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	<title>Trinken | Urologische Praxis</title>
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		<title>Die überaktive Blase</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jan 2016 17:10:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für das Krankheitsbild der überaktiven Blase werden zahlreiche Begriffe verwendet. Häufig ist von einer Overactive Bladder (OAB) oder im deutschen verständlicher, der Reizblase, die Rede.Nach Definition der Internationalen Kontinenzgesellschaft (ICS) handelt es sich um einen gehäuften Harndrang (&#62; 10maliges Wasserlassen in 24h) in Kombination mit einem sogenannten imperativen Harndrang. Hierunter versteht man, dass nach Eintreten &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div id="c6580" class="csc-default">
<p>Für das Krankheitsbild der überaktiven Blase werden zahlreiche Begriffe verwendet. Häufig ist von einer Overactive Bladder (OAB) oder im deutschen verständlicher, der Reizblase, die Rede.Nach Definition der Internationalen Kontinenzgesellschaft (ICS) handelt es sich um einen gehäuften Harndrang (&gt; 10maliges Wasserlassen in 24h) in Kombination mit einem sogenannten imperativen Harndrang. Hierunter versteht man, dass nach Eintreten des Harndranges unmittelbar die Toilette aufgesucht werden muss, da die Blasenentleerung sonst unkontrolliert erfolgt. Laut Definition liegt dem Beschwerdebild keine vom Arzt fassbare Ursache (idiopathisch) zugrunde. Mögliche fassbare Ursachen für eine derartige Symptomatik wären z.B. Blasensteine, eine Prostatavergrößerung oder möglicherweise auch Blasenkrebs. Daher sind die unten genannten Untersuchungen notwendig, um das Beschwerdebild entsprechend abgrenzen zu können und die Diagnose zu sichern.</p>
<p>Urinverluste können im Rahmen des Beschwerdebildes auftreten (Dranginkontinenz). Die Erkrankung kann jedoch auch ohne Urinverlust bestehen und sich lediglich in einem störend häufigen Harndrang äußern.</p>
<p>Von einer überaktive Blase sind ca. 16% aller erwachsenen Menschen betroffen. Der Anteil der betroffenen weiblichen Bevölkerung wird dabei mit 8–42% und der männlichen Bevölkerung mit 10–26% angegeben. Frauen sind im Allgemeinen 20 Jahre früher betroffen als Männer. Die Häufigkeit des Beschwerdebildes steigt dabei mit zunehmenden Alter.</p>
<p>Gesicherte unabhängige Risikofaktoren für die Entstehung einer Reizblase sind somit Alter und Übergewicht.</p>
<p>Erkrankungen die häufig begleitend auftreten sind Depressionen, Verstopfung und Erektionsstörungen.</p>
</div>
<div id="c149" class="csc-default">
<h3>Diagnostik</h3>
<p>Da es sich bei der überaktiven Blase letztlich um eine Ausschlussdiagnose handelt, werden vor Einleitung einer Therapie vom Urologen in der Regel verschiedene Untersuchungen vorgenommen.</p>
<p>Wichtigster Punkt hierbei ist das eingehende Anamnesegespräch um das Beschwerdebild genau zu erfassen. An weitergehenden Untersuchungen schließen sich oft eine Urindiagnostik zum Ausschluss zum Beispiel eines Harnwegsinfektes und eine Ultraschalluntersuchung der Harnwege (Blase, Nieren, Restharnmessung) an. Bei Männern ist zudem eine Tastuntersuchung bzw. Ultraschalluntersuchung der Prostata zu empfehlen.</p>
<p>Um entzündliche Veränderungen der Blasenschleimhaut oder evtl. bestehende Blasentumoren sicher zu erkennen, ist zudem oft eine Blasenspiegelung (siehe dort) notwendig.</p>
<p>Optional kann zusätzlich eine sog. Urodynamik (siehe Kapitel Harninkontinenz) weiteren Aufschluss über die Blasenkapazität, Blasendrücke und das Zusammenspiel zwischen Blasen- und Schließmuskel geben.</p>
<p>Oft ist es hilfreich, wenn betroffene Patienten ein sog. Miktionstagebuch führen. Hierbei werden sämtliche Toilettenbesuche (Wasserlassen) über mindestens 48h sowohl tags, als auch nachts mit Angabe des Urinvolumens protokolliert.</p>
<p>Hieraus ist objektiver ersichtlich wie viele Toilettenbesuche tatsächlich erfolgten und wie ausgeprägt das Beschwerdebild ist. Im Verlauf der Behandlung lassen sich hierdurch auch Therapieerfolge objektivieren.</p>
</div>
<div id="c152" class="csc-default">
<h3>Therapie</h3>
<p>Sollten ursächliche Erkrankungen (z.B. Nervenerkrankungen, Blasenstein, Prostatavergrößerung, Blasentumor) ausgeschlossen sein, bestehen vielfältige Behandlungsmöglichkeiten einer überaktiven Blase.</p>
<p>Je nach Entstehung der Symptomatik, vorheriger Therapie und Präferenz des Patienten können ein Verhaltenstraining, eine psychosomatische Behandlung, eine medikamentöse Therapie (Tabletten, Anwendung von Botulinumtoxin A), eine Elektrostimulationsbehandlung oder eine sakrale Neuromodulation zum Einsatz kommen.</p>
</div>
<div id="c153" class="csc-default">
<h3>Verhaltenstraining und psychosomatische Behandlung</h3>
<p>In Studien konnte gezeigt werden, dass sich das Beschwerdebild einer überaktiven Blase durch ein Verhaltenstraining deutlich verbessert kann. Ziel hierbei ist v.a. den Toilettengang heraus zu zögern und eingewöhnte Mechanismen zu durchbrechen. Hier bedarf es zur effektiven Therapie aber einer professionellen Anleitung. Der Urologe vor Ort kann ggf. fachkundige Hilfe vermitteln.</p>
<p>In Einzelfällen können auch Somatisierungstörungen Ursache einer überaktiven Blase sein. In diesem Fall ist eine fachkundige psychosomatische Mitbeurteilung hilfreich.</p>
</div>
<div id="c154" class="csc-default">
<h3>Elektrostimulation und Biofeedback-Training</h3>
<p>Diese Verfahren sind nicht schmerzhaft und vom Patienten im heimischen Umfeld selber anwendbar. Über Elektroden im Damm- und Vaginalbereich können Patientinnen und Patienten die Beckenbodenmuskulatur trainieren und eine verbesserte Kontrolle über die Beckenbodenmuskulatur erhalten.</p>
<p>Eine Einweisung in die Anwendung des Gerätes und eine Therapieüberwachung sollte professionell erfolgen. Entsprechende Therapeuten können vom Urologen vor Ort vermittelt werden.</p>
<p>Als noch effektiver hat sich diese Therapie in Kombination mit einer physiotherapeutischen Beckenbodengymnastik erwiesen.</p>
<p>Insgesamt ist diese Behandlungsoption nebenwirkungsarm, stellt jedoch für Patienten einen erheblichen Zeitaufwand dar, da das Training oftmals täglich (im häuslichen Umfeld) und über mehrere Monate erfolgen muss, um einen Therapieerfolg zu bemerken.</p>
</div>
<div id="c155" class="csc-default">
<h3>Medikamentöse Therapie</h3>
<p>Die am häufigsten gewählte Therapieoption ist eine medikamentöse Therapie in Tablettenform. Das Wirkprinzip dieser sog. Anticholinergika ist dabei ähnlich. Es werden Rezeptoren im Bereich des Blasenmuskels blockiert. Dies führt dazu, dass sich der Blasenmuskel nicht mehr so kräftig zusammenziehen kann. Zusätzlich gibt es Hinweise, dass durch die Medikamente die Reize aus der Harnblase, welche den Harndrang verursachen, ebenfalls blockiert oder gehemmt werden.</p>
<p>Die Kombination senkt die Häufigkeit der Toilettenbesuche und unkontrollierte Urinverluste durch die Drangsymptomatik.</p>
<p>Der Therapieerfolg setzt meist erst nach einigen Tagen oder Wochen der Therapie ein. Sollte ein Präparat nicht den gewünschten Erfolg zeigen, kann ein anderer Wirkstoff probiert werden. Der Urologe vor Ort berät betroffene Patienten, welches Präparat im Rahmen von etwaigen Begleiterkrankungen zu empfehlen ist.</p>
<p>Häufige Nebenwirkungen dieser Wirkstoffgruppe können Mundtrockenheit oder Verstopfung sein. Insgesamt ist die Verträglichkeit jedoch zumeist gut und die Wirkung der Wirkstoffgruppe durch zahlreiche Studien belegt.</p>
</div>
<div id="c156" class="csc-default">
<h3>Botulinumtoxin A</h3>
<p>Die Verwendung von Botulinumtoxin A im Rahmen der Therapie einer überaktiven Blase erfolgt, wenn die bereits angeführten Therapieoptionen keinen Erfolg hatten, oder für den Patienten unverträglich waren.</p>
<p>Die Anwendung erfolgt im Rahmen einer Blasenspiegelung (siehe dort) ambulant oder stationär mit einer lokalen Betäubung der Harnblase. Im Rahmen der Spiegelung wird mit einer feinen Nadel an verschiedenen Stellen der Harnblase Botulinumtoxin A injiziert. Der Eingriff dauert meist zwischen 10 und 20 Minuten und ist nicht oder nur wenig schmerzhaft.</p>
<p>Bei Botulinumtoxin A handelt es sich um ein Nervengift, welches die Signalübertragung in der Blasenmuskulatur hemmt. Hierdurch kann sich der Blasenmuskel nicht mehr, oder weniger stark zusammenziehen und die Häufigkeit der Blasenentleerungen sinkt.</p>
<p>Bis zum vollen Wirkeintritt vergehen ca. 2 Wochen. Die Wirkung hält zwischen 6 und 12 Monaten an. Hiernach ist eine erneute Durchführung der Injektion notwendig.</p>
<p>Die Vorteile der Therapie sind deutlich weniger Nebenwirkungen im Sinne einer Mundtrockenheit und in Studien eine etwas höhere Trockenheitsrate bei gleichzeitig bestehender Dranginkontinenz.</p>
<p>Als nachteilig erwies sich eine höhere Anzahl von Harnwegsinfekten im Vergleich zu den Anticholinergika und das Risiko eines Harnverhaltes. Hierzu kann es bei einem überschießenden Ansprechen der Botulinumtoxinwirkung kommen. Der Blasenmuskel ist nicht mehr in der Lage sich selbstständig zusammenzuziehen und der Patient kann nicht mehr kontrolliert Wasser lassen. Dieser Zustand wird vom Urologen dann als Harnverhalt bezeichnet.</p>
<p>Die Dauer dieser unerwünschten Wirkung ist durch die zeitlich begrenzte Wirkung von Botulinumtoxin A auf 6–12 Monate limitiert. In dieser Zeit kann es notwendig sein, dass sich die betroffenen Patienten täglich mehrfach selber katheterisieren.</p>
<p>Quelle DGU</p>
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		<title>Große Hitze begünstigt die Steinbildung: Urologen warnen vor der Sommerkrankheit Harnsteine</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Platzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Aug 2014 14:41:45 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Alex Scheuermann]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit steigenden Temperaturen nimmt Sommer für Sommer die Zahl der Harnsteinerkrankungen drastisch zu: Hitze, verstärktes Schwitzen und unzureichendes Trinken begünstigen die Nierensteinbildung. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (BDU) raten in der aktuellen Hitzeperiode deshalb, an heißen Sommertagen auf eine deutlich erhöhte Trinkmenge zu achten. Das gelte &#8230; </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit steigenden Temperaturen nimmt Sommer für Sommer die Zahl der Harnsteinerkrankungen drastisch zu: Hitze, verstärktes Schwitzen und unzureichendes Trinken begünstigen die Nierensteinbildung. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (<abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (<abbr title="Berufsverband der Deutschen Urologen e.V.">BDU</abbr>) raten in der aktuellen Hitzeperiode deshalb, an heißen Sommertagen auf eine deutlich erhöhte Trinkmenge zu achten. Das gelte besonders für Patienten mit Harnsteinen in der Vorgeschichte, denn das Risiko, einen weiteren Stein zu entwickeln, verdoppelt sich mit jedem Steinereignis.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jetzt in den Sommermonaten ist das Risiko, Harnsteine zu entwickeln, besonders groß. „An heißen Tag geht von der aufgenommenen Flüssigkeitsmenge ein großer Anteil über Atmung und Schwitzen verloren“, sagt Prof. Dr. Thomas Knoll, Vorsitzender des <abbr title="Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.">DGU</abbr>-Arbeitskreises Harnsteine. Das hat zur Folge, dass die Urinmenge geringer wird, weil die Flüssigkeit abgezogen wird. „Große Hitze, intensives Schwitzen und eine verminderte Trinkmenge färben den Urin im Extremfall bierbraun. Dann sind die löslichen Salze, die von den Nieren ausgeschieden werden, im Urin in höherer Konzentration vorhanden. Dies begünstigt die Bildung von Nierensteinen, die entstehen, wenn Stoffe auskristallisieren, die üblicherweise im Harn gelöst werden“, so der Chefarzt der Urologischen Klinik Sindelfingen.</p>
<p>Er empfiehlt an heißen Sommertagen eine deutlich erhöhte Trinkmenge und auf die hellgelbe Färbung des Urins zu achten. Herzgesunde sollten schon bei normalen Temperaturen und durchschnittlicher körperlicher Aktivität circa zwei Liter Flüssigkeit über den Tag verteilt trinken. Richtwert für die richtige Trinkmenge sollte die Urinfärbung, aber auch die Urinmenge sein. Im besten Fall ist der Urin wasserklar. „Es ist schwierig, die optimale Urinmenge festzulegen. Bei fünf Mal täglichem Wasserlassen mit jeweils 400 <abbr title="Milliliter (1/1.000 Liter)">ml</abbr> Urinmenge ergibt sich als durchschnittlicher Richtwert eine 24-Stunden-Ausscheidung von etwa 2000 ml“, sagt Prof. Knoll. Bei großer Hitze und/oder „schweißtreibender“ körperlicher Belastung muss die Trinkmenge deutlich höher als zwei Liter betragen. Von Vorteil ist es, häufig kleine Flüssigkeitsmengen zu trinken. „Mindestens 100 <abbr title="Milliliter (1/1.000 Liter)">ml</abbr> Flüssigkeit sollte dem Körper pro Stunde zugeführt werden, um Nierensteinen effektiv vorzubeugen.“<br>
Deutsches Leitungswasser und ungesüßte Tees seien dafür genauso geeignet wie teure Mineralwasser mit klangvollem Namen oder Harntees, betont <abbr title="Berufsverband der Deutschen Urologen e.V.">BDU</abbr>-Pressesprecher Dr. Wolfgang Bühmann. Verzichten sollte man grundsätzlich auf gezuckerte Limonaden, da sie das Risiko für die Entstehung von Nierensteinen erhöhen. „Neben ausreichender Flüssigkeitszufuhr dienen Bewegung, ein normales Körpergewicht und eine ausgewogene Ernährung der Prävention von Harnsteinerkrankungen“, so Dr. Bühmann weiter. So kann sich eine Purin-arme Ernährung, mit einem geringen Anteil an Fleisch, Wurst, Innereien und Hülsenfrüchten, sowie das Vermeiden von Lebensmitteln mit hohem Oxalat-Gehalt wie Spinat, Rhabarber und Mangold, günstig auswirken.</p>
<p>Quelle: Deutsche Gesellschaft für Urologie</p>The post <a href="https://www.urologe-bensheim.de/grosse-hitze-beguenstigt-die-steinbildung-urologen-warnen-vor-der-sommerkrankheit-harnsteine/">Große Hitze begünstigt die Steinbildung: Urologen warnen vor der Sommerkrankheit Harnsteine</a> first appeared on <a href="https://www.urologe-bensheim.de">Urologische Praxis</a>.]]></content:encoded>
					
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