitbehandlung durch einen Urologen ist in jedem Fall sinnvoll, um die Ursache der Inkontinenz besser zu beurteilen und Therapieoptionen aufzuzeigen.</p>
</div>
<div id="c6385" class="csc-default">
<h3>Formen und Ursachen einer Harninkontinenz</h3>
<p>Der Urologe unterscheidet zwischen einer Belastungs- und einer Dranginkontinenz.</p>
<p>Bei einer Belastungsinkontinenz tritt der Urinverlust typischerweise unter körperlicher Belastung auf. Bei einer leichteren Ausprägung geht Urin vor allem bei schwerer körperlicher Arbeit verloren. Ebenso können Urinabgänge beim Husten, Lachen oder Niesen auftreten. Bei sehr schweren Formen der Belastungsinkontinenz treten Urinverlust auch in körperliche Ruhe und im Liegen auf. Betroffen sind hier vor allem Frauen. Ein wichtiger Risikofaktor kann dabei eine Schädigung des Beckenbodens durch (mehrfache) vaginale Entbindungen sein. Seltenere Ursachen sind z.B. Fistelbildungen zwischen Scheide und Harnblase, als Folge von Verletzungen, Operationen oder einer Strahlentherapie. Auch Männer können von einer Belastungsinkontinenz betroffen sein. Hier treten die Beschwerden als unerwünschte Nebenwirkung zum Beispiel nach einer radikalen Prostatakrebsoperation oder nach einer operativen Verkleinerung der Prostata bei gutartiger Vergrößerung auf.</p>
<p>Bei einer Dranginkontinenz kommt es zu unwillkürlichen, unkontrollierten Urinverlusten, welche normalerweise mit einem schnell auftretenden Harndrang einhergehen. Der Urin kann dabei nicht bis zum Aufsuchen der Toilette zurückgehalten werden und entleert sich oft schwallartig. Begleitend ist oftmals eine häufiger Harndrang mit entsprechend gehäuften Toilettenbesuchen, welche bei sehr kurzen Intervallen von teils &lt;30 Minuten auch erheblich beeinträchtigen sind. Von einer sogenannten Überaktiven Blase („Reizblase“) mit begleitender Inkontinenz sind Frauen etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Ursache einer solchen Symptomatik können bakterielle Infektionen der Harnblase, Blasentumore, Nervenerkrankungen, Rückenmarksschäden oder Fremdkörper in der Blase sein. Sehr häufig findet man allerdings keinen Auslöser für diese Erkrankung. Mischformen zwischen beiden Inkontinenzformen treten auf.</p>
</div>
<div id="c6382" class="csc-default">
<h3>Untersuchung durch den Urologen</h3>
<p>Neben der allgemeinen ärztlichen Untersuchung stehen verschiedene spezielle Untersuchungen zur Beurteilung und Therapieplanung bei Inkontinenz zur Verfügung.</p>
<p><b><i>Trink- und Miktionsprotokoll</i></b></p>
<p>Vom Patienten über mindestens 48h Stunden zu führende Tabelle, in welcher er die Trinkmenge, die Toilettenbesuche (Uhrzeit), die Urinmenge, unwillkürliche Urinverluste und Drangepisoden dokumentiert. Ein solches Protokoll hilft dem Urologen das Problem zu objektivieren und Situationen zu erkennen, in welchen es zu gehäuften Harndrang kommt.</p>
<p><b><i>Pad-Test</i></b></p>
<p>Bei diesem Verfahren wird der Patient bei gefüllter Blase mit einer Inkontinenzvorlage ausgestattet. Unter definierter körperlicher Belastung, oder Tragen über einen längeren Zeitraum (24h) treten z.B. bei einer Belastungsinkontinenz Urinverluste auf. Die Vorlagen können hiernach gewogen werden und die Menge des Urinverlustes bestimmt werden.</p>
<p><b><i>Blasenspiegelung/vaginale Untersuchung</i></b></p>
<p>Zur näheren Abklärung einer Inkontinenz ist eine Blasenspiegelung (siehe dort) unerlässlich. Die Untersuchung erlaubt dem Urologen krankhafte Veränderungen und damit Ursachen einer Inkontinenz in der Blase zu erkennen. Des Weiteren lässt diese Untersuchung eine Beurteilung der Beckenbodenmuskulatur und des Blasenschließmuskel zu. Bei Frauen wird die Untersuchung oft mit einer vaginalen Untersuchung kombiniert, um eine evtl. bestehende Blasensenkung zu erkennen.</p>
<p><b><i>Urodynamik</i></b></p>
<p>Um den Ablauf der Blasenentleerung, die Steuerung der Blase durch die Nerven und die in der Harnblase während des Wasserlassens herrschenden Drücke zu messen und zu beurteilen kann eine sog. Urodynamische Messung (Urodynamik) erfolgen. Hierbei wird ein dünner Blasenkatheter in die Harnblase eingeführt und die Blase vollständig entleert. Über den Katheter kann nun der Druck in der Harnblase bestimmt werden. Aus messtechnischen Gründen ist es gleichzeitig notwendig einen dünnen Ballonkatheter im Enddarm zu platzieren.</p>
<p>Die Blase wird nun computergesteuert mit warmer Kochsalzlösung langsam gefüllt. Es wird damit eine natürliche Füllung der Harnblase mit Urin im Zeitraffer simuliert. Während der Messung wird der Patient befragt, ob er einen Harndrang verspürt und wie stark dieser ist. Auch Urinverluste werden während der Messung dokumentiert. Wenn die Blase so stark gefüllt ist, dass der Patient einen Harndrang verspürt, wird dieser aufgefordert bei liegendem Katheter zu urinieren. Hierbei werden nun erneut die Druckwerte in der Blase gemessen. Die Untersuchung erlaubt Rückschlüsse auf die Art einer Inkontinenz und kann Auskunft geben, ob etwaige operative Therapieverfahren sinnvoll sind. Weiterhin erhält der Arzt Informationen über die Druckverhältnisse in der Harnblase und kann anhand dieser beurteilen, ob ein Risiko für eine Nierenschädigung (z.B. bei sehr hohen Blasendrücken) besteht.</p>
<p>Bei der sog. Video-Urodynamik werden parallel zu der Druckmessung Röntgenbilder der Harnblase und des Harntraktes angefertigt, welche die Arbeit des Beckenbodens und der Harnblase besser beurteilen lassen. Eine Urodynamische-Messung ist durch die Katheteranlage für Patienten zwar etwas unangenehm, allerdings nicht schmerzhaft.</p>
<div id="c6381" class="csc-default">
<h3>Welche Therapieverfahren sind möglich?</h3>
<p><b>Belastungsinkontinenz der Frau</b></p>
<p>Da diese Inkontinenzform oft auf einer Schwäche der Beckenbodenmuskulatur und des umgebenden Bindegewebes beruht, ist insbesondere bei leichten Formen der Belastungsinkontinenz eine professionell angeleitete Beckenbodengymnastik hilfreich. Um die Problematik effektiv zu verbessern ist eine regelmäßige Anwendung notwendig. Eine kurzfristige Therapie von z.B. 2–3 Wochen bringt keinen Erfolg.</p>
<p>Bei einer Belastungsinkontinenz ist ergänzend zur Beckenbodengymnastik der Wirkstoff Duloxetin zur Verbesserung der Inkontinenzsymptomatik zugelassen. Bei diesem Wirkstoff handelt es sich ursprünglich um ein Antidepressivum. Nebenwirkungen können, insbesondere bei schneller Dosissteigerung, auftreten und z.T. ausgeprägt sein.&nbsp;Sollte eine schwerwiegendere Belastungsinkontinenz bei einer Frau bestehen, so bestehen auch operative Möglichkeiten diese zu beseitigen oder zu lindern. Gänge Verfahren sind hierbei das Einbringen eines Kunststoffbandes unter die Harnröhre. Dies erfolgt entweder über einen kleinen Schnitt durch die Bauchdecke (TVT: Tension-free Vaginal Tape) oder über die Schenkelbeuge (TVT‑O: Tension-free Vaginal Tape Obturator). Die Erfolgsraten hinsichtlich der Beseitigung der Belastungsinkontinenz mit diesen Verfahren sind hoch. Zu beachten ist jedoch, dass einmal in den Körper eingebrachtes Bandmaterial schwierig bis gar nicht zu entfernen ist. Nebenwirkungen wie Entzündungen des Bandmaterials oder Fremdkörpergefühl/Schmerzen können auftreten.</p>
<p><i>Die Indikation ist daher kritisch zu stellen.</i></p>
<p>Sollte bei einer Frau die Belastungsinkontinenz mit einer komplexen Senkung des Beckenbodens einhergehen kann auch das Einbringen von größeren Netzen in den Beckenboden notwendig werden. Hier ist besonders die Mitbeurteilung durch einen Gynäkologen zu empfehlen. Als Alternative besteht die Möglichkeit den Blasenhals operativ ohne Einbringen von Netzmaterialien anzuheben. Diese Methode nennt der Urologe Kolpussuspension nach Burch. Die Methode ist in etwa so erfolgversprechend wie die genannten Bandoperationen. Es kann jedoch nach einigen Jahren zu einem erneuten Auftreten der Inkontinenz kommen, was eine Wiederholung des Eingriffes notwendig macht.</p>
<p><b>Belastungsinkontinenz des Mannes</b></p>
<p>Häufigste Ursache einer männlichen Belastungsinkontinenz ist, trotz immer weiter verbesserter OP-Technik, eine Schädigung des Schließmuskels im Rahmen einer radikalen Prostatakrebsoperation. Während in den ersten 6 Monaten nach einer solchen Operation noch relativ viele Männer Inkontinenzvorlagen benutzen müssen, sinkt die Zahl der Betroffenen hiernach auf ca. 2–10%. In der Rehabilitationsphase ist vor allem eine intensive und professionelle Anleitung zur Beckenbodengymnastik hilfreich. Sollte im langfristigen Verlauf eine für den Patienten störende Inkontinenz bestehen, so sind auch hier operative Verfahren verfügbar. Je nach Schwere der Inkontinenz kommen hierbei ebenfalls Bandmaterialien (z.B. Advance-Band, Argus-Schlinge) zum Einsatz, welche die Harnröhre und den Schließmuskel unterstützen.</p>
<p>Bei sehr ausgeprägten Formen der Inkontinenz kann schließlich die Implantation eines künstlichen Blasenschließmuskels angeboten werden. Diese OP-Verfahren werden in spezialisierten Zentren angeboten und haben eine hohe Erfolgsrate. Nachteile bestehen für den Patienten in der jeweils bei jedem Toilettenbesuch durchzuführenden manuellen Bedienung. Weiterhin bergen Implantate ein Infektionsrisiko bei bakterieller Besiedlung, was zu Folgeoperationen führen kann.</p>
<p><b>Dranginkontinenz</b></p>
<p>Die Therapie einer Dranginkontinenz ist in erster Linie eine konservative, medikamentöse Therapie. Zunächst sollten evtl. ursächliche Begleiterkrankungen (z.B. Multiple Sklerose) erkannt und behandelt werden. Hierdurch ist teilweise schon eine Linderung der Beschwerden möglich. Oftmals werden jedoch keine expliziten Ursachen gefunden. Zur weiteren Therapie stehen verschieden Medikamente zur Verfügung, welche die Aktivität des Blasenmuskels reduzieren und dadurch Drang- und Inkontinenzepisoden vermindern oder beseitigen können. Diese Medikamente werden auch als Anticholinergika bezeichnet. Unter diesen <b>Anticholinergika</b> gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Wirkstoffen, deren Therapieprinzip jedoch ähnlich ist. Welches Präparat für den einzelnen Patienten optimal ist, entscheidet der Urologe anhand möglicher Begleiterkrankungen und des Alters des Patienten. Nebenwirkungen können ein trockener Mund oder Verstopfung sein. Ein Therapieerfolg ist oft erst nach einigen Wochen der Therapie zu beurteilen.</p>
<p>Sollte mit diesen Medikamenten kein Erfolg zu erzielen sein, ist die Verwendung von <b>Botulinumtoxin</b> möglich. Der Wirkstoff ist vielen Menschen durch die Medien im Rahmen von Schönheitsoperationen bekannt (Faltenbehandlung). Im Rahmen einer hartnäckigen Dranginkontinenz wird dieses Medikament direkt bei einer Harnblasenspiegelung (siehe dort) in den Blasenmuskel gespritzt. Diese Prozedur kann mit lokaler Betäubung durchgeführt werden und ist nicht schmerzhaft.</p>
<p>Der Therapieerfolg hält meist zwischen 6–12 Monaten an. Danach muss die Prozedur wiederholt werden. Eine unerwünschte Wirkung dieser Behandlung besteht in einer überschießenden Wirkung, welche es dem Patienten teils nicht erlaubt die Blase vollständig zu entleerten. Mit Nachlassen der Wirkung verschwindet dieser unerwünschte Effekt, allerdings kann für den Zeitraum ein vorübergehende selbständiges katheterisieren durch den Patienten notwendig werden.</p>
<p>Bei sehr ausgeprägten Form einen Dranginkontinenz, ggf. in Kombination mit einer schwerwiegenden chronischen Entzündung der Blase (z.B.: Interstitielle Cystitis) kann auch eine <b>operative Entfernung der Blase</b> als letzte Alternative verbleiben. Die Harnableitung erfolgt dann z.B. über einen katheterisierbaren Nabelpouch, ein Ileumconduit oder eine „Ersatzblase“-Neoblase.</p>
<p>Für Patienten die keine medikamentöse oder operative Behandlung wünschen besteht die Möglichkeit einer <b>Biofeedback und Elektrostimultionsbehandlung</b>. Behandlungskosten werden durch die Krankenkasse übernommen. Eine professionelle Anleitung in Handhabung und Bedienung ist notwendig um einen Therapieerfolg zu erzielen. Die Therapie selbst wird dann vom Patienten selbst über einen längeren Zeitraum (mindestens 3–6 Monate) selbstständig durchgeführt.&nbsp;Ein Therapieerfolg ist nicht sicher. Die Vertriebsfirmen bieten eine solche Anleitung durch geschulte Mitarbeiter an. Der Urologe kann den Patienten entsprechend beraten und eine Behandlung in die Wege leiten.</p>
</div>
<p>Quelle: DGU</p>
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		<title>Volkskrankheit Harnsteine</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Aug 2015 13:57:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Scheuermann]]></category>
		<category><![CDATA[Blase]]></category>
		<category><![CDATA[Harn]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Harnsteine fallen längst in die Kategorie der Volkskrankheiten: Weltweit gehören sie zu den häufigsten Erkrankungen, in vielen Ländern mit stark zunehmender Tendenz. In Deutschland hat sich die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen seit Mitte der 1980er-Jahre verdreifacht. „Wir gehen heute davon aus, dass etwa jeder Zehnte einmal im Leben einen Harnstein entwickelt, von denen dann grob &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Harnsteine fallen längst in die Kategorie der Volkskrankheiten: Weltweit gehören sie zu den häufigsten Erkrankungen, in vielen Ländern mit stark zunehmender Tendenz. In Deutschland hat sich die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen seit Mitte der 1980er-Jahre verdreifacht. „Wir gehen heute davon aus, dass etwa jeder Zehnte einmal im Leben einen Harnstein entwickelt, von denen dann grob jeder Vierte später erneut Steine bekommt“, sagt Prof. Dr. Thomas Knoll, Chefarzt der Sindelfinger Klinik für Urologie und zugleich der Vorsitzende des Arbeitskreises Harnsteine der Akademie der Deutschen Urologen. Da Harnsteine hierzulande seit einigen Jahren hinter Prostataerkrankungen die zweithäufigste Diagnose urologischer Kliniken sind, hatte die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (<abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>) ihn als Koordinator für die Erstellung einer neuen „Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Metaphylaxe der Urolithiasis“ bestellt. Als Leitlinie der Qualität S2k hat die Arbeit einen umfassenden Konsensusprozess durchlaufen. Nach Worten von <abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Präsident Prof. Dr. Stephan Roth wird die Bedeutung von Steinerkrankungen und der neuen Leitlinie beim 67. <abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Kongress vom 23. bis 26. September 2015 in Hamburg mit einem Forum unterstrichen.</p>
<p>Die neue Harnstein-Leitlinie soll die Behandlung von Kindern und Erwachsenen mit Urolithiasis in Klinik und Praxis unterstützen, aber auch Patienten über Nieren- und Harnleitersteine informieren. Blasensteine, bei denen eine andere Kausalität als bei Steinen des oberen Harntrakts vorliegt, sind in der Leitlinie nicht berücksichtigt. Die zunehmende Häufigkeit von Harnsteinerkrankungen wird in der Leitlinie sowohl auf veränderte Lebensumstände und Ernährungsgewohnheiten zurückgeführt. Übergewicht, Bewegungsmangel, Diabetes sowie fortgeschrittenes Lebensalter und männliches Geschlecht sind laut Prof. Knoll bekannte Risikofaktoren. Aber auch eine verbesserte medizinische Diagnostik hat dazu geführt, dass Harnsteine häufiger als früher nachgewiesen werden.</p>
<p>Ebenso unterschiedlich wie die chemische Zusammensetzung von Harnsteinen ist, so mannigfaltig können auch die auslösenden Ursachen sein, die im Körper selbst und nicht durch äußere Einflüsse entstehen. Sie werden durch unzureichende Flüssigkeitsaufnahme und damit ungenügende Urinverdünnung verstärkt. Die Folgen der Harnsteinbildung können nicht nur äußerst schmerzhaft, sondern auch sehr schwerwiegend ausfallen: Manch Betroffener wird kleinere Steine zwar auf natürlichem Wege wieder los, bei größeren Exemplaren schafft aber nur eine der verschiedenen Therapieoptionen Abhilfe. Jedoch ist mit der Entfernung eines Harnsteins — egal ob natürlich oder therapeutisch — die Ursache nicht beseitigt. In vielen Fällen kommt es wieder zu Steinen. Prof. Knoll zu den Folgen: „Zwischen häufiger Steinbildung und der Nierenfunktionsstörung besteht eine klare Korrelation.“ So führt nach seiner Einschätzung die wiederholte Bildung von Kalziumsteinen in gut jedem zehnten Fall zu einer Niereninsuffizienz. Auch zwischen Herz- und Herzkreislauferkrankungen wie Bluthochdruck oder der Verengung der Herzkranzgefäße gebe es einen engen Zusammenhang mit Steinleiden. Der Urologe weiter: „Allerdings wissen wir noch nicht genau, was von beiden dabei Ursache und was Folge ist.“</p>
<p>Die neue Urolithiasis-Leitlinie, die eine Version von 2009 ersetzt, greift insbesondere aktuelle Entwicklungen in der bildgebenden Diagnostik und in der Intervention auf. So wird die Notwendigkeit diagnostischer Röntgenuntersuchungen wie etwa der Ausscheidungsurografie aufgrund ihrer Strahlenbelastung hinterfragt, stattdessen Ultraschall und Computertomografie weiter gestärkt. Gleiches gilt für operative Eingriffe, bei denen in immer mehr Fällen endoskopische Verfahren erste Wahl sind. Deutlicher herausgearbeitet wurde in der neuen Leitlinie zudem der therapeutische Umgang mit speziellen Risikogruppen wie Kindern und Schwangeren. Breiteren Raum nehmen auch die Themen Stoffwechseldiagnostik und Metaphylaxe ein, für die gut nachvollziehbare Handlungsvorschriften entwickelt wurden. Besonders die therapeutische Nachsorge ist nach Worten von Leitlinien-Koordinator Prof. Dr. Thomas Knoll sehr wichtig und wird häufig vernachlässigt: „Wenn der Schmerz erst einmal weg ist, vergessen viele die Harnsteine bald wieder. Ohne Metaphylaxe liegt das Rezidivrisiko, abhängig von der Art der Steine, jedoch über 50 Prozent. Eine risikoadaptierte Nachsorge kann dies deutlich senken.“</p>
<p>An der Leitlinienarbeit waren elf Arbeitskreise (AK) der Akademie der Deutschen Urologen, darunter der AK Kinderurologie, 13 weitere Fachgesellschaften und Berufsgruppen sowie auch ein Patientenvertreter beteiligt. Die neue „S2k-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Metaphylaxe der Urolithiasis“, deren Herausgeber die <abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr> ist, wurde kürzlich auf der Internetseite der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) unter der Registernummer 043–025 veröffentlicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/volkskrankheit-harnsteine/">Volkskrankheit Harnsteine</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Robert Koch-Institut: Die schwache Gesundheit des starken Geschlechts</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2015 17:52:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>26.01.2015. Sie fühlen sich fit und stark und häufig den Frauen in vielen Bereich überlegen – doch was ihre Gesundheit angeht, sind Männer eher die Verlierer: Sie sterben im Mittel früher, haben häufiger Probleme mit Alkohol und legen kaum Wert auf Präventionsangebote. Damit bestätigen die aktuell erhobenen Daten zwar vieles, was bereits bekannt ist. Neu &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>26.01.2015. Sie fühlen sich fit und stark und häufig den Frauen in vielen Bereich überlegen – doch was ihre Gesundheit angeht, sind Männer eher die Verlierer: Sie sterben im Mittel früher, haben häufiger Probleme mit Alkohol und legen kaum Wert auf Präventionsangebote. Damit bestätigen die aktuell erhobenen Daten zwar vieles, was bereits bekannt ist. Neu hingegen sind die Bewertungen der Informationen und amtlichen Statistiken zur Männergesundheit und die daraus resultierenden Schlussfolgerungen, die jetzt in einem aktuellen Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) und des Statistischen Bundesamts zusammengefasst wurden. In acht Kapiteln liefert das Kompendium auf 220 Seiten ein umfassendes Bild des starken Geschlechts, das durchaus Grund zur Sorge bietet.</p>
<div class="news-single-img">Zentrales Thema ist die geringere Lebenserwartung der Männer, die derzeit bei 77,7 Jahren liegt und damit fünf Jahre unter der der Frauen. Erklärt wird das mit der größeren Anzahl an vorzeitigen Todesfällen unter 65 Jahren. Sind bei den unter 35 Jahre alten Männern vor allem Suizide und Unfälle für die höheren Todesraten verantwortlich, sterben ältere durch koronare Herzkrankheit und bösartige Neubildungen.<br>
Vergleicht man die Häufigkeit der Erkrankung von Männern und Frauen, sieht es für das starke Geschlecht nicht besser aus: Obwohl die Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch verbesserte medizinische Behandlungsmöglichkeiten und die Minimierung klassischer Risikofaktoren generell gesenkt werden konnte, leiden deutlich mehr Männer als Frauen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit oftmals tödlichem Ausgang; zwei Drittel der Männer haben Übergewicht; bei den Krebsneuerkrankungen liegen Prostata‑, Lungen- und Darmkrebs&nbsp; weit vorn, wobei Lungenkrebs bei Männern mit Abstand die häufigste Todesursache ist. Zahlen, die vor allem Raucher alarmieren sollten. Denn trotz allgemeinen Rückgangs rauchen Männer nach wie vor mehr als Frauen. Auch trinkt jeder Dritte Alkohol in einem riskanten und damit gesundheitsschädlichem Ausmaß. Diesen Fakten zum Trotz schätzen Männer ihre Gesundheit häufig als gut oder sogar sehr gut ein.</div>
<p>Die Ergebnisse des RKI-Berichts verweisen vielfach auf den Einfluss des sozi¬alen Geschlechts (gender) und die damit verbun¬denen soziokulturell geprägten Geschlechterrollen und belegen, dass insbesondere das Arbeitsleben wie auch die Formen des familiären und partnerschaftlichen Zusammenlebens wich¬tige Potenziale, aber auch Risiken für die Gesund¬heit von Männern bergen können – und bieten so einen innovativen Ansatz, um die dringend notwendigen Präventionsmaßnahmen auch – oder gerade – bei Männern auf den Weg zu bringen.</p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/robert-koch-institut-die-schwache-gesundheit-des-starken-geschlechts/">Robert Koch-Institut: Die schwache Gesundheit des starken Geschlechts</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Weltmännertag 2014: Männergesundheit beginnt im Jungenalter</title>
		<link>https://www.urologe-bensheim.de/weltmaennertag-2014-maennergesundheit-beginnt-im-jungenalter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Nov 2014 13:14:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Düsseldorf, 31.10.2014. Ob Weltmännertag am 3. November, internationaler Männertag am 19. November oder die weltweite Spendenkampagne für Prostatakrebsforschung und Männergesundheit „Movember“: Der Herbst steht ganz im Zeichen des gesundheitspolitisch noch immer stark vernachlässigten starken Geschlechts. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (BDU) appellieren an die Männer, ihre &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Düsseldorf, 31.10.2014.</b> Ob Weltmännertag am 3. November, internationaler Männertag am 19. November oder die weltweite Spendenkampagne für Prostatakrebsforschung und Männergesundheit „Movember“: Der Herbst steht ganz im Zeichen des gesundheitspolitisch noch immer stark vernachlässigten starken Geschlechts.</p>
<p>Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (<abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (<abbr title="Berufsverband der Deutschen Urologen e.V.">BDU</abbr>) appellieren an die Männer, ihre Gesundheitskompetenz zu schärfen und vorhandene Gesundheitsangebote besser zu nutzen — und zwar in jeder Altersgruppe. Sie selbst halten dafür diverse Ratgeber sowie ein umfangreiches Angebot medizinischer Informationen für Interessierte und Patienten auf ihrer Website (www.urologenportal.de) vor und setzen sich mit regelmäßigen Laienforen für die öffentliche Aufklärung ein.</p>
<p>Männergesundheit beginnt bereits beim Jungen, betonen Urologen zum Weltmännertag 2014. Praktisch bedeutet das zum Beispiel die frühzeitige Feststellung medizinischer Fehlbildungen, die Einhaltung eines altersgerechten Impfplans, rechtzeitige Aufklärung über Verhütung und sexuell übertragbare Infektionen sowie die Aufklärung über Selbstuntersuchung zur Früherkennung von Hodenkrebs. „Männliche Jugendliche sind eine wichtige Zielgruppe, um die Männergesundheit langfristig zu verbessern“, sagt <abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Pressesprecherin Prof. Dr. Sabine Kliesch. „Wir wollen die Jungen frühzeitig sensibilisieren und ihr Gesundheitsbewusstsein wecken, sodass der Gang zum Arzt so selbstverständlich wie bei Mädchen und Frauen wird.“ Zu diesem Zweck engagieren sich <abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr> und <abbr title="Berufsverband der Deutschen Urologen e.V.">BDU</abbr> derzeit auf zwei Ebenen. „Zum einen sind wir dabei, eine Jungensprechstunde in urologischen Praxen zu etablieren, die den Jungen auch in der Pubertät einen ärztlichen Ansprechpartner bietet und damit eine Lücke im Männerleben schließt“, so <abbr title="Berufsverband der Deutschen Urologen e.V.">BDU</abbr>-Pressesprecher Dr. Wolfgang Bühmann. Zum anderen kooperieren die Urologen mit der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung e.V. bei der gesundheitlichen Bildung von Jungen in Schulen.</p>
<p>Was Männer im Laufe ihres Lebens zur „Prävention urologischer Erkrankungen“ von Blase, Nieren und Prostata, für Potenz und Fruchtbarkeit tun können, bringt der gleichnamige Ratgeber von <abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr> und <abbr title="Berufsverband der Deutschen Urologen e.V.">BDU</abbr> auf den Punkt. Aufklärung über Prostatakrebsfrüherkennung empfehlen Deutschlands Urologen allen Männern ab 45 Jahren. Nicht zuletzt appellieren die Experten für Männergesundheit am diesjährigen Weltmännertag, altersbedingte urologische Erkrankungen des Mannes wie die gutartige Prostatavergrößerung, Testosteronmangel oder die Erektile Dysfunktion im Sinne einer guten Lebensqualität und der Vermeidung von Folgeerkrankungen abklären und behandeln zulassen.</p>
<p>Weitere Informationen und alle Ratgeber der Urologen finden Interessierte jeden Alters — nicht nur an Männertagen — auf <a href="http://www.urologenportal.de" target="_blank">www.urologenportal.de</a></p>
<p>Quelle: DGU</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/weltmaennertag-2014-maennergesundheit-beginnt-im-jungenalter/">Weltmännertag 2014: Männergesundheit beginnt im Jungenalter</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Artikel im Bergsträsser Anzeiger / Gesundheit im Focus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Oct 2014 09:11:10 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_407" style="width: 2944px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://www.urologe-bensheim.de/wp-content/uploads/2014/10/Artikel-Alex2.jpeg"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-407" class="wp-image-407 size-full" src="http://www.urologe-bensheim.de/wp-content/uploads/2014/10/Artikel-Alex2.jpeg" alt="Gesundheit im Focus" width="2944" height="1870" srcset="https://www.urologe-bensheim.de/wp-content/uploads/2014/10/Artikel-Alex2.jpeg 2944w, https://www.urologe-bensheim.de/wp-content/uploads/2014/10/Artikel-Alex2-300x190.jpeg 300w, https://www.urologe-bensheim.de/wp-content/uploads/2014/10/Artikel-Alex2-1024x650.jpeg 1024w" sizes="(max-width: 2944px) 100vw, 2944px"></a><p id="caption-attachment-407" class="wp-caption-text">Artikel in der Gesundheitsbeilage des Bergsträsser Anzeigers</p></div>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/artikel-im-bergstraesser-anzeiger-gesundheit-im-focus/">Artikel im Bergsträsser Anzeiger / Gesundheit im Focus</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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		<title>Große Hitze begünstigt die Steinbildung: Urologen warnen vor der Sommerkrankheit Harnsteine</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Aug 2014 14:41:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alex Scheuermann]]></category>
		<category><![CDATA[DGU]]></category>
		<category><![CDATA[Harn]]></category>
		<category><![CDATA[Harnstein]]></category>
		<category><![CDATA[Trinken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit steigenden Temperaturen nimmt Sommer für Sommer die Zahl der Harnsteinerkrankungen drastisch zu: Hitze, verstärktes Schwitzen und unzureichendes Trinken begünstigen die Nierensteinbildung. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (BDU) raten in der aktuellen Hitzeperiode deshalb, an heißen Sommertagen auf eine deutlich erhöhte Trinkmenge zu achten. Das gelte &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit steigenden Temperaturen nimmt Sommer für Sommer die Zahl der Harnsteinerkrankungen drastisch zu: Hitze, verstärktes Schwitzen und unzureichendes Trinken begünstigen die Nierensteinbildung. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (<abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (<abbr title="Berufsverband der Deutschen Urologen e.V.">BDU</abbr>) raten in der aktuellen Hitzeperiode deshalb, an heißen Sommertagen auf eine deutlich erhöhte Trinkmenge zu achten. Das gelte besonders für Patienten mit Harnsteinen in der Vorgeschichte, denn das Risiko, einen weiteren Stein zu entwickeln, verdoppelt sich mit jedem Steinereignis.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jetzt in den Sommermonaten ist das Risiko, Harnsteine zu entwickeln, besonders groß. „An heißen Tag geht von der aufgenommenen Flüssigkeitsmenge ein großer Anteil über Atmung und Schwitzen verloren“, sagt Prof. Dr. Thomas Knoll, Vorsitzender des <abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Arbeitskreises Harnsteine. Das hat zur Folge, dass die Urinmenge geringer wird, weil die Flüssigkeit abgezogen wird. „Große Hitze, intensives Schwitzen und eine verminderte Trinkmenge färben den Urin im Extremfall bierbraun. Dann sind die löslichen Salze, die von den Nieren ausgeschieden werden, im Urin in höherer Konzentration vorhanden. Dies begünstigt die Bildung von Nierensteinen, die entstehen, wenn Stoffe auskristallisieren, die üblicherweise im Harn gelöst werden“, so der Chefarzt der Urologischen Klinik Sindelfingen.</p>
<p>Er empfiehlt an heißen Sommertagen eine deutlich erhöhte Trinkmenge und auf die hellgelbe Färbung des Urins zu achten. Herzgesunde sollten schon bei normalen Temperaturen und durchschnittlicher körperlicher Aktivität circa zwei Liter Flüssigkeit über den Tag verteilt trinken. Richtwert für die richtige Trinkmenge sollte die Urinfärbung, aber auch die Urinmenge sein. Im besten Fall ist der Urin wasserklar. „Es ist schwierig, die optimale Urinmenge festzulegen. Bei fünf Mal täglichem Wasserlassen mit jeweils 400 <abbr title="Milliliter (1/1.000 Liter)">ml</abbr> Urinmenge ergibt sich als durchschnittlicher Richtwert eine 24-Stunden-Ausscheidung von etwa 2000 ml“, sagt Prof. Knoll. Bei großer Hitze und/oder „schweißtreibender“ körperlicher Belastung muss die Trinkmenge deutlich höher als zwei Liter betragen. Von Vorteil ist es, häufig kleine Flüssigkeitsmengen zu trinken. „Mindestens 100 <abbr title="Milliliter (1/1.000 Liter)">ml</abbr> Flüssigkeit sollte dem Körper pro Stunde zugeführt werden, um Nierensteinen effektiv vorzubeugen.“<br>
Deutsches Leitungswasser und ungesüßte Tees seien dafür genauso geeignet wie teure Mineralwasser mit klangvollem Namen oder Harntees, betont <abbr title="Berufsverband der Deutschen Urologen e.V.">BDU</abbr>-Pressesprecher Dr. Wolfgang Bühmann. Verzichten sollte man grundsätzlich auf gezuckerte Limonaden, da sie das Risiko für die Entstehung von Nierensteinen erhöhen. „Neben ausreichender Flüssigkeitszufuhr dienen Bewegung, ein normales Körpergewicht und eine ausgewogene Ernährung der Prävention von Harnsteinerkrankungen“, so Dr. Bühmann weiter. So kann sich eine Purin-arme Ernährung, mit einem geringen Anteil an Fleisch, Wurst, Innereien und Hülsenfrüchten, sowie das Vermeiden von Lebensmitteln mit hohem Oxalat-Gehalt wie Spinat, Rhabarber und Mangold, günstig auswirken.</p>
<p>Quelle: Deutsche Gesellschaft für Urologie</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/grosse-hitze-beguenstigt-die-steinbildung-urologen-warnen-vor-der-sommerkrankheit-harnsteine/">Große Hitze begünstigt die Steinbildung: Urologen warnen vor der Sommerkrankheit Harnsteine</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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